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Was mache ich aus der Reisedepesche?

Über das Seele Verkaufen

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Schon seit langem beschäftigt mich es: Was mache ich aus der Reisedepesche? Muss ich die Seele verkaufen?

Das war’s

Diese Website ist ein Reiseblog über eine Weltreise. Die Reise ist zu Ende, und es wird in absehbarer Zeit keine vergleichbare Unternehmung folgen: Mich zieht es erst einmal nicht auf eine lange Tour hinaus.

Die Reisedepesche ist komplett unkommerziell und privat. Ich habe keinen Cent damit verdient, was auch nie ein Anspruch war. Dadurch habe ich nur das geschrieben, was mir wichtig war – und diese Unabhängigkeit schaffte Glaubwürdigkeit.

Durch den Gewinn des Grimme Online Awards wurde mir eine Menge Aufmerksamkeit geschenkt. Das schmeichelt mir. Und stellt mich nun vor ein Dilemma. Denn normalerweise wäre die Website inhaltlich abgeschlossen, würde noch einige Zeit im Netz herumwabern, bis ich mal keine Lust mehr habe die Kosten zu bezahlen.
Punkt. Und jetzt?

So ist’s

Was mache ich seit meiner Rückkehr? Unter anderem reise ich. Kurz, aber momentan recht regelmässig. In Deutschland, nach Zypern, Peking, Japan und Südafrika: Das ist kein übler Schnitt für ein halbes Jahr. Bis auf die Südafrika-Tour haben diese Touren keinen PR-Hintergrund, sondern ich arbeite. Neben diesen Jobs hatte ich aber immer ein paar Tage, wo ich auf eigene Faust herumstreunen konnte, und darüber habe ich geschrieben. Das ist natürlich nicht ansatzweise vergleichbar mit der Art zu Reisen, die ich vorher betrieben habe. Das ärgert mich insofern, dass ich das Gefühl habe, an Relevanz zu verlieren: ein Ausflug ist etwas anderes als eine Reise.

In Südafrika war ich auf Einladung einer PR-Agentur, und der Sinn einer solchen Reise ist, dass ich darüber schreibe – und möglichst nicht negativ. Sie sind das tägliche Brot für Reisejournalisten – sonst gäbe es fast keine Reiseberichte in den Zeitungen und Magazinen. Reisejournalisten verkaufen die Artikel an Medien und verdienen so ihr Geld. Ich habe nur für meine Website geschrieben, und wenig Rücksicht auf Befindlichkeiten genommen. Trotzdem mache ich damit PR.

Was nun

Immer wieder habe ich Anfragen im Postfach, die auf der Reisedepesche Werbung machen wollen – entweder über bezahlte Links, oder über gesponsorte Artikel. Ich gebe gerne zu, dass es mich lockt. Irgendwie muss ich ja auch mein Brot verdienen, und je weniger Arbeit ich dabei habe, desto besser. Die meisten professionelleren Webseiten sind voll von diesen bezahlten Artikeln über neue Buchungswebseiten, Ausrüstung und den ganzen banalen Scheiß. Es nervt mich auch.

Auch das Kapitel PR-Reisen könnte ich ausbauen. So käme ich zu weiteren kostenlosen Kurzreisen. Das lockert den Alltag sehr hübsch auf. Und vielleicht könnte ich auch den einen oder anderen Artikel verkaufen.

So oder so oder so

Was mach ich nun?

Option 1: Keine halben Sachen. Ich schließe die Reisedepesche für neue Inhalte.

Option 2: Weitermachen. Bin ich unterwegs, schreibe ich mal was, vielleicht auch mal eine PR-Reise zu meinem Spaß, akzeptiere aber keine Werbung oder lasse mir hineinreden. Ich verdiene nichts, und schaue mal, wie lange ihr euch dafür interessiert.

