Seit mehr als 5 Jah­ren bin ich auf Lang­zeit­reise. Hier sind meine 36 bes­ten Tipps für Deine Welt­reise als Back­pa­cker und Individualreisender.

Reise-Planung

1. Rechne damit, dass alles schief läuft

… und sei glück­lich wenn es doch klappt. Eine Indi­di­vi­du­al­reise hält sich oft nicht an einen Plan und es gibt nie­man­den bei dem Du Dich beschwe­ren kannst. 

Selbst wenn Du einen Ver­ant­wort­li­chen fin­dest für die Ver­spä­tung oder die schlechte Qua­li­tät: Auf­re­gen bringt gar nichts. Du kannst nichts daran ändern, also rege Dich nicht unnö­tig auf.

Tipp: Lerne auf Rei­sen was Gelas­sen­heit bedeutet.

2. Plane so wenig wie möglich

Wir sind die Meis­ter im Pla­nen. Aber ver­giss nicht: Die beste Recher­che kann Dich nicht dar­auf vor­be­rei­ten, wie Du ein Rei­se­ziel empfindest. 

Du hast am ers­ten Tag schon einen Tempelkoller?
Dir gefal­len Natio­nal­parks bes­ser als Strände? 

Wenn Du vor­her schon jeden Tag ver­plant hast, kannst Du nicht ein­mal auf Deine eige­nen Wün­sche reagie­ren. Und wenn nicht Du wer dann?

Tipp: Plane vor­her nur lose und lege Dich Tag für Tag beim Rei­sen fest.

3. Versuche auch mal gar nichts zu planen

In den belieb­ten Back­packing Län­dern in Asien und Latein­ame­rika ist Rei­sen sehr ein­fach. Fast alles lässt sich von jetzt auf gleich machen, schaue ein­fach vor Ort vor­bei. Du musst keine Busse, Tou­ren oder Unter­künfte buchen und auch sonst fast gar nichts organisieren. 

Wenn Du vor­her buchst zahlst Du mehr und hast keine Ahnung wor­auf Du Dich ein­läßt. Ich musste in 5 Jah­ren noch keine Unter­kunft reservieren.

Tipp: Spare Dir den Pla­nungs-Stress und reise flexibel.

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4. Akzeptiere, dass Du nicht alles sehen kannst

Thai­land in 4 Wochen? Indien in 3 Mona­ten? Ein hal­bes Jahr für Süd­ame­rika? Du wirst in so kur­zer Zeit nur einen Bruch­teil der inter­es­san­ten Orte sehen kön­nen, Kul­tur und Men­schen nur ober­fläch­lich ken­nen­ler­nen.

Je eher Du damit ins Reine kommst, desto mehr kannst Du Deine Reise genießen.

Tipp: Deine Zeit reicht nur für Kost­pro­ben und das ist in Ordnung.

5. Verbringe mehr Zeit an weniger Orten

Wider­stehe dem Drang Gas zu geben um mög­lichst viel zu sehen. Wenn Du ein Rei­se­ziel ken­nen­ler­nen willst, gehst Du bes­ser in die Tiefe statt in die Breite. 

„Schild­krö­ten kön­nen dir mehr über den Weg erzäh­len als Hasen.“ 

Hal­biere die Zahl der Orte um sie mit dop­pelt so viel Zeit bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Je mehr Zeit Du mit­bringst, desto eher kannst Du auch am All­tag teil­neh­men. Die untou­ris­ti­schen Erleb­nisse sind min­des­tens genau so wichtig.

Tipp: Du siehst mehr von einem Rei­se­ziel, wenn Du lang­sa­mer reist.

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Iss Dich um die Welt (Kasch­mir)

Essen weltweit

6. Essen ist der beste Grund um zu Reisen

Die meis­ten Men­schen auf der Welt haben noch nie Pizza, Bur­ger, Müsli, Corn­flakes und ande­res west­li­ches Essen geges­sen. Sie haben ihre eigene Küche und pro­bie­ren wie auch wir ungern etwas Neues. 

