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Salvador da Bahia, Brasilien

Update: Wir haben gewon­nen! Das war ein tol­les Spiel gegen Por­tu­gal! :D

Update zum 18. April 2014: Warum es wohl eine sinn­volle Rege­lun­gen in Deutsch­land ist, dass Poli­zis­ten nicht strei­ken dür­fen? Als die Poli­zei in Sal­va­dor da Bahia am Diens­tag die Arbeit nie­der­legte, waren Plün­de­run­gen und etwa 40 Tote das Ergeb­nis. (Das wäre wohl in Bie­le­feld anders, aber trotz­dem!) „Im Groß­raum Sal­va­dor wurde seit Streik­be­ginn nach ört­li­chen Medi­en­an­ga­ben ein deut­li­cher Anstieg der Mord­rate regis­triert. Diese liegt laut Behör­den­an­ga­ben nor­ma­ler­weise bei 2,5 Toten pro Tag.“ (Spie­gel Online, Frei­tag, 18.04.2014)

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„Ich bin hier weg, wenn die Welt­meis­ter­schaft ist, ganz sicher!“, sagte Liesl. Liesl ist der andere Gast im Hos­tel hier auf einer klei­nen Insel, eine halbe Tages­reise von Sal­va­dor ent­fernt, wo ich mich vom Tru­bel der Stadt erhole. Sie kommt aus Bra­si­lia, und wurde nach einer Figur aus dem  Musi­cal „The Sound of Music“ benannt. „Das wird ein Rie­sen­chaos!“, fügt sie hinzu. 

Es gibt noch viel zu tun, das ganz sicher. Zwei WM-Städte habe ich besucht, Recife und Sal­va­dor. In bei­den wird die deut­sche Mann­schaft Grup­pen­spiele haben, beide Sta­dien sind neu gebaut wor­den – und bereits kom­plett fertig.

Die Städte wie auch das Umland haben aller­dings noch viel zu tun, bevor die Fuß­ball-WM 2014 in Bra­si­lien star­tet. Ich werfe einen Blick auf Sal­va­dor da Bahia, die dritt­größte Stadt Brasiliens.

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Die Arena Fonte Nova, das neue Fuss­ball­sta­dion, liegt mit­ten in der Stadt.

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Sal­va­dor liegt an der gro­ßen Aller­hei­li­gen-Bucht direkt am Meer. Die Stadt wurde auf eine Berg­kette gebaut: Des­we­gen teilt sie sich in eine Ober- und eine Unter­stadt. Ein gro­ßer Auf­zug ver­bin­det die bei­den Teile, sowie meh­rere uralte, nicht funk­tio­nie­rende Zahnradbahnen.

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Pelourinho

Der obere Teil der Alt­stadt, der Pelour­inho, ist UNESCO Welt­kul­tur­erbe. Vor eini­gen Jah­ren noch war dies eine Zone, die jeder anstän­dige Bür­ger ver­mied, die Häu­ser ver­fie­len und die Men­schen leb­ten dort völ­lig ver­wahr­lost. Doch das ist Ver­gan­gen­heit, an jeder zwei­ten Ecke steht Mili­tär­po­li­zei, eine Tat­sa­che, die Gau­nern übli­cher­weise miss­fällt. Jetzt kann man sich unbe­schwert bewe­gen, und das lohnt sich.

Denn schön ist sie, die Alt­stadt! Sehr pastellig!

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Doch nur in der Ober­stadt wird die Rekon­struk­tion der alten Gebäude von der UNESCO unter­stützt. Viele Häu­ser am Hang ver­fal­len, Bäume wach­sen aus den Fens­tern, Streetart ver­ziert die alten Steine.

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Im Bun­des­staat Bahia wur­den in den Kolo­ni­al­zei­ten viele afri­ka­ni­sche Skla­ven auf den Zucker­rohr-Plan­ta­gen ein­ge­setzt. Der Ein­fluss der afri­ka­ni­schen Kul­tur ist bis heute stark: Die Bevöl­ke­rung ist deut­lich dun­kel­häu­ti­ger, die Stim­mung ist ent­spannt. Auf den Plät­zen wird Capoeira gezeigt, Sal­va­dor ist das Zen­trum die­ses Kampftanzes.

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Auch die Küche hat starke kreo­li­sche Ein­flüsse, und ich esse mit vor­liebe Moqueca, eine Art Ein­topf mit viel Kokos­milch und Fisch oder Gar­ne­len. Lecker!!

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Und eines ist klar: Die Bra­si­lia­ner geben sich viel Mühe, recht­zei­tig fer­tig zu wer­den! Über­all wird gebaut, gemalt und geputzt.

