Denk ich an Indien, dann denke ich an …

Kühe. Ich komme ein­fach nicht umhin, sie als ers­tes zu erwäh­nen. Natür­lich kannte ich die Bil­der aus Indien, ich wusste, dass die Tiere dort hei­lig und all­ge­gen­wär­tig sind. Und doch hat es mich vor Ort umge­hauen, wie selbst­ver­ständ­lich sie Teil allen öffent­li­chen Lebens sind.

Indien: Heilig ist die Kuh

Kühe also. Fette Kühe, klapp­rige Kühe. Ein­zeln und in der Herde, ange­bun­den und frei, quer auf der Fahr­bahn lie­gend, längs am Mit­tel­strei­fen ste­hend. Es kommt vor, dass man sie in schma­len Gas­sen sachte am Hin­tern zur Seite schie­ben muss. Und sich fragt: Wie zur Hölle ist die Kuh dort hin­ge­kom­men, die steile Treppe hoch zum Tem­pel oder auf die­sen Bal­kon?

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Über­haupt: das Neben­ein­an­der von Mensch und Tier. So selbst­ver­ständ­lich wie Kühe leben Was­ser­büf­fel, Affen, Wild­schweine, Zie­gen und Hunde in den Städ­ten. Und auch sie nimmt man bes­ser als Ver­kehrs­teil­neh­mer ernst.

Verkehr in Indien: abenteuerlich

Alles, was man sonst über den Ver­kehr in Indien hört, ist wahr.

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Halb­fer­tige Geis­ter­häu­ser am Stra­ßen­rand, von denen viele zwar Wände und Stock­werke, aber weder Dächer noch Fas­sa­den haben. Sich anein­an­der­rei­hende Ver­kaufs­bu­den, in denen haar­ge­nau die glei­chen Chips und Süßig­kei­ten hän­gen. Grell­bunte Shiva-Plas­tik­pup­pen unter klei­nen Zelt­pa­vil­lons alle paar Kilo­me­ter. Mit blin­ken­den Lich­ter­ket­ten zuge­hängte Tem­pel und über­steu­erte Hin­d­uge­sänge, die nebenan aus den Boxen quel­len.

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Unver­gleich­li­che Momente am Gan­ges in Vara­nasi. Die öffent­li­chen Toten­ver­bren­nun­gen am Manikar­nika Ghat, die mir kur­zer­hand die Spra­che ver­schlu­gen. Ganga Aarti, das all­abend­li­che reli­giöse Ritual am Ufer des hei­li­gen Flus­ses mit Feuer und Rauch, Trom­meln und Gesang.

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Das Leben spielt sich in Indien auf der Straße ab

Die Gewiss­heit, dass auf jeder Ver­kehrs­in­sel jemand liegt oder sitzt, und ist dort noch so wenig Platz.

Kin­der, die sich auf der Straße erleich­tern. (Erst kürz­lich habe ich gele­sen: Im länd­li­chen Raum haben mehr als 65 Pro­zent der Bevöl­ke­rung keine Toi­lette und der Groß­teil der Inder möchte auch keine, aus Angst, ihr Zuhause würde durch sie ver­un­rei­nigt.)

Müll. Unmen­gen von Müll. An Hän­gen, in Grä­ben, in knie­ho­hen Hau­fen im Stadt­zen­trum, in denen Kühe oder Wild­schweine nach Nah­rung wüh­len.

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Das Taj Mahal. Genauer: der Moment, in dem man sich – obwohl ein­ge­quetscht und schrill von Ord­nungs­hü­tern ange­pfif­fen – ehr­fürch­tig durch das berühmte Ein­gangs­tor schiebt, das den Pracht­bau ein­rahmt.

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Das ist, was ich zuerst erzähle, wenn jemand „Wie war Indien?“ fragt. Das sind die Ein­drü­cke, die blei­ben. Für jeden ein­zel­nen bin ich zutiefst dank­bar.


Vie­len Dank an Incredi­ble India für die Ein­la­dung nach Indien.

Cate­go­riesIndien
Susanne Helmer

Journalistin aus Hamburg, die es immer wieder in die Welt hinauszieht. Gern auch für etwas länger. Am Ende jeder Reise stand bislang immer dasselbe Fazit: Kaum etwas im Leben euphorisiert und bereichert sie so sehr wie das Anderswosein. Und: Reisen verändert.

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