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Von haarigen Pelztieren und goldenen Loonies

ES GEHT LOS

Schon das 12. Mal in B.C. und Alberta! 1993 haben wir in Ver­non am Oka­na­gan Lake gehei­ra­tet. Davor und seit­dem waren wir echt oft hier zu Besuch. Aber nun ist es wohl wirk­lich die letzte Reise in unse­rem Leben in diese bei­den kana­di­schen Pro­vin­zen. Sozu­sa­gen unsere West­ka­nada-Abschieds- und Revival(foto)tour. Wir haben uns die­ses Mal viel Zeit gelas­sen zum Schauen, Genies­sen und Foto­gra­fie­ren. Anders als sonst haben wir uns weder Orts- noch Zeit­ziele gesetzt mit Aus­nahme des Besuchs bei unse­ren Freun­den in Ver­non und unse­rer „Great Bear Rain­fo­rest-Schiffs­tour ab dem 8. Juni. So sind wir ein­fach drauf­los gefah­ren, jeweils nur mit dem aktu­ellen­Ta­ges­ziel. Andrea hatte dadurch aus­rei­chende Ruhe und die rich­tige Muße gehabt, ihre Foto­mo­tive zu fin­den und sie ins rechte Bild zu set­zen. Mit viel Geduld und Aus­dauer. Wir haben das sehr genos­sen. Und wir wur­den dafür belohnt, denn wir haben auch viel erle­ben dür­fen. Schö­nes und Berüh­ren­des. Mit Men­schen, den Tie­ren und der Natur Kana­das. Es ist wohl daher ein sehr umfang­rei­cher Rei­se­b­log geworden .….

Aber fan­gen wir ganz vorne an: Wir lan­den mit­tags, in einer pünkt­li­chen und freund­li­chen 747 von LH sit­zend, im wol­ken­ver­han­ge­nen Van­cou­ver und erle­ben die bis­lang schnellste (weni­ger als 30 min.) und pro­blem­lo­seste Zoll­ab­fer­ti­gung unse­res Lebens: Ganz neu via voll­elek­tro­ni­scher Erfas­sung. Ein tadel­lo­ser Jeep Che­ro­kee war­tet bereits und wird uns von nun an auf fast 8.000 km beglei­ten. Wir fin­den unser B&B im grü­nen Stadt­teil Gran­ville mit plü­schi­gen wei­ßen Tep­pi­chen und „Shoe Out“. Am Spät­nach­mit­tag stat­ten wir Down­town einen ers­ten Besuch ab und kas­sie­ren gleich unse­ren ers­ten Straf­zet­tel wegen Falsch­par­kens im Wert von 40 Euro. Irgend­wie sind Park­häu­ser in die­ser Stadt schwer zu ent­de­cken. Van­cou­ver ist ein ein­zi­ges Ein­bahn­stra­ßen­ge­wirr. Trotz der vie­len Tou­ris­ten in der Gas­town sind die armen Men­schen, die hier auf der Straße leben, nicht zu über­se­hen. Wir dinie­ren in der alt­ehr­wür­di­gen „Old Spa­ghetti Fac­tory“ mit Ori­gi­nal-Stra­ßen­bahn­wag­gon innen­drin und fah­ren dann müde im Nie­sel­re­gen zurück in unser Schlafnest.

Am nächs­ten Tag ist dann der von uns so geliebte Stan­ley Park und noch ein­mal das kleine Chi­na­town mit der engs­ten Gasse der Welt dran. Lei­der war der Him­mel wie­der grau und die sonst so erwünsch­ten Far­ben kom­men nicht so recht her­aus. Eine Her­aus­for­de­rung für die Foto­gra­fin! Ein klei­nes High­light ist das Marine Buil­ding mit sei­nem traum­haft gestal­te­ten, sehr alten Innen­de­sign. Ein Mini-Geheimtipp.

Ganz trau­rig sieht es hin­ge­gen auf und rund um die Has­tings Road im Osten der Stadt aus. Wahr­schein­lich haben wir noch  nie­mals so viele Hun­derte oder Tau­sende von Obdach- und Hei­mat­lo­sen, Armen und Dro­gen­süch­ti­gen auf so engem Raum gese­hen wie dort. Wir sind ent­setzt dar­über und Andrea macht ein paar Fotos von die­sen Men­schen. Es ist ein­fach furcht­bar! Wir erfah­ren spä­ter noch Eini­ges über diese Situa­tion hier. Sehr unter­schied­li­ches und Wider­sprüch­li­ches. Wir wis­sen nicht, was davon der Wahr­heit ent­spricht und was nicht. Wie so oft auf die­ser Welt.

Wir ent­schei­den uns, in Rich­tung Osten Van­cou­ver zu ver­las­sen, her­aus aus der inzwi­schen rie­si­gen Stadt mit ihren gro­ßen asia­tisch gepräg­ten Stadt­be­zir­ken. Nach Oso­yoos und Pen­ti­c­ton bie­gen wir spon­tan nach Nor­den ab. Dort machen wir Stopp im stark gewach­se­nen Kelowna am süd­li­chen Oka­na­gan Lake und wol­len unse­ren Freund Rod aus alten Zei­ten nach über 15 Jah­ren über­ra­schen, der jetzt dort wohnt. Wie es der Zufall so will, lie­gen unser B&B, der Kaf­fee-Halt Star­bucks und Rods Woh­nung nur 2 km von­ein­an­der ent­fernt. Die Stipp­vi­site wird ein vol­ler Erfolg.

Am nächs­ten Tag hat Mat­thias Geburts­tag und wir neh­men uns vor, nahe Kelowna die Myra Can­yon Trest­les zu bewan­dern. 18 super­ge­niale, hohe höl­zerne Eisen­bahn­brü­cken wie im Wil­den Wes­ten auf einer Stre­cke von 12 km. Wir sind total trau­rig, denn der Ein­tritt bleibt uns wegen Baum­fäll­ar­bei­ten an die­sem Tag ver­wehrt. So fah­ren wir wei­ter in Rich­tung nach Nel­son und über­nach­ten dort im his­to­ri­schen Hume-Hotel von 1898 (s. u. Rei­se­tipps). Zu frü­he­ren Besuchs­zei­ten von uns fla­nier­ten in der bekann­ten Baker Street mit ihren hüb­schen, bun­ten Holz­häu­sern Hip­pie-ähn­li­che Men­schen. Es gab viel Musik und es war sehr roman­tisch. Zu unse­rem Bedau­ern ist von die­sem Flair heut­zu­tage nicht mehr viel übrig geblie­ben. Einen Tag spä­ter bre­chen wir über Cres­ton, Cran­brook, Fer­nie, Pin­cher Creek und Crows­nest in den Water­ton Lakes Natio­nal Park auf, unsere süd­öst­lichste Tou­recke. Uns erwar­ten Regen, Grau­pel, graue Wol­ken und Eises­kälte bei knapp über null Grad! So haben wir uns das nicht gedacht. Zudem hat auch noch das berühmte Hotel „Prince of Wales“, auf dem klei­nen Hügel direkt vor dem gran­dio­sen See mit Berg­ku­lisse dahin­ter, geschlos­sen. Toll! Mit zitt­ri­gen Eis­fin­gern macht Andrea noch ein Timel­apse-Video von dem Biss­chen, was wir sehen kön­nen. Wir essen danach eine schlecht zube­rei­tete Pizza und schla­fen im nicht allzu gemüt­li­chen Bayshore Inn.