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Mit Got­tes Hilfe, dem einen oder ande­ren Caipi und Bier sowie jeder Menge guter Laune wird die Welt­meis­ter­schaft defi­ni­tiv ein gro­ßes Fest… :-)

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Eines der vie­len Luxus­ho­tels in Bra­si­lien ist in Pel­hour­inho, und befin­det sich in einem wun­der­schö­nen Kloster.

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Vie­len Dank an Tho­mas Cook für die Ein­la­dung nach Bra­si­lien! Von Frank­furt kann man mit Con­dor direkt nach Sal­va­dor fliegen.
Danke an die Unter­stüt­zung von Worldhotels.com.

Cate­go­riesBra­si­lien
Johannes Klaus

Johannes Klaus hängte seinen Job als Grafikdesigner an den Nagel, um 14 Monate um die Welt zu reisen. Seine Website Reisedepesche wurde 2011 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. In unbeobachteten Momenten streichelt er den Preis zärtlich, besteht ansonsten aber darauf, dass ihm so was völlig egal sei.

  1. Pingback:Fundstücke der Woche #3 – Link-Tipps von mir für euch

  2. Claudi says:

    Mensch … super! Was für tolle Fotos. End­lich mal Ein­drü­cke aus dem Leben – über die Sta­di­en­at­mo­sphäre hin­aus. Danke dafür!
    LG,
    Claudi

  3. thomas says:

    Ich war jetzt das zweite mal in salvador,und fahre wie­der hin. bin jetzt 45 und über lege mir nicht ent­gül­tig Deutsch­land zuver­las­sen. Habe mich in die stadt ver­liebt. lg

  4. Anja says:

    Danke für dei­nen Bericht! Er spie­gelt sehr ganz wun­der­bar Sal­va­dor wie­der mit all sei­ner Schön­heit. Ich bin jedes Jahr einen Monat dort, weil die Fami­lie mei­nes Man­nes dort lebt. Im Juli geht es wie­der rüber, zur WM. Ich bin gespannt, ob die Stadt für die­ses Event bereit ist. Ich bin es. Sal­va­dor, meu amor. :)

    1. Roland Probst says:

      Hey Anja, ich fliege am 27.6 für ca.10 Tage nach Sal­va­dor, über­nachte im Schlaf­saal.… Gibt es dort Ecken/Kneipen wo sich Deut­sche tref­fen? …auch unab­hän­gig von der WM?
      Grüßle Roland

  5. Nina says:

    Moqueca… mmh! Wow, beim Lesen des Berichts und Anschauen der Bil­der bin ich wie­der ein biss­chen in Sal­va­dor! Und das, obwohl es hier in den abge­schie­de­nen Schwei­zer Ber­gen gerade auch schön, aber so ziem­lich gegen­tei­lig ist: still, weiss, kalt.

  6. Oh echt tolle Bil­der! Ich war vor 2 Jah­ren in Sal­va­dor, ist mei­ner Mei­nung nach die kul­tu­rell inter­es­san­teste Stadt in Bra­si­lien. Sooo sicher fand ich’s nicht auf dem Pelour­inho wie du schreibst (beson­ders nachts nicht), aber viel­leicht hat sich das ja inzwi­schen ver­bes­sert. In der Nähe von Sal­va­dor (ca. 5 Stun­den im Bus – also für bra­si­lia­ni­sche Ver­hält­nisse gleich um’s Eck) gibt es übri­gens einen wahn­sin­nig tol­len Natio­nal­park, die Cha­pada Dia­man­tina, und nicht zu ver­ges­sen die gan­zen Traum­strände an der Küste, Praia do Forte und Morro de São Paulo… vom tou­ris­ti­schen Gesichts­punkt hat der Nord­os­ten von Bra­si­lien auf jeden Fall rich­tig viel zu bie­ten! Es muss nicht immer Rio sein ;)

    1. Hi Ste­fa­nie, ich glaube da wurde viel gemacht, damit es siche­rer wird… zumin­dest gibt es wirk­lich viel Poli­zei. Und ein paar der ande­ren Orte hab ich auch gese­hen, da kommt noch was :)

  7. Imam says:

    Tolle Fotos und ebenso inter­es­san­ter Bericht!!!! Man taucht ein in das Ambi­ente die­ses „Städt­chens“ Sal­va­dor de Bahia – auch in sei­ner Vor­freude auf das große Ereignis…!

  8. Jo Aus S via Facebook says:

    Aktu­elle Mel­dung in unse­rer heu­ti­gen Tages­zei­tung: Nahezu alle Hotel­bet­ten im Umkreis der Sta­dien mit deut­scher Spiel­be­tei­li­gung sind bereits ausgebucht.

  9. itav says:

    Ich bin über­rascht, wie schön es dort ist. Würde auch als Nicht.Fußball-Fan dort­hin fah­ren. Werde mal bei Cook nach­fra­gen, ob ich gebraucht werde. ITAV

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