Lei­der, denn die ver­schie­de­nen Gerichte der Welt ken­nen­zu­ler­nen ist einer der bes­ten Gründe um zu Rei­sen. Liebe geht durch den Magen, auch die Liebe zu Dei­nem Reiseziel.

Tipp: Esse alles was Du siehst und nicht nur alles was Du kennst.

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7. Esse möglichst oft lokales Essen in lokalen Restaurants

Der Stand an der Stras­sen­ecke mit der alten Oma und nur einem Gericht? Der kleine Well­blech­schup­pen, vor dem die Ein­hei­mi­schen sit­zen? Dort gibt es mit Sicher­heit bes­se­res Essen als in Dei­ner Unter­kunft oder im Touristen-Restaurant. 

Du hast nur 3 Mahl­zei­ten am Tag. Ver­schwende keine davon will­kür­lich an min­der­wer­ti­ges Essen oder Gerichte, die Du auch daheim essen kannst. Das fängt schon beim Früh­stück an.

Tipp: Wenn in Rom, esse wie die Römer.

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Mil­lio­när sein und sich auch so füh­len (Viet­nam)

Sparsam Reisen

8. Je niedriger Dein Budget, desto mehr erlebst Du

Du hast 800 Euro für 2 Monate Süd­ost­asien? Du willst mit 1.000 Euro 3 Monate durch Indien rei­sen? Du wirst in fens­ter­lo­sen Zim­mern auf dubio­sen Bet­ten schla­fen und viele Stun­den in loka­len Chi­cken Bus­sen ver­brin­gen. Du wirst das essen, was alle hier essen und zu Fuß erkun­den. Du wirst häu­fig mit Ein­hei­mi­schen in Kon­takt kom­men und immer wie­der auf ihre Hilfe ange­wie­sen sein.

Mit ande­ren Wor­ten: Du wirst die Reise Dei­nes Lebens haben!

Tipp: Mit wenig Geld zu rei­sen ist die inten­sivste Art zu reisen.

9. Reisen ist günstiger als daheim zu bleiben

Ein Kurz­ur­laub ist teuer, weil Du in kur­zer Zeit mög­lichst viel erle­ben willst. Aber eine Reise muss kein Kurz­ur­laub sein. Je mehr Zeit Du mit­bringst, desto güns­ti­ger wird es zu reisen. 

Wenn Du lange genug reist um Deine Woh­nung kün­di­gen oder unter­ver­mie­ten zu kön­nen, ist Rei­sen sogar güns­ti­ger als daheim zu bleiben. 

Du kannst Zeit gegen Geld tau­schen, beim Arbei­ten wie auch beim Reisen.

Tipp: Rei­sen muss nicht teuer sein.

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10. 150 von 200 Ländern sind viel günstiger als die anderen 50

Wir kom­men aus einer rei­chen Indus­trie­na­tion und haben eine starke Wäh­rung. Dank Geo-Arbi­trage sind 3 von 4 Län­dern sehr güns­tig für uns. Wenn Dein Euro län­ger hal­ten soll, meide andere Indus­trie­na­tio­nen und reise in die G77 und block­freien Staa­ten. (ca. 150 Länder) 

Wenn Du dort alles Inter­es­sante gese­hen hast, kannst Du immer noch Dein Geld in Lon­don, Paris und New York auf den Kopf hauen.

Tipp: Die Wahl des Rei­se­ziels hat den größ­ten Ein­fluss auf Dein Budget.

Mehr Tipps: Geo Arbi­trage

11. Sei nicht geizig

Du hast lange für Deine Reise gespart und willst, dass Deine Euro lange hal­ten. Manch­mal stei­gern wir Rei­sende uns in einen Spar­wahn und feil­schen dann minu­ten­lang um 10 Cent. Auch der Händ­ler feilschst gern, aber ab einem gewis­sen Punkt ist es zu viel des Guten. 