Kom­mando zurück. Das Wet­ter sieht ein wenig bes­ser aus am nächs­ten Mor­gen. Kurz nach der Orts­aus­fahrt doch noch eine kleine, nicht erwar­tete Begeg­nung: Andrea will ein Stück­chen Natur foto­gra­fie­ren und plötz­lich umgibt uns eine Herde Rehe, die über­haupt keine Angst vor Men­schen haben. Ein paar davon lecken mit ihren lan­gen Zun­gen unse­ren Jeep ab. Mat­thias sitzt drin, Andrea ist draus­sen. Wir fah­ren die­selbe Stre­cke über eine wun­der­schöne Hoch­ebene und einen span­nen­den Pass wie­der zurück und bie­gen bei Cran­brook auf die High­ways 93/95 über Kim­ber­ley nach Nor­den ab.

Die ers­ten Auf­nah­men von Big­horn-Scha­fen ganz nah ent­ste­hen mit­ten in der Land­schaft. Auch sie las­sen sich von nichts beein­dru­cken und son­nen sich in der auf­kom­men­den Wärme. Nächs­ter Halt ist Gol­den, in unse­rer Erin­ne­rung ein eher unschein­ba­rer Ort am Rande der Rocky Moun­tains. Aber weit gefehlt! Der kleine Ort glänzt frisch her­aus­ge­putzt  mit einem gro­ßen, inter­es­san­ten Eisen­bahn­ge­lände und net­ten klei­nen Restau­rants. Es ist 20 Grad, nur noch ein paar Wol­ken und die Sonne lacht. Über­nach­ten wer­den wir in einem sen­sa­tio­nel­len B&B samt sehr freund­li­chen Gast­ge­bern hoch über Gol­den (s.u. Rei­se­tipps). Gespeist wird am Abend in dem nicht min­der fan­tas­ti­schen „1122“ in der Orts­mitte. Sie kochen dort echt prima. Eine große Über­ra­schung für uns.

Wir neh­men uns für den nächs­ten Tag fol­gende Foto­ziele vor: a) Ein Wolf-Wild­life Cen­ter, b) eine Büf­fel­farm und c) die ewig lan­gen Eisen­bahn­gü­ter­züge in Gol­den. Das „Nort­hern Lights Wild­life Wolf Centre“ wurde 1998 von Shel­ley und Casey Black gegrün­det und liegt etwas ver­bor­gen in der Nähe von Gol­den im Bla­eberry Val­ley (kein Schreib­feh­ler!). Es beher­bergt ein Wolfs­ru­del mit in Gefan­gen­schaft genom­me­nen oder nach der Geburt dem Zen­trum geschenk­ten Wöl­fen. Die Blacks und ihre Unter­stüt­zer kämp­fen seit Jah­ren für wolf­freund­li­chere Gesetze in Kanada und neh­men beim Erzäh­len kein Blatt vor den Mund.

Ihr Pro­gramm „Walk with Wol­ves“ ist Teil ihrer Auf­klä­rungs­ar­beit. Wir wür­den hier an die­ser Stelle gerne sehr viel mehr Wis­sens­wer­tes und sicher­lich noch Unbe­kann­tes über Wölfe schrei­ben, was wir dort gehört haben, aber dies würde den Rah­men des Rei­se­b­logs echt spren­gen. Statt­des­sen hier für Inter­es­sierte der Link zur eng­li­schen Web­seite www.northernlightswildlife.com Unser Wunsch: Lest es ein­fach ein­mal dort. Ihr wer­det total über­rascht sein, was Ihr über Wölfe erfahrt!

Der Besuch der Büf­fel­farm fällt ins Was­ser, da schlicht und ergrei­fend keine Büf­fel da sind. Sie befin­den sich wohl auf Sight­see­ing­tour, irgendwo.

Tja, und dann noch die Eisen­bah­nen. Wir fah­ren mit unse­rem Auto ein­fach mal auf das rie­sige Gelände dort und wer­den – nach nur weni­gen Fotos – von den Sicher­heits­leu­ten dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass wir hier, aus Sicher­heits­grün­den natür­lich, nicht erwünscht sind. Kaum haben wir das Areal ver­las­sen und befin­den uns ober­halb des­sen auf dem High­way (um von dort zu foto­gra­fie­ren), wer­den wir von einem Poli­zei­wa­gen ange­hal­ten. Er weist uns dis­kret dar­auf hin, dass auch die­ses Vor­ha­ben nicht geset­zes­kon­form ist und über­prüft unsere Papiere. Nach mehr als einer Stunde War­ten ent­lässt uns der freund­li­che Poli­zist mit deut­scher Oma dann end­lich aus sei­ner Obhut.

Wir sind wei­ter­hin in Kanada nicht vor­be­straft und machen erleich­tert noch einen Nach­mit­tags-Abste­cher nach Wes­ten die Rockies hin­auf. Die ersehn­ten Spi­ral Tun­nels kann man inzwi­schen lei­der foto­gra­fisch und auch sonst ver­ges­sen, da die hohen Tan­nen mehr oder weni­ger alles ver­de­cken. Und ein lan­ger Zug kommt natür­lich erst, als wir fast wie­der in Gol­den zurück waren. Auch die zu die­ser Jah­res­zeit was­ser­ge­füll­ten Tak­ka­kaw Falls sinds für uns nicht erreich­bar. Die Weg dort­hin ist gesperrt.

Wir möch­ten gerne die land­schaft­li­che schöne Stre­cke von Radium Hot Springs nach Banff über den High­way 93 genies­sen und fah­ren des­halb wie­der ein Stück­chen nach Süden, um dann nach Nord­os­ten abzu­bie­gen. Unter­wegs sehen wir den klei­nen, sma­ragd­grü­nen Vista Lake von oben auf 1.700 m Höhe unter uns lie­gen und träu­men ein wenig in die ein­same Land­schaft hin­ein. Wir errei­chen den Banff Natio­nal Park und tref­fen auf zwei berühmte, jedoch kom­plett ver­eiste und mit Schnee bedeckte Seen.

Der welt­be­rühmte Lake Louise und Moraine Lake. Damit hat­ten wir Ende Mai defi­ni­tiv nicht (mehr) gerech­net! Auf dem letzt­ge­nann­ten See lau­fen Hor­den von Men­schen herum und wir ent­de­cken eine foto­gra­fisch sehr inter­es­sante Gruppe von bud­dhis­ti­schen Mön­chen in ihren gelb-oran­ge­far­be­nen Kutten.

Den Lui­sen-See wer­den wir wohl nie mehr besu­chen, denn die Tou­ris­ten­men­gen sind unfass­bar groß, das wun­der­schöne See-Hotel ist gesperrt für diese Men­schen­mas­sen, nur Hotel­gäste haben heute noch Zutritt. Die Park­plätze sind noch mons­trö­ser als die in man­chen Groß­städ­ten Euro­pas. Das kannst Du getrost vergessen.