Option 3: Kommerzialisieren. Ich beginne ein neues Kapitel und versuche ein paar Kröten rauszuholen. Meine eigenen Inhalte, daneben aber gesponsorte Links, Artikel über neue Angebote, PR-Reisen. Im bewährten Stil, gekennzeichnet als bezahlte Inhalte. Vielleicht eine Anzeige an der Seite.

Warum schreibe ich das?

Nun, ehrlich gesagt bin ich etwas ratlos. Ich möchte nicht diesen faden Beigeschmack, der bei dem Ausverkauf einer schönen Sache oft entsteht. Andererseits muss ich auch Geld verdienen; und dies mit etwas zu tun, was mir Freude bereitet, wäre schön.

Vielleicht habt ihr dazu eine Meinung? Aufgeben, Weitermachen, Ausbauen oder etwas ganz anderes? Ich würde mich sehr freuen zu lesen, was ihr denkt.

Kommentieren? Sehr sehr gerne!

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83 Kommentare

  1. Thorsten, am

    auch wenn das jetzt hart klingt, aber in Deinem ersten Satz hast Du das Urteil eigentlich schon selbst gesprochen: „Diese Website ist ein Reiseblog über eine Weltreise. Die Reise ist zu Ende“

    So gerne ich Deine Schilderungen auch aus Peking, Zypern, Südafrika… gelesen habe: sie haben eine andere Qualität als die Beiträge von Deiner Weltreise. Konsequent fände ich es deshalb, sie in einem anderen Forum zu veröffentlichen. Aber veröffentlichen solltest Du sie auf alle Fälle, denn es gibt eine Menge Leute, die auch weiterhin gerne mit dir „mitreisen“ möchten. lg, Thorsten

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    • klys, am

      hey thorsten, ich gebe dir recht, aber ein anderes forum aufzubauen wäre für diese kurzen reisen zu aufwändig. ich werde langfristig über andere/neue plattformen nachdenken…

  2. Guido, am

    Option 1: Geht gar nicht. Aufwändig und liebevoll erstellte Inhalte einfach wegwerfen? Ich bitte Dich. Zumal das Hosting auch kein Vermögen kosten dürfte.

    Option 2: Du hast den Grimme-Preis nur wegen Deiner Blog-Aktivitäten bekommen und viele aktuelle Jobs wohl nur aufgrund des Grimme-Preises. Den Effekt, dass Dein Blog als Schaufenster und Portfolio Deiner Fähigkeiten fungiert dadurch zahlende Kundschaft anlockt, dürfte sich auch in Zukunft einstellen. Ich vermute, dass Du indirekt durchaus Geld mit durch Dein Blog verdienst.

    Option 3: Ein überschaubarer Grad an Kommerzialisierung ist meines Erachtens OK. Da ich nicht mit Deinem Schreibtalent gesegnet bin, habe ich Option 2 nicht und überlege deshalb auch immer mal, meine diversen Reiseberichte durch Werbung bzw. Affiliateprogramme zu refinanzieren.

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  3. Ole, am

    Du solltest auf jeden Fall weiter machen. Sowohl dein Schreibstil, als auch deine Bilder sind überragend (was ja auch durch den Preis bestätigt wird).

    Daher würde ich zu einer Lösung zwischen 2 und 3 tendieren. Der Weg von einem Weltreise- zu einem Reiseblog ist ja nicht weit.

    Wenn dann gelegentlich der eine oder andere Artikel (sichtbar) gesponsort ist und ich die eine oder andere Anzeige sehe, finde ich das sehr OK und würde die Anzeigen sogar gelegentlich klicken um die Arbeit zu würdigen. :-)

    Nicht OK finde ich völlig übertriebene Werbung und beispielsweise auch verkaufte Links die nicht gekennzeichnet sind.

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    • klys, am

      ja, verkaufte links mag ich auch nicht. ich werde hier weiter komplett auf werbung verzichten, und das vielleicht in neuen projekten einbauen.