Außer­dem: „Leben und leben lassen!“

Tipp: Zähle Deine Euro, aber nicht Deine Cent.

12. Sei auch nicht verschwenderisch

Du denkst was sol­len die paar Euro extra oder viel­leicht gibst Du auch mal ordent­lich Trink­geld. Wenn das jeder so macht, wird es bald erwar­tet und Rei­sende nach Dir wer­den irgend­wann nur noch als wan­delnde Geld­bör­sen gesehen. 

Auch die Ein­hei­mi­schen haben auf lange Sicht nichts von der Preistreiberei.

Tipp: Zahle fair und denke an Rei­sende nach Dir.

13. Stimme mit Deinen Euro

Deine Kauf­kraft auf Rei­sen ist viel höher als die der loka­len Bevöl­ke­rung. Du hast schließ­lich lange für die Reise gespart und kommst außer­dem aus einem der reichs­ten Län­der der Welt. 

Wenn Du bezahlst um mit betäub­ten Tigern oder Lang­hals­frauen Sel­fies zu machen, dann stimmst Du mit Dei­nen Euro für sol­che Prak­ti­ken.

Tipp: Gib Dein Geld bewusst aus und denke an die Fol­gen vor Ort.

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„Luft­anza“ Chi­cken Bus in Äthiopien

Fliegen

14. Spare am meisten Geld bei Interkontinentalflügen

Sto­po­ver sind eine Mög­lich­keit mehr als ein Rei­se­ziel ohne Auf­preis zu sehen. Halte Dich an inter­kon­ti­nen­tale Bil­lig­flie­ger und „Renn­stre­cken“ mit viel Pas­sa­gier­auf­kom­men und hoher Konkurrenz. 

One-Way Flüge sind bes­ser als Round-The-World Tickets. Round Trips sind bes­ser als One Ways. Gabel­flüge sind bes­ser als Round Trips. Am bes­ten sind Error-Fares.

Tipp: Buche Flüge smart, hier steckt das größte Sparpotential.

Mehr Tipps: Error-Fares

15. Lasse Flugexperten für Dich suchen

Wenn Du kei­nen Error Fare und auch sonst kein gutes Ange­bot fin­dest, lass Dir von Flug­ex­per­ten hel­fen. Es gibt Leute, deren Job ist es die bes­ten Flug­ver­bin­dun­gen zu fin­den. Viele davon fin­dest Du als Nor­mal­sterb­li­cher nicht. 

Wenn das Ange­bot der Flug­ex­per­ten nicht min­des­tens um den Fin­der­lohn bes­ser ist als Dein Flug, zahlst Du nichts.

Tipp: Der größte Flug­su­che-Feh­ler ist nur selbst zu suchen.

Mehr Tipps: Flug-Exper­ten

16. Reise über Land

Für Inter­kon­ti­nen­tal­flüge gibt es keine Alter­na­tive. Aber wenn Du erst­mal in der rich­ti­gen Region bist, sind Busse und Züge die beste Mög­lich­keit um etwas von Dei­nem Rei­se­ziel zu sehen. Wenn Du nur von A nach B fliegst ver­passt Du alles was dazwi­schen liegt. 

Auch in Kon­takt mit Ein­hei­mi­schen und ande­ren Rei­sen­den kommst Du vor allem im Zug viel bes­ser als im Kurzstreckenflieger. 

Steige auch in den loka­len „Chi­cken-Bus“ für ein unver­gess­li­ches Erlebnis.

Tipp: Bleib am Boden um tief in Dein Rei­se­ziel einzutauchen.

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Rei­se­pfeile

Reiseziele

17. Zu touristisch gibt es nicht

Bang­kok ist zu tou­ris­tisch und Kath­mandu auch? Nur 10 Minu­ten zu Fuß von Khao San Road und Tha­mel wirst Du Dir schwer tun mehr als einen Tou­ris­ten zu finden. 