Nach einer Über­nach­tung in Banff und einem schmack­haf­ten „Mexi­ka­ner“ am Abend ent­de­cken wir die drei klei­nen Ver­mi­lion Lakes am Stadt­rand gele­gen. Ein total roman­ti­scher Anblick. Genuss pur für Natur­lieb­ha­ber. Andrea foto­gra­fiert jede Men­gen Vögel und Enten(familien). Die Enten­kin­der wer­den im Volks­mund „Loo­nies“ genannt, weil sie rund­lich und flau­schig sind und auf der klei­nen Brust einen Kreis haben, der an die gold­far­be­nen 1‑Dollarmünzen Kana­das zu frü­he­ren Zei­ten erinnern.

Lei­der ist der auf unse­rem Plan ste­hende Johns­ton Can­yon auch geschlos­sen. Wir fra­gen uns zum wie­der­hol­ten Male, warum eigent­lich. Ziel ist daher heute Revels­toke, ein klei­ner süßer Ort mit­ten in den Ber­gen. Am spä­ten Nach­mit­tag sit­zen wir dort auf einer Park­bank gemüt­lich in der Sonne am Ufer des Colum­bia Rivers und ent­span­nen uns ein wenig vom Tag.

Nächste Sta­tion ist Ver­non am Nor­dende des Oka­na­gan Lake. Das ist die­je­nige Stadt, in der wir vor 26 Jah­ren in einem B&B namens „Castle on the Moun­tain“ bei unse­ren kana­di­schen Freun­den gehei­ra­tet haben. Das Castle gibt es zwar immer noch, hat jetzt einen neuen Besit­zer und es wer­den nur noch zwei Zim­mer ver­mie­tet. Wir über­nach­ten trotz­dem in nost­al­gi­scher Erin­ne­rung drei­mal dort. Und ver­mis­sen die alten Zei­ten und die fami­liäre Atmo­sphäre von frü­her. Kein gemein­sa­mes Früh­stück und kein nächt­li­cher Out­door-Whirl­pool mehr. Mit Sharon, Eskil, Lyn­dell und Ian machen wir übers Wochen­ende eine Winery-Tour auf den alten roman­ti­schen Stras­sen des läng­li­chen Land­strichs zwi­schen dem Oka­na­gan und dem Kala­malka Lake und essen zum Lunch eine geniale Lobs­ter-Pizza. Und natür­lich gibt es Eskil´s legen­dä­res Ori­gi­nal­früh­stück mit war­men Por­ridge und Whip­ped Cream inklu­sive zer­mantsch­ter fri­scher Him­bee­ren. Alles geht ein­mal zu Ende. Es wird wohl das letzte Tref­fen die­ser Art gewe­sen sein.

Wir machen an die­sem etwas trau­ri­gen Abend zu Zweit die Grob­pla­nung für die zweite Hälfte der Auto­tour und ver­las­sen unse­ren Hei­rats­ort früh­mor­gens wie­der in Rich­tung Rocky Moun­tains nach Nor­den. Über Kam­loops kom­men wir über die High­ways 97 und 5 zum end­lich ein­mal son­nen­über­flu­te­ten und klar sicht­ba­ren Mount Rob­son nach Jasper, wo uns eine Wärme von über 28 Grad C. erwar­tet. Bei all unse­ren Besu­chen vor­her hüllte sich der Berg immer geheim­nis­voll in die Wolken.

Allzu viel hat sich in die­sem traum­haft in den Ber­gen ein­ge­bet­te­ten Ort in der Zwi­schen­zeit nicht ver­än­dert. Ein „Must“ ist natür­lich der neue, breit aus­ge­baute Ice­field Park­ways – ein­mal run­ter und wie­der hoch mit ins­ge­samt fast 500 km an die­sem Tag mit aus­ge­wähl­ten Zie­len: Den schäu­men­den Atha­basca Falls, dem immer wei­ter abschmel­zen­den Atha­basca Gla­cier mit neuen Wegen und Park­plät­zen für die Besu­cher­men­gen und den lei­der tief­ge­fro­re­nen Bow Lake und Peyto Lake. Wir hät­ten beide so gerne in ihrem mil­chi­gen Sma­ragd­grün fotografiert.

Am 2. Tag noch eine schöne Fahrt zum schöns­ten See der gesam­ten Tour, dem Mali­gne Lake.

Mat­thias legt sich mit dem Guide eines rie­si­gen schwar­zen Rei­se­bus­ses an, der mit sei­nem über­lau­ten Die­sel­mo­tor Elche und Schwarz­bä­ren am Stra­ßen­rand ver­scheucht. Gerade als die chi­ne­si­schen Bus­in­sas­sen wie­der ein­mal durchs Fens­ter mit ihren Han­dys und iPads ver­such­ten, irgend­wel­che Bil­der zu machen. Eine ame­ri­ka­ni­sche Tou­ris­tin schreit Andrea aus schein­ba­rem Sicher­heits­ab­stand her­aus an: „This is a bear!!“ – als wüss­ten wir nicht, was das für ein Pelz­tier ist und wie man mit einem sol­chen umzu­ge­hen hat. Und ein Japa­ner rennt mit erho­be­ner Kamera die Böschung her­un­ter direkt auf einen Bären zu.

Nun ja, an die­sen Tagen haben wir wirk­lich viel Glück mit unse­rer Tier­fo­to­gra­fie: Grizz­lys, Schwarz­bä­ren, Weiß­kopf­ad­ler (im Nest hoch oben auf einem total ver­trock­ne­ten Baum), Elche, Big­horn Sheep, Enten, Rehe, kana­di­sche Gänse, eine Art „Wie­sel“, Wapiti-Hir­sche, Wölfe und jede Menge Vögel. Am Abend des letz­ten Tages in Jasper lässt Mat­thias sein Porte­mon­naie mit Allem drin ein­fach mal so auf einem Hau­fen Bana­nen in einem Super­markt lie­gen. Was ein Glück haben das die Ange­stell­ten gese­hen und es uns unver­sehrt zurück­ge­ge­ben! Eine Emp­feh­lung fürs Din­ner in Jasper ist übri­gens das Kim­chi House Korean Restau­rant (s. Reisetipps).

SCHON ÜBER 6.000 KM GEFAHREN

Wei­ter geht es in Rich­tung Osten wie­der raus aus den Rockies über Prince George und dann nach Süden über 100 Mile House (Ach­tung: Seen­land­schaft = 1 Mio. Mos­ki­tos-Gefahr !!) nach Bar­kerville, einer alten His­to­ric Town tief in den Cari­boos. „Dahooja, Weyt-kp!“, sagen die indi­ge­nen Men­schen der Cari­boos zu Neu­an­kömm­lin­gen in die­ser Gegend: „Will­kom­men, hallo Ihr Alle!“. Bar­kerville liegt näm­lich in den Gebie­ten von sie­ben First Nati­ons mit den unaus­sprech­li­chen Namen Lhtako, Nazko, Lhoos­kúz, Ulkatcho, ?Esdi­lagh, Xat´sull und Simpcw. Im Jahr 1862 ent­deckte Billy Bar­ker dort Gold am Wil­liams Creek. Diese Ent­de­ckung brachte eine Flut von Glücks­rit­tern aus der gan­zen Welt in die Wild­nis der Cari­boos. Zwi­schen 1862 und 1870 bereis­ten mehr als 100.000 Men­schen die Cari­boo Wagon Road, die auch schon als das 8. Welt­wun­der bezeich­net wurde, damals. In ihrer Blü­te­zeit war Bar­kerville die größte Stadt west­lich von Chi­cago und nörd­lich von San Fran­cisco. Heute kann man dort mehr als 125 his­to­ri­sche Gebäude und Geschäfte sowie die Ein­woh­ner in his­to­ri­schen Gewän­dern bewun­dern, die durch die Stra­ßen schlen­dern, grü­ßen und mit denen Du per­fekt plau­dern kannst. Und man kann lecker essen im Gold­rausch-Stil. Und selbst mal Gold­wa­schen pro­bie­ren und sein Glück ver­su­chen. Zu guter Letzt auch Billy Bar­ker per­sön­lich treffen .….