  4. Geli, am

    hallo, ich bin Laie, aber eine Reisende, die gern und oft, aber immer privat unterwegs war und weiter sein wird, mir fehlt das Können beim Fotographieren (nur der gute Wille ist da), immer die richtigen Worte zu finden ist auch nicht einfach, aber ich las alle deine Berichte hier, weil ich sehr gern darüber lese, wo ich selbst noch nicht war und das ist ja auch noch allerhand, also meine geringe Meinung dazu ist==weitermachen…muss es immer eine Weltreise sein, muss es immer sowas spektakuläres sein, nein denke ich, auch kleinere Reisen sind oft schön und finden das Interesse der Leser, ansonsten sollte man es als Buchautor versuchen, aber so ein Blog über Reisen und verreisen, ich finde es toll und so sollte es auch weitergehen…das wars…weiterhin viel Freude beim Reisen wünscht die Geli

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  5. Weltenbummler*in, am

    Weitermachen, keine Frage. Außerdem ist es doch häufig der Fall, das die Intention sich im Laufe der Zeit ändert, deshalb ist doch nicht alles gleich hinfällig. Gesponserte Inhalte wiederum find ich schwierig. Einen Blog im Internet such ich nicht deswegen auf, um dort dieselben Werbeinhalte zu finden, wie auch in Zeitungen und Zeitschriften, sondern um eine persönliche andere Meinung und Erfahrung zu lesen. So wie es hier bisher ja auch der Fall war.

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    • oli, am

      Ich halte Adsense auch für die beste Option für dein Blog. Ich habe das im meinem eigenen Reiseblog eingebaut und muss sagen: es ist bisher das einzige, was ein bisschen was eingebracht hat, ohne mich allzusehr verkaufen zu müssen. Bezahlte Beiträge, auch wenn sie als solche gekennzeichnet sind, kommen meines Erachtens nicht in Frage, weil sie Glaubwürdigkeit untergraben. Der Vorteil von Google-Werbung ist, dass du dich inhaltlich nicht verbeugen musst und das den Lesern auch klar ist.

  6. Harald, am

    Weitermachen, Werbung schalten (in Maßen) und eins darfst du nicht vergessen: Der Input will wieder raus. Deine Eindrücke wollen geschrieben und veröffentlicht werden. Dafür brauchst du eine Platform.

    Strukturell könnte ich mir vorstellen, dass die Weltreise ein Blog bleibt, das irgendwie als Gesamtpaket aufgearbeitet wird, und die weiteren Reiseberichte in eine extra Sektion (inkl. eigenem Layout) fliessen.

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  7. Frau von Nöten, am

    Erstmal danke für diesen offenen Beitrag, der war in meinen Augen nötig. Ich will auch ganz ehrlich sein, mir ist der Südafrika-Bericht etwas aufgestoßen, eben WEIL er Promo ist, so ehrlich er auch geschrieben sein mag. Aber ich hatte das Gefühl, dass er irgendwie den Geist dieses Blogs korrumpiert.

    Meine persönliche Ideallösung wäre daher: Ein zweiter Blog, der dann wie auch immer kommerziell geartet sein darf und die Reisedepesche als Lieblingskind so halten wie sie angefangen hat: Unabhängig, ungeschönt bzw aus Deinem nachvollziehbar persönlichen Blickwinkel (und gerade deshalb vertraut man ja auch der Ästhetik der Bilder), knallehrlich und eben sehr subjektiv.
    Und wenn Du unbedingt aus der Reisedepesche Kapital schlagen willst, dann mach es wenigstens über Google Ads, so dass die Werbung als solche abgegrenzt und ersichtlich ist, nicht so ein Marketinggemauschel, das dem interessierten Leser unterschwellig etwas verkauft.

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  8. Isi, am

    „Die Reise ist zuende“, also:
    Reisedepesche fixieren und keine neuen Inhalte!

    außer:
    1. Ein Link auf ein ‚Neues Projekt‘, dort gerne auch Deine Mischung aus Reportage und PR und Werbung. Solange PR und Werbung klar erkennbar sind und nicht in den Augen wehtun, warum nicht?