Tou­ris­ten­ströme kon­zen­trie­ren sich nur an weni­gen Orten und zur Früh­stücks­zeit und davor hast Du sogar diese Orte ganz für Dich allein. 

Ver­passe also bitte nicht die Sehens­wür­dig­kei­ten der Welt. „Off the bea­ten path“ kommst Du frü­her oder spä­ter von ganz allein.

Tipp: Bleibe ruhig auf dem aus­ge­tre­te­nen Pfad oder bes­ser 10 Minu­ten daneben.

18. Lasse den Reiseführer auch mal stecken

Ein Rei­se­füh­rer ist ein gutes Hilfs­mit­tel um nichts von dem zu ver­pas­sen, was Dich inter­es­siert. Aber mehr Infor­ma­tion ist nicht unbe­dingt besser. 

Eine neue Stadt ent­deckst Du am bes­ten, wenn Du Dich plan­los in den Gas­sen ver­lierst. Lass zumin­dest am ers­ten Tag den Rei­se­füh­rer ste­cken und gib Dei­nem Rei­se­ziel die Gele­gen­heit Dich zu überraschen.

Tipp: Ent­zau­bere Dein Rei­se­ziel nicht, indem Du Dich vor­her über alle Details informierst.

19. Besuche viele Festivals

Museen, Rui­nen und Tem­pel zei­gen die glor­rei­che Ver­gan­gen­heit. Um Kul­tur und Men­ta­li­tät der Gegen­wart mit Tie­fen­wir­kung zu sehen, werfe einen Blick in den Fes­ti­val­ka­len­der.

Meis­tens musst Du Deine Route nur leicht umstel­len um gleich meh­rere Fei­er­lich­kei­ten erle­ben zu können.

Tipp: Besu­che Fes­ti­vals um Dein Rei­se­ziel von sei­ner bes­ten Seite zu sehen.

20. Mache Touren auch auf eigene Faust

Die meis­ten geführ­ten Tou­ren kannst Du auch auf eigene Faust machen. Recher­chiere gut und dann leg los. Egal ob kurze Stadt­tour oder mehr­tä­gige Wan­de­rung im Hima­laya, es ist extrem erfül­lend in einem frem­den Land alleine klarzukommen. 

Manch­mal ist aber auch ein Guide eine gute Idee, z.B. in der Mon­go­lei, oder sogar vor­ge­schrie­ben, z.B. beim Manaslu Tee­haus Trek. Bei ande­ren Tee­haus Treks wie Anna­purna oder Ever­est Base­camp sind Gui­des wie­derum unnötig. 

Tipp: Infor­miere Dich vor­her, ob Du wirk­lich einen Guide brauchst

Mehr Tipps: Do it Yourself-Tou­ren für 10 Euro

Do it Yourself-Tou­ren machen mehr Spass.

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Blöd wer hier keine Kamera hat

Reisefotografie

21. Fotografiere mehr

Wer sich über das Foto­gra­fie­ren auf Rei­sen lus­tig macht, hat es noch nicht pro­biert. Mit der Kamera kannst Du Dein Rei­se­ziel noch inten­si­ver erle­ben. Wenn Du wie­der zu Hause bist kannst Du Deine Reise noch­mal Revue pas­sie­ren lassen. 

Nimm ruhig auch den Sel­fie Stick mit oder lasse andere Leute Bil­der von Dir machen. Du bist kein Nar­zisst nur weil Du ein paar schöne Bil­der von Dir haben willst. 

Tipp: Rei­sen macht glück­lich und Foto­gra­fie­ren auch.

22. Nimm eine gute und reisetaugliche Kamera mit.

Ver­schwende nicht Deine tol­len Motive, indem Du mit einer Handy-Kamera foto­gra­fierst oder indem Du eine zu schwere Kamera mit­schleppst, die die meiste Zeit im Zim­mer liegt.

