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Wo war‘s denn am Schönsten? (Teil 1: Das Land)

Was sind die schöns­ten Orte der Welt? Die Kil­ler­frage. Eine Gute natür­lich, lei­der ist eine befrie­di­gende Ant­wort nahezu unmög­lich. Es ist auch die natür­li­che Frage – wer will schon wis­sen wo etwas rich­tig schön mit­tel­mä­ßig war… und für mich eine Gele­gen­heit, über die ver­gan­ge­nen 400 Tage zu sin­nie­ren. Das mach ich gerne.

Was ist schön? So viele Aspekte machen meine bes­ten Momente aus: Mal die beein­dru­ckende Natur, oder stim­mungs­volle Städte, auf­re­gende Aben­teuer, tolle oder skur­rile Begeg­nun­gen… was darf es sein? ;-)

Alle Ein­drü­cke sind völ­lig sub­jek­tiv – Klei­nig­kei­ten kön­nen ent­schei­den, ob ich einen Moment posi­tiv oder nega­tiv wahr­nehme, oder er sich sogar als ein High­light her­aus­stellt. Des­we­gen sind Rei­se­er­leb­nisse abso­lut nicht über­trag­bar! Ich beginne mit mei­nen vier Län­der-Favo­ri­ten die­ser Reise.

1. Das Land

Iran

Der Iran hat mich bezau­bert: durch seine Men­schen. Es ist ein Land, in das ich auf jeden Fall noch ein­mal rei­sen will (und da gibt es nicht viele), und ich habe noch mit Nie­man­dem gespro­chen, dem es ­anders gegan­gen ist. Die natür­li­che Herz­lich­keit, Inter­es­siert­heit und Anmut die­ser tief­kul­tu­rel­len Men­schen zieht mich zurück. Dazu kommt, wenn ich ehr­lich bin, dass es ein schö­nes Gefühl ist, wenn man so viel posi­tive Auf­merk­sam­keit bekommt. Das geht vom alten Ver­käu­fer am Markt, der aus sei­nem Leben erzählt bis zum fünf­zehn­jäh­ri­gen Mäd­chen, die eine Ad-hoc-Füh­rung ver­an­stal­tet und dabei ihr eng­lisch übt, Ideen aus einer ande­ren Welt auf­saugt oder von einem blon­den Ver­lob­ten aus Europa träumt… Nun, wie auch immer, ich wie­der­hole mich hier gerne: Besucht die wun­der­vol­len Men­schen des Iran (sie lei­den sehr unter ihrer Regie­rung, und ver­die­nen Hilfe!).

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Geor­gien

Die Berge und Täler Geor­gi­ens, die mys­ti­schen Klös­ter, die natür­li­chen Men­schen. Hüh­ner, Kühe, Schweine. Die Archi­tek­tur von Tif­lis. Toll. Alles.
Ein­zi­ger Schwach­punkt: Mit Rus­sisch-Kennt­nis­sen wär’s noch besser.

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Indo­ne­sien

Indo­ne­sien ist rie­sig, und ich habe nur ein paar Inseln gese­hen. Doch die haben mich begeis­tert – gerade die ursprüng­li­chen, authen­ti­schen, wie Suma­tra und Sumba. Sehr wenige Tou­ris­ten kom­men dort­hin, ent­spre­chend ist die Infra­struk­tur eher aben­teu­er­lich. Mit ein wenig Impro­vi­sie­rung kann man tolle Dinge erle­ben, wie mit Cici den Motor­bike-Road­t­rip auf Suma­tra. Papua, Sula­wesi, die Moluk­ken – da klin­gen noch einige Namen in mei­nen Ohren, die ich mit Erleb­nis­sen fül­len will… irgendwann…

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Äthio­pien

Ich werde nicht zurück­keh­ren. Zusam­men mit mei­nem Besuch 2005 war ich nun fast drei Monate in Äthio­pien, und das reicht. Nichts­des­to­trotz ist die­ses Land unbe­dingt eine Reise wert. So viel­fäl­tig ist es: fas­zi­nie­rende Kul­tur im nörd­li­chen Hoch­land, tier­rei­che Natio­nal­parks im Süden, und einer der unwirt­lichs­ten Plätze der Erde im Osten – man braucht Zeit, um alles zu sehen. Die Armut ist her­aus­for­dernd, die kul­tu­rel­len Unter­schiede enorm, das Essen „inter­es­sant“.

Zu Teil 1 und Teil 3 der Serie.