    2. Link zu einer Möglichkeit, die Reisedepesche als Hochglanzdruck zu veröffentlichen/zu kaufen. Vielleicht gibt es da eine Nachfrage?! Sicherlich gibt es dazu Werkzeuge oder Web-basierte Dienstleister, die das ‚on demand‘ drucken (und Dich am Umsatz beteiligen?)

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    • klys, am

      das klingt auch spannend, hatte schon überlegt, wie man das in einer buchform kondensieren könnte. vielleicht fällt mir noch was ein :-)

  9. Marco Hafke, am

    Ich fände eine Mischung aus 2 und 3 sehr gut. Die Seite heißt ja „Reisedepesche“ und nicht „Weltreise-Blog“ oder so. Es ist also nicht zwingend notwendig ausschließlich über eine Weltreise zu berichten.

    „Reisen“ kann man ja auch auf viele Arten und ich finde es spannend über viele Arten von Reisen zu lesen.

    Ich finde aber auch, dass man mit so einem kostspieligen Hobby/Beruf auch ein wenig Geld verdienen darf. Da mich mit Werbung voll gepflasterte Seiten ebenfalls tierisch nerven, hätte ich noch einen Vorschlag: Flattr!

    Flattr ist ein Micropaymentsystem, was ja schon auf vielen Blogseiten vertreten ist. Benutzer des Systems können dir sozusagen eine kleine Spende zukommen lassen. Es gibt inzwischen sogar Leute, die damit ganz ordentlich Geld verdienen. Reich werden dürfte aber schwierig werden ;)

    Da du aufgrund des Grimme Online Awards ja einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hast, dürfte es relativ schnell gehen, dass du auch ein paar Einnahmen durch Flattr generieren kannst.

    Die Inhalte von Netz zu nehmen ist aber die schlechteste aller Ideen :)

    Mit Grüßen
    Marco

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    • klys, am

      hey marco, danke für die ideen! flattr wäre eine möglichkeit, aber ich finde dass es etwas bettelmaäiges hat – und falls es nur wenig einbringt wäre mir es das nicht wert. ich werde es erstmal ganz ohne werbung weiter betreiben!

  10. suse, am

    Du kannst ja die Reisdepesche für andere Reisende öffnen, die dann sozusagen „Gastautoren“ sind. Und mit denen dann einen individuelle Deal schliessen. :)

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  11. Susan, am

    Meiner Meinung nach kannst du den Interessenskonflikt, der entstanden ist, nur dadurch lösen, die Reisedepesche zu schließen (aber online zu lassen) und deine PR-Projekte in einem separaten Blog zu führen. Das ist saubere Trennung, so gehört sich das.

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  12. Mir ist kein gutes Pseudonym eingefallen, ich möchte aber dennoch lieber mehr oder weniger anonym bleiben, am

    Ich würde sehr gerne weitere Reiseberichte unter dieser Domain lesen. Das Problem ist einfach, dass ich PR-Berichte eher als langweilig und Werbung eher als lästig empfinde; schon die Texte über Südafrika habe ich mit eher mässigem Interesse verfolgt. Nun ist es aber nur verständlich, dass das Geld auch irgendwie verdient muss und die oben aufgeführten Argumente sind für mich durchaus nachvollziehbar. Deshalb mein Vorschlag: Diese Seite so weiterführen und zusätzlich eine weitere Seite starten, die werbefinanziert ist und auf der dann Berichte über PR-Reisen stehen (diese Seite dürfte aber sehr gerne hier verlinkt werden). Ich hoffe, das klang nicht allzu abstrus…