Der 3. Tag in Folge mit mehr als 30 Grad C.! Wir las­sen einen unse­rer Auto­rei­fen für klei­nes Geld repa­rie­ren am High­way­rand. Der Mecha­ni­ker fin­det einen Mininagel.

Von 100 Mile House fah­ren wir am ent­täu­schen­den Hells Gate vor­bei den span­nen­den Fra­ser ent­lang nach Süden, um nach Hope zu kom­men. Unter­wegs dür­fen wir in der Nähe von Cache Creek auf einem sehr gro­ßen Pri­vat­grund­stück in aller See­len­ruhe ein Weiß­kopf­ad­ler­pär­chen samt Nest aus nächs­ter Nähe foto­gra­fie­ren. Welch eine Ruhe und Gele­gen­heit, diese Tiere so erle­ben zu dürfen.

Ein paar Kilo­me­ter wei­ter ent­de­cken wir in einem Wald­ge­biet die alte, eiserne Alex­an­dra Bridge, die über den hell­brau­nen Fra­ser führt. Ein klei­ner Geheimtipp!

In Hope ange­kom­men stat­ten wir dem Coqui­halla Can­yon Pro­vin­cial Park einen abend­li­chen Besuch ab. Vier ehe­ma­lige, stock­dunkle Eisen­bahn­tun­nel in den har­ten Fels gehauen, durch­schrei­ten wir und als Beglei­ter dane­ben immer ein hell­grün schäu­men­der Fluss in einem hypers­tei­len Can­yon. Hier ist es mehr als schön.

Am nächs­ten Tag Wech­sel vom Fest­land auf Van­cou­ver Island per Fähre ab Hor­seshoe Bay (Van­cou­ver Nord) nach Nanaimo. Welch eine per­fekte Abwick­lungs­or­ga­ni­sa­tion der vie­len Autos! Wir fah­ren ein Stück­chen nach Nor­den und bie­gen dann links in west­li­cher Rich­tung ab. Dort müs­sen wir natür­lich noch ein­mal die uralten Baum­rie­sen bei Cathe­dral Grove sehen und las­sen dabei 1,5 Stun­den lang unsere Auto­tür unbe­ob­ach­tet offen ste­hen ohne es zu bemer­ken! Aber als wir zurück­kom­men, ist alles noch da.

Wir über­nach­ten im über­ra­schend hüb­schen Port Alberni, einem wohl sehr bekann­ten Sport­fi­scher­ort, essen sehr leckere Fish & Chips im „Bare Bones“ (s. Rei­se­tipps) und ver­su­chen uns trotz eines gleis­sen­den Schein­wer­fer­lichts an einem Zeit­raf­fer­vi­deo des Nachts von einer rau­chen­den Papier­fa­brik am Fluss­ufer des Somass River.

Wei­ter am nächs­ten Tag nach Wes­ten bis hin zum Pazi­fik mit sei­nen Städt­chen Tofino und Ucluelet.

Foto­gra­fisch gese­hen ist die­ses First Nati­ons-Land mit sei­nen wun­der­schö­nen, sturmum­tos­ten wil­den Strän­den und Insel­chen – zu die­ser Zeit – für uns aber nicht das Gelbe vom Ei. Über Comox im Osten der Insel und dann gen Süden sehen wir doch noch ein­mal das berühmte Che­mai­nus mit sei­nen Wand­ma­le­reien. Es sind sehr viele dazu­ge­kom­men seit unse­rem letz­ten Besuch hier. Wir essen das beste Spei­se­eis von Van­cou­ver Island bei bes­tem Wetter.

Woher hat das im Jahr 1858 gegrün­dete Che­mai­nus eigent­lich sei­nen Namen? Er kommt von „Tsa-meeun-is“ (Bro­ken Chest), einem legen­dä­ren Scha­ma­nen und Pro­phe­ten, der eine mas­sive Ver­wun­dung in sei­ner Brust über­lebte, um dann ein mäch­ti­ger Häupt­ling zu wer­den. Sein Volk über­nahm sei­nen Namen zur Iden­ti­fi­ka­tion ihres Stam­mes. Die ers­ten der gro­ßen Wand­ge­mälde, für die das Städt­chen dann berühmt wurde, wur­den im Jahr 1982 fer­tig­ge­stellt. In der Zwi­schen­zeit gibt in die­sem klei­nen Ort auf Van­cou­ver Island über 70 ver­schie­dene davon zu sehen, die sich alle mit der Geschichte, der Ansied­lung, dem Leben und der Forst­wirt­schaft der First Nati­ons beschäftigen.

An der Küste ent­lang nut­zen wir den alten High­way 19A, bis er kurz vor Nanaimo lei­der endet und errei­chen abends Vic­to­ria, die schöne Stadt im Süden. Dort ste­hen natür­lich der traum­haft belebte Hafen, eine neue hoch­klapp­bare Auto­brü­cke, Fisherman´s Wharf, das Empress Hotel und eine Art Geis­ter­haus (Crai­gdar­roch Castle) auf dem Besuchs- und Foto­pro­gramm. Wir blei­ben drei Tage in die­ser Stadt, die uns so gut gefällt.

Bei einem Aus­flug über den High­way 14 nach Nord­wes­ten an der rau­hen Pazi­fik­küste fah­ren wir über Sooke bis fast nach Port Ren­frew, um nach vie­len Mühen end­lich den gesuch­ten Fairy Lake mit­ten in den Wäl­dern zu fin­den. Dort tref­fen wir auf einer Art Cam­ping­platz Diane, die hier als ehe­ma­lige Post­bus­fah­re­rin in einem Cam­per wohnt. Umge­ben von zig Koli­bris, blauen Vögeln („Blue Steller´s“ oder auf deutsch Dia­dem­hä­her) und Honey Whisky erzählt sie uns ihre Geschichte. Wir hören ihr gerne zu und bre­chen dann zu unse­rem eigent­li­chen Ziel, dem „Lonely Tree on the Lake“ auf. Im Regen macht Andrea von ihm super Fotos.

Wir über­nach­ten schließ­lich in Rich­mond nahe am Van­cou­ver Air­port mit einem Ein­woh­ner­an­teil von über 66 % Chi­ne­sen. Am Spät­nach­mit­tag trin­ken wir fri­schen, selbst gerös­te­ten Kaffe im „Viva Java“, einem super­win­zi­gen Cof­fee Shop, des­sen viel reden­der Besit­zer Arturo aus­sieht und spricht wie der bekannte Hol­ly­wood-Schau­spie­ler Jean Reno in frü­he­ren Zei­ten. Gast ist auch Jeff aus Kanada, der den Boden­see, dort Fisch­bach (Fried­richs­ha­fen) kennt und gerne „Schwä­bisch“ isst.