Als ich vor 5 Jah­ren auf­ge­bro­chen bin musste ich für gute Bild­qua­li­tät noch eine schwere DSLR mit­schlep­pen. Das ist heute dank moder­ner Kame­ra­tech­nik unnö­tig.

Tipp: Profi-Kom­pakt­ka­me­ras sind der ideale Kom­pro­miss zwi­schen Größe, Fle­xi­bi­li­tät und Bildqualität.

Mehr Tipps: Profi-Kom­pakt­ka­me­ras

23. Lerne Fotografie Grundkenntnisse

Der Auto­ma­tik­mo­dus lie­fert tolle Bil­der. Aber viele Fotos kannst Du mit der Auto­ma­tik gar nicht machen. Du musst nicht viel wis­sen um Deine Kamera zu beherr­schen und bes­sere Bil­der zu machen. 

Mit den 20% nötigs­ten Grund­kennt­nis­sen wer­den 80% Dei­ner Fotos bes­ser. Die rest­li­chen 20% kom­men auch mit Erfah­rung und davon bekommst Du auf Dei­ner Reise mehr als genug.

Tipp: Lerne wenige Foto­gra­fie Grund­kennt­nisse für viele bes­sere Bilder.

Mehr Tipps: 3 Rei­se­fo­to­gra­fie Grundkenntnisse

7kgrucksack

Mit Hand­ge­päck reisen

Reise-Vorbereitung

24. Du brauchst nur halb so viel Gepäck, wie Du denkst.

Kaufe einen hoch­wer­ti­gen, leich­ten und nicht zu gro­ßen Ruck­sack (~40l, ~800g), packe ihn und dann packe die Hälfte wie­der aus. Was Du nicht unbe­dingt brauchst, kannst Du gleich daheim las­sen. Du wirst es sowieso nach einer Woche heim­schi­cken wollen. 

Wenn Du doch etwas Wich­ti­ges ver­gisst, kannst Du fast alles ein­fach vor Ort nach­kau­fen. Du bist auch auf Welt­reise nicht aus der Welt.

Tipp: Beim Gepäck ist weni­ger meis­tens mehr.

Mehr Tipps: Aus­pack­liste

25. Reisen mit Handgepäck spart Zeit und Geld

Mit Hand­ge­päck musst Du nie wie­der am Gepäck­band war­ten oder Gepäck­auf­schlag zah­len. Dein Gepäck kann nie wie­der ver­lo­ren gehen oder beschä­digt werden. 

Es ist viel ein­fa­cher als Du denkst auf Carry-On Größe zu schrump­fen. Du kannst bei den meis­ten Air­lines 7kg Gepäck und ein Per­so­nal Item mit­neh­men, z.B. eine Lap­top- und Kame­ra­ta­sche, die unter den Sitz passt. So kannst Du also ca. 11kg Hand­ge­päck mit­neh­men. Mehr brauchst Du wirk­lich nicht, egal ob 2 Wochen oder 2 Jahre.

Tipp: Rei­sen mit Hand­ge­päck ist leich­ter und befrei­en­der als Du denkst.

Mehr Tipps: Hand­ge­päck Reisen

26. Nimm mehrere Kreditkarten mit

Rei­se­pass und Kre­dit­karte sind die ein­zi­gen Dinge, die Du wirk­lich unbe­dingt auf einer Reise brauchst. Hüte Dei­nen Rei­se­pass wie Dei­nen Aug­ap­fel und nimm genug Ersatz-Kre­dit­kar­ten mit. 

Mir hat schon in Boli­vien ein Auto­mat die Kre­dit­karte gefres­sen, eine andere Kre­dit­karte wurde wegen Betrugs­ver­dacht unwi­der­ruf­lich gesperrt. Ich war froh um meine gebüh­ren­freien Erstz-Kreditkarten.

Tipp: Nimm min­des­tens 2 Kre­dit­kar­ten mit. Wenn Du alleine reist bes­ser 3+.