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  13. Jens, am

    Hallo Johannes,
    ich kann deine Intension gut verstehen. Da ich nicht mit deinem Schreibtalent geboren bin sind meine Reiseberichte nicht so gut geschrieben aber dennoch bekomme ich immer wieder Anfragen zwecks Werbung. Grade gestern hat ab-in-den-urlaub.XX bei mir sogar angerufen, jedoch habe ich dankend abgelehnt. Ich hatte mal so ein paar Alfinatprogramme laufen und sie haben mir nicht eingebracht. Übrig geblieben ist noch der Amazon-Link, was Cents einbringt. Ich würde deine Option 2 einschlagen, aber du kannst auch mal option 3 ausprobieren ob es sich lohnt. Falls es sich nicht lohnt, dann wieder Option 2! Was ein GARNICHT GEHT aufzuhören! Warum auch?? Wer gibt dir vor nicht einenwie ein Reiseblog aussehen soll??? Nicht jeder ist gesegnet ein Jahr auszusteigen und zu reisen! Reisen ist interessant, wichtig und egal wielange du(wir) reisen! Deine Bericht sind super und ich freue mich immer wieder diese zu lesen. Mein Wunsch ist, dass du weiter machst auch mit kurzfristigen Reisen und bei Werbung gib einfach eine Info dazu und jeder kann dann noch selber seine Meinung bilden!!!
    Ich freu mich schon auf deine Berichte, die es 2012 hier zulesen gibt!

    In diesem Sinne, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein guten Rutsch in ein neues Reisejahr!

    Mit sonnigen Grüßen
    Jens

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    • klys, am

      hey jens, überzeugende argumente hast du! ich werde option 3 vergessen, bzw. vielleicht anders entwickeln. reisedepesche bleibt reisedepesche! schöne festtage und ein gutes neues jahr!

  14. Joanna, am

    Ich wäre traurig, wenn die Reisedepeche komplett gelöscht werden würde … ich blätter hier gerne durch.
    Und zum anderen Thema, Johannes, wie jeder Mensch musst Du auch Geld verdienen – mach doch eine neue Seite auf mit neuem Design zum Geldverdienen und mit Werbung. Wenn Du schon so lange überlegen musst, ob das hier angebracht ist, dann hat das schon seinen Grund. Aber bei KlysKommerzKosovo-KalkuttaKolumne sehe ich da kein Problem. Und ich hoffe, dass Du ziemlich viel Geld verdienst, denn ich warte auf Reisedepeche – reloaded – Zentralasien :).

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  15. Philipp, am

    Verkauf Deine Seele, Bursche! Dieses schwarze Etwas ist max. € 15.000,00 wert. Vereinbare Ratenzahlung. Und schwupp, ist wieder ein Monat Deines aufwendigen Lebensstils finanziert! Das bedeutet Schampus, Schrimps und schnelle Autos für kurze Zeit – also genau Dein Ding! Tu es! Knall die Seite mit Werbebannern voll – ich finde es toll. Mach Werbereisen – ich bleib Fan. Verdiene Geld – und ich bleib Dein Freund. Tja. Ob ich Dir helfen konnte…?

    Antworten
  16. Philipp, am

    Du willst Dir also Dein Finanzgebaren (dieser Ausdruck macht mich lächeln) von der kleinen Geinschaft (denglisch: Community) um Dich herum absegnen lassen?!? Wie erbärmlich!!! Niemals wirst Du den Zauber der Reisedepesche hinüberretten können! Lass die Funger vom schnöden Mammon! Zieh Dich zurück in Deinen Bademantel, mein Lieber, Du hast Dich zu weit aus dem Fenster gelehnt!

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  17. Philipp, am

    Gemach, Gemach. Du tust ja glatt so, als stünde alles am Scheideweg und Du musstest Dich absolut entscheiden. Scheiden tut weh! Also lass es. Der Mittelweg ist das Vernünftige. Lerne, Kompromisse einzugehen. Wir werden älter, erwachsener. Du wirst lernen, dass das Pendel nicht so weit ausschlagen sollte: mach ein bisschen Werbung, mach ein bisschen Reisejournalismus. Ein bisschen dieses, ein wenig jenes. Aber nicht diese radikalen Schnitte – Du schneidest Dir nur ins eigene Fleisch, mein Freund! Hör auf mich, ich bin die Vernunft in Dir!

