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Ein Leben ohne Kompromisse

… ist nicht mög­lich. Und das ist auch okay. Ich muss nicht stän­dig meine Vor­stel­lun­gen durch­set­zen, und manch­mal tue ich das viel­leicht sogar zu wenig. Mich mit Freun­den auf ein Abend­pro­gramm zu eini­gen, in der Agen­tur die Ideen ande­rer umzu­set­zen, hin­ter denen ich nicht stehe, oder eine Bezie­hung füh­ren – immer muss ich mich auf andere ein­las­sen, auch mal zurückstecken.

Es ist keine beson­ders tief­grün­dige Erkennt­nis, dass anders ein Zusam­men­le­ben auf jeder Ebene nicht mög­lich ist. Ent­zie­hen kann man sich nur, wenn man sich löst: von einem gere­gel­ten Leben. Von nahen Beziehungen.

Sol­che Men­schen nennt man gemein­hin Pen­ner. Das rei­sende Pen­dant ist der Vagabund.

Und auch wenn der Vaga­bund roman­tisch stark ver­klärt ist, und die Vor­stel­lung davon wohl wenig mit der Rea­li­tät zu tun hat – eines ist er: Frei und ungebunden.

Ich bin kein Vaga­bund, und werde auch kei­ner sein. Ich habe genug Geld gespart, ich habe eine Kran­ken­ver­si­che­rung, einen Rei­se­b­log. Ich habe sehr gute Freunde, eine tolle Fami­lie, und werde den Kon­takt nicht abbre­chen. Wenn ich zurück­komme, kehre ich zurück in die beru­hi­gende, woh­lige Höhle des deut­schen Sozialstaats.

Aber: Ich werde die guten Sei­ten des Vaga­bun­die­rens leben. Das geht nur allein. Auch im Kopf. Nur allein kann ich kom­plett im Moment leben, mich ulti­ma­tiv ein­las­sen, keine Rück­sicht neh­men. Keine Kompromisse.

Um die­ses Ziel zu errei­chen musste ich harte Ent­schei­dun­gen tref­fen. Das tut weh, immer noch. Aber es hilft mir die Gewiss­heit: Es ist es wert, jetzt, für mich.

Für eine Zeit der abso­lu­ten Freiheit.

Für ein Leben ohne Kompromisse.

  1. Habs heute vom Ex-Chef erfah­ren :) Ich bin dabei und werde wenn ich die Zeit finde auf jeden Fall mit­le­sen – habe echt Gän­sehau bekom­men bei den letz­ten Zeilen…aber ja so isses! Ich wün­sche viel Glück und viel Spaß und vor allem GUTE REISE :)

  2. Captain Hook says:

    Lie­ber Reisefrosch,
    Bug- und Mast­bruch: das heißt es morgen,
    mit die­sen Wün­schen hast du keine Sorgen.
    Ne Pulle voll Rum,
    das ist nicht dumm :-)
    Das rät dir der erfahrne Banause,
    und schickt dir ne Fla­schen­post von zu Hause!

    1. klys says:

      Sor­gen­frei geht’s in die Welt,
      da Cap­tain Hook das sehr gefällt.
      Und wenn’s dann gibt ne nette Post,
      ob in der Fla­sche nach Fernost,
      ob ein­ge­dost nach Nirgendwo,
      dann ist der Klys so rich­tig froh!

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