DER GREAT BEAR RAINFOREST

Der Grosse Bären-Regen­wald. 9 Tage und 8 Nächte lang. Es gibt wirk­lich viel zu erzäh­len von und über diese/r Schiffs­reise. Nicht so ein­fach, sich dabei eini­ger­ma­ßen kurz zu fas­sen. Und eines noch gleich zu Anfang: Wir haben ver­spro­chen, nicht zu ver­ra­ten, in wel­chen Buch­ten und Inlets wir genau waren, um die Pflan­zen- und vor allem die Tier­welt dort ein wenig zu schüt­zen vor dem Unbil­len mas­sen­tou­ris­ti­scher Initia­ti­ven. Also ver­wen­den wir statt­des­sen keine Namen. Mit der Bitte um Verständnis.

Nach­dem wir das 18 Insas­sen fas­sende Flug­zeug der Paci­fic Coas­tal Air­lines von Van­cou­ver über Port Hardy auf Van­cou­ver Island kom­mend in Bella Bella auf Camp­bell Island ver­las­sen hat­ten, wer­den wir mit einem klapp­ri­gen, wei­ßen Van in 10 min. und für 20 CAD zum ört­li­chen Pier gebracht, um von dort das (kos­ten­lose) Was­ser­taxi nach She­ar­wa­ter zu errei­chen – zu einer Mini-Bucht mit ein paar Gebäu­den, Geschäf­ten, einer Fabrik und einem ält­li­chen „Hotel“ auf einer der 1.000 mega-klei­nen Inseln irgendwo an der Pazi­fik­küste des nord­west­li­chen Kanadas.

Unsere Tour wird am Dock in She­ar­wa­ter begin­nen. Wir sehen zum 1. Mal die auf Hoch­glanz gebrachte „Great Bear II“ am Kai lie­gen. Viel grö­ßer als jemals ange­nom­men. Ein 17 m lan­ger „Hat­te­ras Long Range Crui­ser“, eine welt­weit bekannte Motor­yacht im „Traw­ler-Stil“, die ent­wor­fen wurde, um jeden Ozean zu überqueren.

Unsere Crew steht auch schon da: Es sind Eric (der Cap­tain), Cindy (die Chef­kö­chin) und Mar­jan (die gute dritte Hilfe). Der Mund bleibt ein wenig offen ste­hen, als wir erfah­ren, dass wir ganz alleine mit den Dreien die Tour machen wer­den. Lei­der musste ein Ehe­paar sehr kurz­fris­tig absa­gen. An Bord gibt es sogar einen Bio-Kräu­ter­gar­ten und ess­bare Blu­men. Ein eige­nes Bad mit Dusche, zwei Schlauch­boote, eine Meer­was­ser­auf­be­rei­tungs­an­lage. Also: Welch ein Luxus steht uns da bevor!!

Bevor es rich­tig los­geht, tref­fen wir noch Harry und Sally, ein orts­ge­treues Weiß­kopf­ad­ler­paar am Hafen, wel­ches Andrea natür­lich sofort in pro­fes­sio­nel­ler Art und Weise ablichtet.

Fri­sche Cala­mari und Cae­sars Salad mit Lachs und Rot­wein run­den den Abend dann ab. Am nächs­ten, etwas ver­reg­ne­ten Tag fah­ren wir durch den Queen Char­lotte Sound nach Nor­den, um her­aus­zu­fin­den, warum diese Region als „The Great Bear Rain­fo­rest“ bekannt ist: In die abge­le­gens­ten und spek­ta­ku­lärs­ten Gegen­den von B.C. Zu atem­be­rau­ben­den Land­schaf­ten, einer beein­dru­cken­den Tier­welt, zu den Fjor­den und Gezei­ten­ka­nä­len mit knall­grü­nem, hohem Gras und Wild­blu­men bewach­se­nen Fluss­mün­dun­gen. Die Berg­gip­fel der Coas­tal Range sind zu die­ser Zeit immer noch mit Schnee bedeckt und bil­den einen schö­nen Kon­trast zum azur­blauen Him­mel. Polierte Gra­nit­wände ragen Tau­sende von Metern aus dem Meer her­aus und sind zu die­ser Jah­res­zeit mit rau­schen­den Was­ser­fäl­len über­sät, die schein­bar vom Him­mel fallen.

Wir wol­len große Grizz­lys erle­ben, die gerade aus dem Win­ter­schlaf erwacht sind und in diese Inlets kom­men, um sich an eiweiß­rei­chem Sedge-Gras und Lachs­bee­ren zu erfreuen. Und wir wer­den hof­fent­lich Buckel­wale, Orcas, See­lö­wen, See­ot­ter und andere Mee­res­säu­ger beob­ach­ten. Und immer brav die Küs­ten­li­nien nach schwar­zen oder brau­nen Bären, Rehen, Hir­schen und Wöl­fen absuchen.

Unsere Crew sagt uns, weil die Tro­phä­en­jagd auf diese füh­len­den Bären-Wesen in jenen Buch­ten end­lich been­det ist, wird deren Anblick unser Herz berüh­ren. Wir wür­den bald sehen, warum Geschich­ten, die wir über die Grau­sam­keit von Grizz­lies gehört haben, ein­fach nur Geschich­ten sind, die weit von der Rea­li­tät ent­fernt sind. Obwohl diese Bären ein­deu­tig wilde Tiere sind und mit Respekt behan­delt wer­den müs­sen, unter­schei­den sie sich weit von den Mons­tern, die Jäger uns glau­ben machen wollten.

Eric ist Bären­fin­der, staat­lich geprüf­ter Bären­füh­rer und ein Natur­schüt­zer mit einem sehr gro­ßen Herz für die Tiere und die Natur hier. Durch seine um- und vor­sich­tige Art, mit die­sem Schiff umzu­ge­hen, ermög­licht es uns, die natür­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen der Tier­welt zu genie­ßen, ohne dabei das Land und die Tiere, die wir sehen, nach­hal­tig zu stö­ren oder zu beein­träch­ti­gen. Wäh­rend einige Kreuz­fahrt­schiffe eine sehr fest­ge­legte Rei­se­route haben, bevor­zugt er es, anpas­sungs­fä­hi­ger zu sein. Wenn die Natur den bes­ten Weg kreuzt, so sagt uns Eric, wol­len wir anhal­ten kön­nen, so lange wir wol­len, und diese lebens­ver­än­dern­den Momente genie­ßen kön­nen. Und genauso pas­siert es dann auch in den nächs­ten Tagen.

Der erste See­ot­ter ist gesich­tet. Er sieht lus­tig aus, da man nur einen klei­nen sil­ber­nen Kopf sieht mit zwei gro­ßen Augen. Wir foto­gra­fie­ren bunte See­sterne am Ufer und See­ane­mo­nen. Ein schi­cker Okto­pus ist lei­der zu schnell für Andrea´s Kamera. Trotz schlech­ten Wet­ters besu­chen wir auf einer Insel den Ort Klemtu und das Big House der First Nati­ons. Vern, der Chief of the Vil­lage, erzählt uns eine lange, span­nende „Story“ von die­sem gro­ßen höl­zer­nen Haus, vier Män­nern in Kanus und Equinox, einem Unter­was­ser-Häupt­ling und Super-Hero. Auch am 3. Tag schüt­tet es aus Eimern, aber der Wet­ter­be­richt gelobt Bes­se­rung ab mor­gen Mit­tag. Wir war­ten auf die Sonne. Fri­sche Erd­bee­ren, Pan­ca­kes und Schlag­sahne zum Früh­stück hel­fen uns über das War­ten hinweg.