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  18. Philipp, am

    Ahhhh, Verrwirrung der Gefühle. Ich kann Deine Sorge verstehen. Ich kann Dir nicht helfen. Hilf Dir selber, mein Freund. Triff eine Entscheidung. Du hast sie schon laengst getroffen. Du checkst es nur nicht. Check das mal aus.

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  19. Lisa, am

    hey,
    ich denke ich kann als private bloggerin genau nachvollziehen, was dein dilemma ist: Einerseits die Seite halten, weil es ja das eigene Baby ist und andererseits die Seite nicht an jemand drittes abzutreten, der damit eventuell Schindluder treibt.

    Ich denke deine Leser werden es Dir aber nicht verüberln, wenn du etwas wie einen Werbebanner mit ausgewählter Werbung an die Seite packst und dadurch wenigstens deine Kosten deckst.

    Wie sehn das die anderen? Ich würd in Zukunft gerne weiterlesen!

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  20. siolita, am

    damn: sie haben dir ein denkmal gebaut,
    und jeder vollidiot weiß, dass das die liebe versaut.
    …liebe versus geld,
    kunst vesus nebenkostennachzahlung, flausen vs. kosten-nutzen-rechnung..
    die lady is zu bezaubernd, um sie mit werbebannern zuzukleistern.

    andere server haben auch schönen webspace..und wenn einer noch so ne smarte sache auf die beine stellen kann, dann du.
    kennst meinen senf dazu ja ohnehin..
    siolita

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  21. Aler der Schwede, am

    Eigentlich soll ich uber mein Kommentar nachzudenken weil ich weiss dass was ich denke wichtig fur dich ist…Aber ich will spontan sein! Weitermachen und kommezializierung! Warum nicht!
    Ich will die Leidenschaft uber was du machst spuren….Das ich eigentlich dass wichtisgste :)
    Alex the eternal Swede

    Antworten
  22. Chris, am

    Option 3: aber unter einem anderen Blog, dann bitte.

    ich sehe es auch so. die Weltreise ist abgeschlossen.

    deine persönliche Meinung ist mir aber viel Wert, deshalb bitte deine Seele nicht immer an den schwärzesten aller Teufel verkaufen. :-)

    Antworten
  23. evelyn, am

    Ich antworte zum allerersten Mal auf einen Blog. Und nur weil das Thema, die Offenheit und Authentizität bei Reisedepeche mich und viele andere fasziniert hat.
    Folge Dein Bauchgefühl… nur so. Und wenn es „nur“ an Geld mangeln sollte, dass Du nicht weitermachen kannst, nutze heutige Werbemöglichkeiten in Masse. Warum nicht? Welche Werbeanbieter Du aussuchst bestimmst Du. Andere Angebote, Initiativen, Firmen, usw. können sich doch gegenseitig unterstützen. So soll es eigentlich in dieser Welt idealerweise funktionieren. Never give up reaching for the stars! Not an option! Happy New Year!

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  24. Tantchen, am

    die Reise ist zu Ende,also kann man den Reiseblog durchaus auch mitbeerdigen.Wenn dir wieder was Neues einfällt,dann nur zu,und feste kommerziell,irgendwie muß der Rubel ja rollen und vor allem irgendwoher,hahaha.
    So,das war jetzt die ausgefuchste Expertinnenmeinung,
    aber im Grunde weißt du ja sowieso schon,was du machen wirst.Viel Spaß dabei!!!!!!!!!!!
    Und ich möchte unbedingt alles irgendwo lesen können!!!!!

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  25. Ein alter weiser Mann empfiehlt, am

    Mein lieber Klys!