Mehr Tipps: Gebüh­ren­freie Kreditkarten

27. Schließe eine Auslandskrankenversicherung ab

Du musst nicht viel vor der Reise pla­nen, aber eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung soll­test Du unbe­dingt abschlie­ßen. Du schützt Dich für wenig Geld vor einem exis­ten­ti­el­lem Risiko und kannst welt­weit ohne Reue die moderne Pri­vat­kran­ken­häu­ser besuchen. 

Umfang­rei­che Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­run­gen gibt es schon ab 30 Euro pro Monat.

Tipp: Eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung ist die wich­tigste Reisevorbereitung.

Mehr Tipps: Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­run­gen

28. Reise papierlos und mache ständig Backups

Scanne oder foto­gra­fiere alle wich­ti­gen Doku­mente von Rei­se­pass über TAN-Liste bis Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung und lege sie in der Cloud ab.

Ver­su­che auch unter­wegs immer ein aktu­el­les Backup von Dei­nen Fotos und Doku­men­ten zu haben. Nimm eine externe Fest­platte mit. 

Tipp: Mache häu­fig Back­ups an meh­re­ren Stellen. 

Mehr Tipps: Back­ups auf Reisen

menschen

Es geht um Men­schen (Indo­ne­sien)

Menschen im Mittelpunkt

29. Teile Erlebnisse mit Reisepartnern

„Nur geteil­tes Glück ist wah­res Glück“ stimmt zwar nicht, aber es macht trotz­dem mehr Spass mit einem oder meh­re­ren pas­sen­den Rei­se­part­ner unter­wegs zu sein. Die Beto­nung liegt auf pas­send, mit den fal­schen Mit­rei­sen­den wird die Reise schnell zum Alptraum. 

Reise aber unbe­dingt auch alleine. So lernst Du Dich selbst erst rich­tig ken­nen und gewinnst eine ordent­li­che Por­tion Selbstbewusstsein. 

Allein heißt nicht zwangs­läu­fig ein­sam. In belieb­ten Back­pa­cker-Län­dern bist Du nur dann ein­sam wenn Du es so willst.

Tipp: Als Gruppe rei­sen ist schö­ner, aber reise unbe­dingt auch alleine.

Mehr Tipps: Gemein­sam Reisen

30. Lerne andere Reisende kennen

Mit Gleich­ge­sinn­ten reden zu wol­len ist nur mensch­lich. Die beste Begeg­nung mit einem Ein­hei­mi­schen kann das nicht erset­zen. Suche also gezielt andere Rei­sende, indem Du in Hos­tels über­nach­test und auf dem Banana Pan­cake Trail bleibst. 

Finde Reise-Stamm­ti­sche auf couchsurfing.com, meetup.com und in Face­book Grup­pen für Dein Rei­se­ziel. In fast jeder grö­ße­ren Stadt gibt es wöchent­li­che Couch­sur­fing Tref­fen mit einem 50–50 Mix aus Locals und ande­ren Rei­sen­den. Du musst dazu weder Couch­sur­fen wol­len noch ein Pro­fil haben. Keine fal­sche Scham.

Mehr Tipps: Rei­sende online kennenlernen

Tipp: Tau­sche Dich mit ande­ren Rei­sen­den aus, nicht nur wegen Infos aus ers­ter Hand.

31. Lerne ein paar Worte in der Landessprache

Danke“ und „Hallo“ soll­test Du auf jeden Fall ken­nen. Jedes Wort dar­über hin­aus ist nicht nur hilf­reich son­dern zeigt auch Dei­nen Respekt. Zusam­men mit Dei­nem Dia­lekt muss selbst der mür­rischste Ein­hei­mi­sche schmunzeln. 

Beson­ders hilf­reich sind die Zah­len von 1 bis 10, „Wie­viel“, „Das dort“, „Ja“ und „Nein“.

Eine Spra­che halb­wegs zu ler­nen ist lei­der selbst mit euro­päi­schen Spra­chen eine mehr­mo­na­tige Aktion und lohnt sich eigent­lich nur für die Welt­spra­che Spanisch.