Das Wet­ter wird tat­säch­lich bes­ser, wir sehen etwas Sonne. Wir ankern am Ende eines Inlets und beob­ach­ten am „grü­nen Strand“ die ers­ten drei Grizz­lys, die dort in aller Ruhe rie­sige Men­gen Muscheln fressen.

Spä­ter neh­men eine Bären­mut­ter mit ihren drei „Cubs“ vor einem männ­li­chen Exem­plar Reiß­aus. Über­all gibt es wahn­sin­nig schöne, rau­schende Was­ser­fälle und traum­hafte Was­ser­re­fle­xio­nen der Land­schaf­ten und des Him­mels in allen Farben.

Heute errei­chen wir der Crew liebs­tes Inlet. Als wir die letzte Ecke die­ser lan­gen Bucht umrun­den, wis­sen wir sofort, dass dies ein Zuhause sein sollte, von dem Grizzly-Bären träu­men. Und wir haben wir hier dann die wun­der­barste Erfah­rung mit sol­chen Lebe­we­sen gemacht. Mit einer Grizzly-Mut­ter und ihren drei Jun­gen. Sie fres­sen seit drei Stun­den schon das hohe grüne Gras am Ufer und wir sit­zen trotz auf­kom­men­der Ebbe regungs­los und still davor in unse­rem Schlauch­boot. Offen­sicht­lich über­kommt sie der Durst und sie trin­ken etwas vom Süß­was­ser der Bucht. Vor unse­rer Nase mar­schiert Mut­ter Bär anschlie­ßend auf die sich inzwi­schen gebil­dete Sand­bank und hin­ter ihr her im Gän­se­marsch ihre Jun­gen. Plötz­lich bleibt sie ste­hen und die drei Cubs umrin­gen sie als woll­ten sie gemein­sam etwas bespre­chen. Und da geschieht es: Die rie­sige Mut­ter lässt sich auf ihren Rücken fal­len und beginnt die drei Bären­jun­gen zu säu­gen. Lie­be­voll umfasst sie sie mit ihren Bärenpranken.

Die klei­nen Bären­schnau­zen sind ganz weiß von der Milch. Was für ein Anblick! Uns Fün­fen rol­len die Trä­nen im Gesicht her­un­ter. Wir sind total gerührt und kön­nen es kaum fas­sen. Danke dem Him­mel, das wir das ein­mal sehen und erle­ben dür­fen. Andrea macht die Fotos ihres Lebens!

Eine andere Bucht mit einer sehr gro­ßen und weit­läu­fi­gen Mün­dung, Schnee­ber­gen und mit Nebel bedeck­tem Regen­wald bie­tet uns eine der bes­ten Krab­ben­ar­ten. Andrea und Eric gehen Krab­ben fan­gen. Also ist ein abend­li­ches Krab­ben­fest an Bord voll in Ord­nung, oder?! Die Hälfte der gefan­ge­nen Krab­bel­tiere wird wie­der frei­ge­las­sen da zu klein. Die ande­ren schme­cken extrem lecker. Es ist lus­tig, in unse­rem „Dreh­re­stau­rant“ zu spei­sen, weil sich das Boot in der Flut vor Anker oder wäh­rend des Tages im Halb- oder Drei­vier­tel­kreis dreht.

Wäh­rend des letz­ten Teils der Schiffs­tour rei­sen wir durch ein Gebiet, von dem bekannt ist, dass es ein wich­ti­ger Lebens­raum für Hump­backs ist. Um diese Jah­res­zeit ernäh­ren sich diese Buckel­wale nach ihrer lan­gen Rück­wan­de­rung aus Hawaii von Hering und Krill. Und dann sehen wir end­lich die ers­ten Buckel­wale, die bis zu 18 km/h schnell schwim­men kön­nen. Andrea erwischt sie in dem Moment, wo sie abtau­chen und ihre wun­der­bare Schwanz­flosse zei­gen. Ein Traum, dass wir dies hier in gröss­ter Ruhe und Ein­sam­keit erle­ben dür­fen. Spä­ter iden­ti­fi­zie­ren Cindy und Eric die­sen Wal tat­säch­lich anhand eines dicken Buches mit Hun­der­ten von Schwanz­flos­sen­fo­tos die­ser Region. Er heißt „Teeth“.

Wen wir wohl lei­der nicht sehen dür­fen auf die­ser Reise, sind die tol­len schwarz­wei­ßen Orcas und ihre wahn­wit­zi­gen Sprünge aus dem Was­ser. Sie wol­len ein­fach nicht erschei­nen. Ok, dann eben das nächste Mal. Aber als Ersatz für sie immer­hin kleine Dall’s Por­poi­ses und Paci­fic White Sided Dol­phins, die oft auf der Bug­welle unse­res Schif­fes spie­len. Wie­der eine Her­aus­for­de­rung für die Fotografin!

Der vor­letzte Tag bricht bei tota­ler Wind­stille und Sonne an. Alles ist ruhig drau­ßen. Das Was­ser ist spie­gel­glatt. Man kann mei­len­weit sehen. Eric ent­deckt in der Ferne drei Wale und als wir hin­fah­ren, sind sie wie vom Erd­bo­den bes­ser vom Was­ser ver­schwun­den. Keine wei­te­ren Wale wer­den gesich­tet. Wir sind ein wenig frus­triert. Noch ein­mal wird Eric getäuscht von den rie­si­gen Mee­res­säu­gern. 100 m vor dem Schiff taucht ein gro­ßer Wal auf. Unglaub­lich nahe! Alle lau­fen aufs Deck, um ihn zu foto­gra­fie­ren. Er ver­schwin­det im Nichts. Wie schade! Der Tag geht zu Ende. Ein letz­tes Din­ner. Es regnet.