    Als weiser alter Mann, der ich geworden bin, verstehe ich Deine Fragestellung und begegne Deiner Entscheidung mit Respekt und Herzenswärme. Auch in Zukunft wird es vergnüglich sein, Deine Beiträge in Wort und Bild verfolgen zu dürfen. Aber, auch das gehört zur Wahrheit: Die Reise ist zu Ende! Du hast so treffend benannt, wie es nicht besser hätte benannt werden können. Die Fortführung der Reisedepesche wäre wie der Fortsetzungsroman eines ursprünglich gigantischen Werkes, an dessen Ende ein laues Lüftchen geworden ist, Teil XII.
    Verehrter Klys, als Rosemunde Pilcher der Moderne darfst Du nicht enden!

    Kurzum:
    1.
    Beende unverzüglich die Fortführung Reisedepesche,

    2.
    Versehe Sie mit einem Link, der auf,

    3.
    eine neue Seite von Dir verweist,

    4.
    gestalte eine neue Seite, die der aktuellen Situation Rechnung trägt (siehe Option 2),

    5.
    Mache endlich aus den Inhalten der Reisedepesche ein ansprechenden Bildband für das gehobene Bildungsbürgertum, die im Dezember 2012 noch Weihnachtsgeschenke suchen,

    6.
    bedenke bei Deinen zukünftigen Einnahmen auch an die die finanzielle Bedürftigkeit eines alten, aber weisen Mannes.

    Ich empfehle mich mit weiterhin treuen und besten Grüßen und wünsche allseits einen guten Rutsch, auch an die Frau Gemahlin.

    Antworten
  26. Ein alter weiser Mann empfiehlt, am

    Ach so, beinhahe hätte ich es vergessen:
    Wer auch immer von „Bauchgefühl“, „Intuition“ und „inneres Wissen“ daherkommt, dem misstraue!!
    Dieses new-age-christlich Daherkommende ist beliebiger Dreck auf dem Enddarm eines ausgewachsenen Schweines!

    Antworten
    • Ein alter weiser Mann, am

      Nur die, die dauernd lächeln, nach Weihrauch riechen und nicht aufhören können von „Bauchgefühl“ und „Intuition“ zu sprechen. Nur die, nicht die anderen.
      Bitte die to do liste entsprechend ergänzen.

  27. hoorai, am

    Hallo.
    Nun möchte auch ich mich zu Wort melden. Ich lese deinen Reiseblog schon seit geraumer Zeit – mehr als ein Jahr mittlerweile. Als erstes kam auch in mir der Gedanke auf (wie es weiter oben schon erwähnt wurde) die Tradition an andere weiterzureichen. Wie das Olympische Feuer nie erlischt, sollte es auch mit der Reisedepesche weitergehen. Du hast deine Reise beendet, und öffnest die Seite für „Gastredner“ – jedoch nicht zu viele. Am besten nur ein oder zwei, die es ähnlich konstant, reflektiert und gewissenhaft tun wie du es tatest. Ich würde mich schonmal für das Jahr 2015 anmelden! :D
    So bleibt die Seite das, als was sie ursprünglich gedacht war – ein Reiseblog.

    Antworten
  28. Markus, am

    Mein Rat:
    1. Auf jeden Fall weitermachen! Ist eine wirklich gelungene Seite.
    2. Dann ausbauen! Vielleicht anderen Usern die Möglichkeit geben etwas von ihrer Reise zu platzieren etc.
    3. Dezente Werbung sollte niemanden Stören, solange es keine PopUps oder ähnlich nervendes Zeug ist.