Tipp: Mache Dich beliebt mit ein paar Wor­ten Que­chua oder Mandarin.

32. Vertraue anderen Menschen

Ver­traue Dei­nen Mit­men­schen und Du wirst fest­stel­len, dass die meis­ten hilfs­be­reit und freund­lich sind. Höre aber auf Dein Bauch­ge­fühl und schalte nicht Dei­nen gesun­den Men­schen­ver­stand aus. Es gibt immer ein paar faule Äpfel. 

Je tou­ris­ti­scher ein Ort ist, desto mehr Vor­sicht ist gebo­ten. In der Back­pa­cker-Haupt­stadt Bang­kok soll­test Du zum Bei­spiel jedem Thai miss­trauen, der Dich in Alt­stadt oder Innen­stadt grund­los anspricht.

Tipp: Ver­traue ande­ren Men­schen, aber nicht zu viel.

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Wer hat alle Zeit der Welt?

Reise Mentalität

33. Reise Dich schlau

Rei­sen heißt vor allem War­ten. Du war­test eigent­lich immer auf irgend­was. Viel­leicht ver­treibst Du Dir die Zeit ja mit dicken Bücher auf Dei­nem Kindle. Dann bist Du aber eine Aus­nahme im Internet-Zeitalter. 

Um Deine Zeit trotz­dem sinn­voll zu nut­zen kannst Du Pod­casts, Hör­bü­cher und Mas­sive Open Online Cour­ses (MOOCs) hören. Durch den stän­di­gen Orts­wech­sel hast Du quasi einen auto­ma­ti­schen Gedächt­nis­pa­last.

Wenn Du nicht weißt, wo Du anfan­gen sollst, nimm Dir die Basics vor mit Rick Rode­ricks Self under Siege und Shelly Kagans Death.

Tipp: Reise Dich schlau und nutze so Deine viele War­te­zeit auf Reisen.

34. Verlasse Deine Komfortzone

Nach­dem der erste Kul­tur­schock ein­mal vor­bei ist, fällst Du auch auf einer Reise schnell in eine Rou­tine. Die ver­rück­teste Reise in das exo­tischste Land kann dadurch ganz banal werden. 

Das wäre schade, denn eine Reise ist eine super Gele­gen­heit um aus Dei­nem Trott her­aus­zu­kom­men. So kannst Du ein paar alte Gewohn­hei­ten, die sich fest­ge­fah­ren haben loswerden. 

Aber eine Reise ist nur eine Chance, den Schritt aus der Kom­fort­zone musst Du selbst tun.

Tipp: Sage zu Her­aus­for­de­run­gen im Zwei­fels­fall eher „Ja“ als „Nein“.

35. Nutze Deine Jugend um zu reisen

Irgend­wann musst Du es ein­se­hen: Du wirst nicht jün­ger! Statt auf die Pen­sio­nie­rung zu war­ten, reise lie­ber wenn Du jung bist. Du bist nicht nur auf­ge­schlos­se­ner und neu­gie­ri­ger son­dern kommst auch viel bes­ser mit schlech­ter Infra­struk­tur, Nacht­bus­sen und Hock­toi­let­ten klar. 

Im Alter nach Indien rei­sen ist kein Spass, selbst wenn Du keine kör­per­li­chen Gebre­chen hast. 

Außer­dem ändert sich dau­ernd die Welt in der wir leben und nicht nur zum Bes­se­ren: Afgha­ni­stan war ein­mal ein Backpacker-Mekka …

Tipp: Du hast nur eine Jugend, ver­schwende sie nicht

36. Leben lässt sich nicht aufschieben

Reden wir nicht um den hei­ßen Brei herum: Du bist bald tot! Dar­über spricht man heute nicht mehr gerne. Aber wenn Du Dir diese „Klei­nig­keit“ immer mal wie­der in Erin­ne­rung rufst, bekommst Du ein nöti­ges Gefühl von Dringlichkeit. 