Das Thema Tier­schutz beschäf­tigt uns die gesamte Schiffs­reise hin­durch. Wie rück­sichts­los Men­schen sein kön­nen, erle­ben wir lei­der auch hier wie­der. Eine wirk­lich sehr große Motor­yacht (im Wert von 15 Mill. Euro) mit Namen „815 – Sherpa“ ankert in der­sel­ben Roman­tik­bucht wie wir. Deren Pas­sa­giere haben tat­säch­lich nichts Bes­se­res zu tun, als mit ihren Zodiaks durch die klei­nen Fluss­läufe zu rasen, um sich an den vor Angst ins Was­ser sprin­gen­den Bären­müt­tern und weg­lau­fen­den Bären­kin­der zu erfreuen. Was sind das nur für Idio­ten! Eric ist total erbost und fährt mehr­fach zum Schutz der Tiere im eige­nen Schlauch­boot hin­ter­her, um sie zur Rede zu stel­len. Cindy infor­miert indes die B.C. Park Ran­gers und die sog. „Watch­men“, die dann lei­der nicht vor Ort kom­men. Die Watch­men pas­sen im Great Bear Rain­fo­rest an vie­len Stel­len dar­auf auf, dass die Besu­cher, Tou­ris­ten, Foto­gra­fen und Fischer nicht gegen die Schutz­re­geln ver­stos­sen. Die aller­meis­ten Gewäs­ser und Inlets sind First Nati­ons-Gebiet. Lei­der haben sie keine Mög­lich­keit, Stra­fen zu ver­hän­gen, son­dern nur Ver­war­nun­gen. Lei­der sind sie nur „zahn­lose Tiger“! Eine Unter­hal­tung per Bord­funk lehnt der Kapi­tän der 815 Sherpa ein­fach ab. Abends machen sie dann in der ansons­ten undurch­dring­li­chen Stille der Bucht auch noch außen an Bord „Big Party“. Es ist echt unfass­bar! Geld scheint alles zu gestat­ten auf die­sem Pla­ne­ten! Und dann wun­dern wir uns, wenn beim nächs­ten Besuch hier die Ein­fahrt in das Inlet für immer gesperrt ist.

Die echt ein­ma­lige Schiffs­reise endet schließ­lich in Prince Rupert. Wir gehen dank­bar und sehr glück­lich. Wir gehen, noch ganz benom­men, schwan­ken­den Schrit­tes von Bord.

Am nächs­ten Tag zurück mit dem Flie­ger nach Van­cou­ver und von dort wei­ter nach Frank­furt und Fried­richs­ha­fen in Deutsch­land. Unsere West­ka­nada-Revi­val­tour 2019 ist zu Ende.

PS.: Wir dan­ken Trish und Eric Boyum von Ocean Adven­tures für diese fan­tas­ti­sche Zeit auf ihrem wun­der­schö­nen Boot (https://www.oceanadventures.bc.ca/).

PPS.:  Und wir dan­ken Cindy Lewis, die uns als Chef­kö­chin auf unse­rer Boots­tour durch den great Bear Rain­fo­rest so lie­be­voll beglei­tet hat, für ihre Erlaub­nis, zwei ihrer wun­der­vol­len Fotos des „Spi­rit Bear“ hier in unse­rem Rei­se­b­log ver­öf­fent­li­chen zu dür­fen. Lei­der haben wir die­sen wei­ßen Rie­sen nicht gesehen .….

UNSERE TOUR IN DER ÜBERSICHT

Gereist sind wir vom 15. Mai bis 18. Juni 2019. In 5 Wochen 6 mal geflo­gen, fast 8.000 km mit dem Auto und 4 mal mit einer Schiffs­fähre gefah­ren, 9 Tage lang durch die Fjorde, Chan­nels und Inlets des Great Bear Rain­fo­rests leise mit dem Boot getu­ckert. Und das alles nur in den Pro­vin­zen Bri­tish Colum­bia und Alberta Westkanadas.

Und hier die wich­tigs­ten „Sta­tio­nen“ in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge im Über­blick: Fried­richs­ha­fen, Frank­furt, Van­cou­ver, Oso­yoos, Kelowna, Nel­son, Cres­ton, Crows­nest, Water­ton Lakes Natio­nal Park, Cran­brook, Gol­den, Radium Hot Springs, Vista Lake, Banff, Lake Moraine, Lake Louise, Revels­toke, Ver­non, Oka­na­gan Lake, Kam­loops, Mt. Rob­son, Jasper, Mali­gne Lake, Ice­field Park­ways, Atha­basca Falls & Gla­cier, Prince George, Bar­kerville, 100 Mile House, Hope, Nanaimo, Port Alberni, Tofino, Uclu­e­let, Comox, Sooke, Fairy Lake, Che­mai­nus, Vic­to­ria, Van­cou­ver, Bella Bella, She­ar­wa­ter, Great Bear Rain­fo­rest, Prince Rupert, Van­cou­ver, Frank­furt, Friedrichshafen.

EPILOG:  WIE KANADA SICH (NICHT) VERÄNDERT HAT

  • - Das Leben, das Ver­hal­ten und die all­ge­meine „Kul­tur“ sind sehr beein­flusst von der USA
  • - Es exis­tie­ren immer noch die­sel­ben 5 Salat­sau­cen im Restau­rant­an­ge­bot wie vor 20 Jahren
  • - Ein kos­ten­güns­ti­ges Leben in Kanada ist etwas Anderes
  • - Über­all wird kos­ten­lo­ses Wifi angeboten
  • - Das Ben­zin kos­tet durch­schnitt­lich 1,45 CAD = 1 Euro
  • - Es fährt eine unfass­bar große Anzahl von Autos, ins­be­son­dere von Camp­mo­bi­len durch das Land und die Städte
  • - Unsere asia­ti­schen, nicht immer so sehr rück­sichts­vol­len Mit­men­schen sind ein­fach überall
  • - Ohne rie­sige Wer­be­ta­feln wäre es ein ande­res Land
  • - Es gibt wirk­lich nicht wenige, hilfs­be­reite und freund­li­che Kanadier/innen
  • - Viele Micro-Bier­braue­reien sind auf dem Land und in den Städ­ten ent­stan­den: Lecker!

EIN PAAR REISETIPPS

Nr. 1: Für uns die schöns­ten Loca­ti­ons der Reise sind der ein­ma­lige Mali­gne Lake in der Nähe von Jasper, die gewal­ti­gen Atha­basca Falls in den Rockies, der ruhige Fairy Lake mit dem berühm­ten „Lonely Tree“, die ehe­ma­li­gen Eisen­bahn­tun­nels und der mit­reis­sende Can­yon im Coqui­halla Can­yon Pro­vin­cial Park in Hope, das roman­ti­sche Revels­toke am Colum­bia River und Port Alberni, das Fischer­pa­ra­dies auf Van­cou­ver Island.

Nr. 2: Beson­ders gefal­len und geschmeckt hat es uns im Restau­rant „Eleven22“ in Gol­den, https://www.eleven22restaurant.com/,

im Restau­rant & Pub „The Black Fin“ in Comox, https://blackfinpub.com/,

im Sushi-Restau­rant „Ebizo“ in Vic­to­ria, 604 Broughton Street,

im „Kim­chi House Korean Restau­rant“ in Jasper, 407 Patri­cia Street, http://kimchihousejasper.com/,

im „Iron Horse Pub“ am High­way 24 in Lone Butte (nahe bei 100 Mile House) ein­sam und mit­ten im Wald der Cari­boo Moun­tains gele­gen, https://www.facebook.com/caribooironhorse/

und im Restau­rant „Bare Bones Fish & Chips“ in Port Alberni, 4824 Johns­ton Road.

Nr. 3: Bes­tens geruht haben wir im traum­haf­ten B&B „Le Beau­soleil“ in Gol­den, https://www.lebeausoleilbandb.com/,

im wun­der­ba­ren „Cedar Wood Lodge B&B“ in Port Alberni, https://cedarwood.bc.ca/

und im alt­ehr­wür­di­gen Antik-Hotel „The Hume“ in Nel­son, https://www.humehotel.com/.