    Antworten
  29. Marc Wiegelmann, am

    Wollte nur mal sagen dass ich auch noch da bin :) und fleißig mitlese gell!!!! :)

    Die Reisedepesche löschen ist definitiv raus! Wobei ich mich ein paar Vorrednern anschließen muss und auch für neue Projekte dann eine neue Seite URL nehmen würde. Wobei mich ein bisschen Werbung auch nicht stören würde :P

    Johannes gib Gas und ich bin gespannt was passiert!!!!

    viele Grüße und schon mal schönes Wochenende aus Monnem
    Marc

    Antworten
  30. Uta Idstein, am

    Lieber Herr Klaus,
    ich wähle bewusst diese Anrede, um Distanz zu halten, ich bin zwar eine „PR-Tante“, will mich aber nicht anbiedern und erwarte das auch von keinem Journalisten. Ich habe Ihre Reise in die Dominikanische Republik organisiert. Zugegeben, für mich war das auch ein „Experiment“, denn es war die erste Pressereise, auf die ich einen Reise-Blogger eingeladen habe. Und das durfte ich auch nur, weil mein Kunde, das Fremdenverkehrsamt Dominikanische Republik, den neuen Medien gegenüber aufgeschlossener ist als viele andere Fremdenverkehrsämter bislang. Für meinen Kunden und somit auch für mich, kann ich sagen: Dieses Experiment ist ein voller Erfolg. Warum? Weil Ihre Beiträge über das Land einfach überragend gut sind. Authentisch, so wie Sie das Land erlebt haben. Nicht anbiedernd, nicht werblich, aber auch kein unfairer Veriss, der den Menschen, die dort leben, unrecht täte. Solche Journalisten braucht Deutschland. Deshalb: Unbedingt weitermachen!!! Es klingt paradox, ist es aber bei näherem Nachdenken nicht: Die PR-Branche ist nur deswegen in den letzten Jahren in Verruf geraten, weil ihr immer mehr die starke Gegenseite – kritisch, aber nicht unfair berichtender Journalismus – fehlt. Nur mit einem starken Gegenüber haben Leute wie ich Erfolg. Ich hoffe sehr, dass die Zukunft immer mehr Menschen wie Sie ins Licht der Öffentlichkeit bringt. Dann haben seriöser Journalismus und PR gleichermaßen Zukunftschancen. Denn – und das wissen viele – nicht: Wie machen BEIDE keine WERBUNG.
    Uta Idstein
    Senior Account Manager
    C&C Contact & Creation GmbH
    Frankfurt am Main

    Antworten
    • klys, am

      Liebe Frau Idstein,

      vielen Dank für die ausführlichen Gedanken zum Thema, und die aufmunternden Worte! Ich freue mich auf weitere interessante Projekte zusammen!

      Liebe Grüße,
      Johannes Klaus

  31. Madhava, am

    Meine Meinung? Du scheinst kein wirkliches Ziel vor Augen zu haben.. was sagt das Land der Bhagavad-gita dazu (India)?
    vyavasayatmika buddhir –
    ekeha kuru-nandana …
    „Diejenigen, die diesen Pfad beschreiten, sind entschlossen in ihrem Vorhaben, und ihr Ziel ist eins. O geliebtes Kind der Kurus, die Intelligenz der Unentschlossenen jedoch ist vielverzweigt.” (Bhagavad-gita 2.41)

    Verstrickt Dich nicht, wie die Saidenraupe es mit ihrem eigenen Speichel tut..

    „Menschen, die nicht wissen, dass es ein höchstes Ziel im Leben gibt, halten alles andere als das höchste Ziel für wertvoll. So irren sie wie Blinde umher, die von anderen Blinden geführt werden, und verstricken sich immer mehr im Netz der Ziellosigkeit.“ (Srimad-Bhagavatam 7.5.31)

    Grüße aus Indien / Vrindavan ;)

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  32. martin von holt, am

    ich finde reisedepeschen wunderbar und finde es toll das es weitergeht.habe sie erst jetzt beim planen für eine längere reise entdeckt .beim lesen der verschiedenen artikel über orte an denen ich schon war werden viele erinnerungen wach und es ist wie nocheinmal dort zu sein.
    vielen dank an alle autoren und weiterhin gute reise
    martin

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