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  1. Pingback:Backpacking für Anfänger Teil 4: Was sind die besten Länder? | Planet Backpack

  2. 411 says:

    Ich würde in alle Län­der, in denen ich bis­her war noch­mal ver­rei­sen. Den­noch blie­ben mir ins­be­son­dere von Iran mit die schöns­ten Erin­ne­run­gen hän­gen. Die Men­schen, die Natur und die Men­ta­li­tät sind wirk­lich beein­dru­ckend. Ich wurde immer wie ein VIP behan­delt, ganz ohne Sta­tus­karte (LH-Sena­tor oder 1. Klasse Fahr­schein). Zu Aschura war sogar ein gro­ßer Fei­er­tag auf der Reise zu ver­bu­chen und man konnte in das reli­giöse Leben der Men­schen schauen. Und man ver­gisst oft, dass der Iran doch so nah liegt.…. Auch Geor­gien ist beein­dru­ckend. Tif­lis ist sehens­wert und Batumi macht Spaß. Wenn man rus­sisch spre­chen und lesen kann ist es sowohl in Geor­gien als auch in Russ­land wirk­lich ange­nehm. Es gibt so viele tolle Län­der und Reiseziele.…
    Grüße aus der Nähe von LA

  3. Alex der Schwede says:

    Geor­gien! Ja ja ja! Ich konnte mir sogar vor­stel­len dor­tin zu fah­ren auch wenn man jeden tag Kol­len­suppe essen muss :)
    Und Iran, ja naturlich.…

  4. Thorsten says:

    - Iran: gebe ich Dir Recht. Als Rei­se­ziel völ­lig ver­kannt und unter­schätzt. Beson­ders toll außer­halb von Tehe­ran. Aber auch da erin­nere ich mich zum Bei­spiel an eine wun­der­bare Begeg­nung, bei der ein alter frem­der Mann auf der Straße auf uns zu kam und sagte: „It’s so nice that you’re back.“ Wir ver­stan­den nicht, wie er das meinte, und sag­ten ihm, dass wir noch nie im Iran gewe­sen seien. Da sagte er: „no, I mean you Westerners“.
    Auch Esfa­han war phantastisch.

    - Äthio­pien: mich hat das Elend dort sehr run­ter­ge­zo­gen – aber ich war haupt­säch­lich in Addis (beruf­lich bedingt), da war es defi­nitv schlim­mer als auf dem Land. Dort waren die Men­schen zwar auch bet­tel­arm, aber erschie­nen mir nicht so hoff­nungs­los, verzweifelt.

    - mein Tip: Bhu­tan. Teuer für Tou­ris­ten, aber unglaub­lich fas­zi­nie­rend. Abge­schot­tet von der Welt, ver­haf­tet in Tra­di­tion und Spi­ri­tua­li­tät, wun­der­bare Men­schen und eine Land­schaft, die dich sprach­los lässt (ich hab‘ in mei­nem Blog ja auch genug dar­über geschrieben…)

    - auf jeden Fall freue ich mich, wenn Du wie­der auf Rei­sen gehst und wie­der Deine Erleb­nisse und Beob­ach­tun­gen von unter­wegs schil­derst oder zeigst. Das ist m.E. Deine Stärke und macht die Fas­zi­na­tion die­ses Blogs aus… ;-) lg, Thorsten

    1. klys says:

      hey thors­ten, bhu­tan will ich auch unbe­dingt, aber da muss ich noch ne menge geld vor­her verdienen… :-)
      danke für deine anmer­kun­gen hier!

  5. Pingback:Reisedepesche » Blog Archiv » Wo war‘s denn am Schönsten? (Teil 2: Das Abenteuer)

  6. Hey Kly­sen, ich selbst war bis­her in kei­nem der hier in Teil 1 beschrie­be­nen Län­der – und bin fas­zi­niert von dei­nen Bildern!

    Sollte man mir die Frage „Wo war’s denn am schöns­ten?“ stel­len: High­way 1 zwi­schen L.A. und San Fran­cisco, Syd­ney, Malay­sia und Jordanien.

    Freue mich auf wei­tere Teile!

    Viele Grüße,
    Christoph

    P.S.: Habe dich gerade in die Blog­roll auf mei­nem Rei­se­b­log vonunterwegs.com auf­ge­nom­men. Fühl dich frei, das­selbe zu tun, hihi! :-)

  7. fritz says:

    deine aus­wahl hier trifft auch unge­fähr meine favo­ri­sier­ten blog­ein­träge. denke je bes­ser dir ein land gefal­len hat, desto bes­sere bil­der und texte kannst du dazu lie­fern. groß­ar­tige fotos hier in der aus­wahl übri­gens! respekt, würde ich in der jewi­li­gen kürze der zeit eines auf­ent­halts nicht hinbekommen.

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