 

 

Cate­go­riesKanada
  1. Axel Baberschke says:

    Vie­len Dank für die kurz­wei­lige Unter­hal­tung, wel­che mir Eure sehr per­sön­lich geschrie­be­nen Rei­se­re­por­tage bot. Ich konnte rich­tig mit­füh­len, wenn die Regen­wol­ken mal wie­der die gran­diose Land­schaft ver­deck­ten und die Glet­scher­seen statt tür­kis zu leuch­ten noch gefro­ren waren. Ich spürte und teilte Eure innige Freude wenn der Mount Rob­son nach vie­len Anläu­fen end­lich in der Sonne erstrahlte. Die Erhö­hung Eures Pul­ses beim Anblick der Grizz­lys war genauso authen­tisch umschrie­ben wie der Blut­druck von 200 wenn diese magi­sche Momente von Voll­idio­ten gestört werden.
    Ich hatte Anfang der 90ziger auf dem hei­li­gen Uluru in Aus­tra­lien ein ähn­li­ches Erleb­nis. Da hatte doch so eine Meute nichts Bes­se­res zu tun als ein Lager­feuer zu machen, Gitarre zu spie­len und Par­ty­lie­der zu sin­gen. Zum Glück war das mein ein­zi­ges Erleb­nis die­ses offen­sicht­lich respekt­lo­sen Ver­hal­ten gegen­über Urein­woh­nern, Flora und Fauna. Ich freue mich schon auf Eure Live Repor­tage, wel­che ja hof­fent­lich noch fol­gen wird.

    1. Lie­ber Axel,
      ganz herz­li­chen Dank für Deine tol­len Worte. Die tun rich­tig gut und haben uns sehr gefreut. Man sieht, Du warst auch schon ein­mal dort und hast ähn­li­che Emo­tio­nen gefühlt und erlebt. West­ka­nada ist immer wie­der eine tolle Region zum Erkun­den und Fotografieren.
      Und ja – wir haben vor eini­gen Tagen begon­nen, eine Idee und ein ers­tes Kon­zept für unsere nächste Mul­ti­vi­si­ons­show und Live-Repor­tage über genau diese unsere Reise zu erar­bei­ten. Da dies jedoch immer viel Zeit braucht, damit es wirk­lich gut wird, rech­nen wir mit einer Pre­mière aber nicht vor Herbst 2020. Aber das ist ja nicht so schlimm, oder?! Du kannst Dich jeden­falls schon heute drauf freuen. Wir wol­len die­ses Mal Struk­tur, Auf­bau und Aus­se­hen kom­plett ändern und eine neue Art Prä­sen­ta­tion – zumin­dest was unsere bis­he­ri­gen Filme von Spicy Art­works angeht – zusammenbauen.
      Also bis bald dann. Wir blei­ben in Kontakt.
      Liebe Grüße vom Boden­see von Andrea & Matthias

  2. Roman Foller says:

    Ziem­lich über­heb­lich, sich als Tier­freund und Natur­schüt­zer dar­zu­stel­len und andere, die im Prin­zip das glei­che tun, zur Rede stel­len zu wol­len. Besuchte Orte nicht zu ver­ra­ten, damit andere die­sen nicht besu­chen. Warum? Andere machen alles kaputt aber ihr zwei nicht? Wenn ihr wirk­lich etwas für den Pla­ne­ten und die Men­schen übrig habt, dann gebt doch posi­ti­ven Input! Z. B. in Form von Ver­hal­tens­re­geln, wel­che eigent­lich in jeder Kin­der­stube gelehrt wer­den sollte. Die gol­dene Regel ist dafür völ­lig ausreichend.
    8000 km und meh­rere Flüge in die­ser kur­zen Zeit, was sagt euch das??
    Schöne Fotos, keine Frage!!
    Es muss uns aber bewusst sein, dass diese ein gro­ßes Stück unse­rer Welt zer­stört haben und wei­ter zer­stö­ren werden.
    Alles Gute.
    R.

    1. Lie­ber Roman,
      danke zunächst ein­mal für dein spon­ta­nes Feed­back zu unse­rem neu­es­ten Rei­se­b­log­bei­trag hier bei Reisedepeschen.de

      Wir möch­ten zu Dei­nen Wor­ten gerne Stel­lung nehmen: 

      Wir sind über­zeugte Tier­freunde und Natur­schüt­zer und haben des­halb auch die­ses Thema im Rah­men unse­rer West­ka­na­d­a­tour auf­ge­grif­fen. Was wir im Great Bear Rain­fo­rest mit den sog. „Ande­ren“ erlebt haben, die wir dort zur Rede stel­len woll­ten, hat wirk­lich dem Faß den Boden aus­ge­schla­gen. So etwas geht ein­fach nicht. Sie sind mit ihren Schnell­boo­ten durch die Fluss­arme gerast und haben Bären – ob Jung oder Alt – dazu ver­an­lasst, vor Angst weg­zu­ren­nen oder ins Was­ser zu sprin­gen. Das war echt übel! Die haben also „nicht das Glei­che“ wie wir getan (ruhig im Schlauch­boot geses­sen und stun­den­lang mit wei­tem Abstand beob­ach­tet und foto­gra­fiert), son­dern das Gegen­teil. Und dies hat sehr viel mit Tier­schutz zu tun. 

      Dass wir die ein­zel­nen Buch­ten und Inlets die­ses Gebiets nicht ein­zeln nament­lich in die Welt hin­aus­po­sau­nen, ist doch nur allzu ver­ständ­lich. Wenn dort dann ent­we­der der Mas­sen­tou­ris­mus oder die Mil­lio­närs­schiffe (wie gerade erlebt) auf­tau­chen, ist es vor­bei mit den Bären und der Natur dort. Darum geht es. Die Bären­schüt­zer, die mit Herz­blut und Über­zeu­gung ihre Tou­ren machen und auf alles ach­ten, und mit denen wir zusam­men waren auf dem Boot, sind eng liiert in die­sem Thema mit den ansäs­si­gen First Nati­ons People. Und sie unter­neh­men nur Boots­tou­ren durch die Gewäs­ser des Regen­wal­des, in dem sie den Lebens­raum der Tiere – ins­be­son­dere der Bären – voll respek­tie­ren und nicht durch laute Schiffe oder Men­schen nach­hal­tig stö­ren. Pro­biere es doch ein­fach mal selbst aus und wende Dich an Eric und Trish Boyum von „Ocean Adven­tures“ in Nord­west­ka­nada, mit denen wir unter­wegs waren. Die Inter­net­adresse fin­dest Du in unse­rem Blog­text am Ende. Dann wirst auch Du es verstehen. 

      Das sind dann übri­gens „posi­tive Ver­hal­tens­re­geln“, stimmts?! 

      Wir schrei­ben Rei­se­b­logs wie Du ja weisst. Und zum Rei­sen gehört nun mal Flie­gen, Auto­fah­ren u.ä. mit dazu. Das dies nicht durch­gän­gig und immer umwelt­freund­lich ist, vor Allem, wenn man es damit über­treibt, wis­sen auch wir. Unsere Welt wird jedoch durch andere, viel schlim­mere Dinge in Mit­lei­den­schaft gezo­gen als durch eine 5wöchige Foto­tour durch B.C. in Kanada.….. 

      Viel­leicht hel­fen Dir ja unsere Worte hier, das Ganze nun ein wenig bes­ser zu verstehen. 

      Herz­li­che Grüße vom Boden­see – Andrea und Matthias

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