Zu vie­len Din­gen in Dei­nem Leben musst Du sagen „Ich habe keine Zeit dafür, ich bin bald tot“.

Nur so kannst Du das tun, was Du wirk­lich willst, egal wovon Du träumst. Und wenn Du von einer Welt­reise träumst, gibt es nur eine Garan­tie: Du wirst es nicht bereuen!

Tipp: Wenn Du zu lange war­test ist es zu spät.

Eine Post­karte von Dei­nem inne­ren Reisenden

lifisshort

Epi­ku­ria­ni­sche Weis­heit aus Thailand

Das waren 36 Tipps aus 5 Jah­ren Welt­reise als Backpacker.

Wel­cher Tipp fehlt noch?

Kennst Du schon meine 22 Erkennt­nisse aus 4 Jah­ren Lang­zeit­reise?

Cate­go­riesWelt
  1. Pingback:Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 11. September 2016 – Eigenerweg

  2. Fine says:

    Vie­len Dank für den Bei­trag. Einige die­ser Tipps sind echt klasse. Ich ver­su­che meist auch nicht zu viel zu pla­nen und ein­fach los­zu­rei­sen und den neuen Ort zu ent­de­cken. Beson­ders wich­tig finde ich es auch, dass man nicht nur 1 oder 2 Tage an einem Ort ver­bringt, son­dern für eine etwas län­gere Zeit vor Ort bleibt.
    Ich fliege die­sen Som­mer mit mei­ner Mut­ter zusam­men nach Thai­land und wir sind immer noch auf der Suche nach einem Haus am Meer, am Liebs­ten in Koh Samui.

  3. Sylvia says:

    Hallo Flo­rian,

    ich muss geste­hen, dass ich bei der Zahl „36“ etwas skep­tisch war und ich mitt­ler­weile nur sel­ten auf diese Lis­ten-Blog­ein­träge gucke. Aber deine fünf Jahre Rei­se­er­fah­rung haben mich überzeugt.
    Deine Tips tref­fen ziem­lich ins schwarze und ich kann 95% sofort unterschreiben.
    Werde dei­nen Arti­kel gerne wei­ter­emp­feh­len, da ich es nicht bes­ser dar­stel­len könnte.
    Lei­der braucht man aus mei­ner Erfah­rung für die eine oder andere Weis­heit eine Weile, um sie nach­voll­zie­hen zu kön­nen. Klar, zu viel Gepäck – das merkt man nach einer Woche. Aber dass man vom lang­sa­men Rei­sen mehr hat – das kann auch mal meh­rere Wochen oder meh­rere (nicht ganz so lange Rei­sen) bedeu­ten. Ich war mal einen Monat in Gua­te­mala in einem klei­nen Dorf in einer Sprach­schule und habe in einer Fami­lie gelebt. Ich habe die tolls­ten Men­schen ken­nen­ge­lernt, die inter­es­san­tes­ten Feste erlebt und mehr von der Kul­tur erfah­ren als in irgend­ei­nem ande­ren Land.

    …nur das mit der „Jugend“ …das würde ich gerne aus­deh­nen. Ich möchte nicht mit Mitte drei­ßig auf­hö­ren, so zu reisen :)

  4. Jana says:

    Wun­der­bare Tipps für eine inten­sive Rei­se­er­fah­rung. Ich liebe die Tipps 16, 20, 31, 32 und 36.

    Ein Tipp von mir: Reise lang­sam, sei auch mal län­ger zu Fuss unter­wegs, z.B. zwi­schen klei­nen Dör­fern auf dem Land. Tie­fer kann man nicht ein­tau­chen in eine andere Kultur. 

    Top!

    Fus­sige Grüsse, Jana

    1. Hi Jana, zu Fuß ist finde ich schon für Fort­ge­schrit­tene, oder? Wobei ich Dir sicher nicht wider­spre­chen will, was das Ein­tau­chen in eine Kul­tur eingeht.

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