22 Fakten über Island

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22 Fakten über Island

Diese 22 Fakten über die Menschen in Island und ihre Popkultur bieten einen kleinen Einblick in die faszi­nie­rende Kultur, Geschichte und Lebensweise der islän­di­schen Bevölkerung. Trotz ihrer geringen Größe hat die islän­di­sche Gesellschaft eine bemer­kens­werte kultu­relle Vielfalt entwi­ckelt, die von ihrer reichen Geschichte, ihrer einzig­ar­tigen Umgebung und dem Zusammenhalt der Menschen geprägt ist.

Stand: Oktober 2026. Wir haben alle Angaben geprüft und Zahlen aktua­li­siert.

  1. Die islän­di­sche Sprache hat sich seit der Wikingerzeit kaum verän­dert. Isländer können daher problemlos die alten Sagas und Manuskripte aus dem 13. Jahrhundert lesen.
  2. Island gehört zu den Ländern mit den meisten Buchveröffentlichungen pro Kopf, und auffal­lend viele Menschen schreiben, malen oder machen Musik. Das Land ist bekannt für seine reiche Musik‑, Literatur- und Filmszene.
  3. Die islän­di­sche Musikszene ist reich und vielfältig. Die Band Sigur Rós und die Sängerin Björk sind weltweit bekannt, aber es gibt auch viele weniger bekannte Künstler, die tradi­tio­nelle und moderne Musikstile vermi­schen. Die inter­na­tional bekannte Sängerin Björk ist ein wichtiger Teil der islän­di­schen Popkultur. Neben ihrer Musikkarriere hat sie auch als Schauspielerin und Aktivistin für Umwelt- und politi­sche Themen auf sich aufmerksam gemacht.
  4. Ein Großteil der Energie in Island stammt aus geother­mi­schen Quellen. Daher sind viele öffent­liche Schwimmbäder ganzjährig geöffnet und beheizt, was zu einer starken Badekultur führt.
  5. In Island gibt es keine McDonald’s‑Filialen. Die letzte schloss am 31. Oktober 2009, nach der Finanzkrise, aber es gibt immer noch einige Fast-Food-Ketten, die lokal angepasst sind.
  6. Die islän­di­sche Küche ist einzig­artig und umfasst Spezialitäten wie fermen­tierten Hai, getrock­neten Fisch und Schafskopf.
  7. Island hat keine Armee: Island ist eines der wenigen Länder der Welt ohne eigene Armee, obwohl es 1949 zu den Gründungsmitgliedern der NATO gehörte. Stattdessen setzt das Land auf zivile Sicherheits- und Rettungsdienste, sowie auf die Zusammenarbeit mit NATO-Partnern, um seine Sicherheit und Verteidigung zu gewähr­leisten.
  8. Die islän­di­sche Filmindustrie ist klein, aber produktiv. Filme wie »Rams« und »Of Horses and Men« haben inter­na­tional Anerkennung gefunden. Die atembe­rau­benden Landschaften Islands haben Hollywood-Produzenten dazu inspi­riert, einige Blockbuster auf der Insel zu drehen. Filme wie »Interstellar«, »Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht« und »James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag« wurden teilweise in Island gedreht.
  9. In Island hat sich eine beson­dere Weihnachtstradition etabliert, die als »Jólabókaflóð« bekannt ist und wörtlich übersetzt »Weihnachtsbuchflut« bedeutet. Diese Tradition besteht darin, dass Isländer ihren Lieben Bücher als Weihnachtsgeschenke schenken und die Beschenkten den Heiligen Abend damit verbringen, gemüt­lich bei Kerzenschein und heißer Schokolade in ihren neuen Büchern zu schmö­kern. Der Brauch hat seinen Ursprung im Zweiten Weltkrieg, als aufgrund von Importbeschränkungen Bücher eines der wenigen verfüg­baren Geschenkartikel waren. Seitdem hat sich das Jólabókaflóð zu einer festen Tradition entwi­ckelt, die das Lesen und Teilen von Geschichten fördert und die Isländer in der besinn­li­chen Weihnachtszeit enger zusam­men­bringt.
  10. Isländische Kinder lernen in der Schule, dass es 13 Weihnachtsmänner (Yule Lads) gibt, die in den 13 Tagen vor Weihnachten Geschenke bringen oder Streiche spielen.
  11. Island hat eine leben­dige Street-Art-Szene, insbe­son­dere in der Hauptstadt Reykjavik. Die Stadt ist bekannt für ihre farben­frohen Murals und Graffiti, die sowohl von einhei­mi­schen als auch von inter­na­tio­nalen Künstlern geschaffen wurden.
  12. Pro Tipp: Mittlerweile muss man Sim-Karten nicht mehr physisch im Smartphone austau­schen, sondern kann sich eSIMs kaufen, eine eSIM für Island gibt es selbst­ver­ständ­lich auch.
  13. Island hat eine einzig­ar­tige Pferderasse, das Isländische Pferd, das wegen seiner zusätz­li­chen Gangart, dem Tölt, bekannt ist. Seit über tausend Jahren dürfen keine Pferde nach Island einge­führt werden, und ein Islandpferd, das die Insel verlassen hat, darf nie zurück­kehren. Im Gegensatz zu den meisten Pferderassen, die nur drei Gangarten haben (Schritt, Trab und Galopp), verfügen islän­di­sche Pferde über fünf Gangarten. Die zusätz­li­chen zwei Gangarten sind Tölt und Pass. Tölt ist eine bequeme, viertak­tige Gangart, die den Reiter kaum durch­schüt­telt, während Pass eine schnelle, seitliche Gangart ist, die für Geschwindigkeitswettbewerbe verwendet wird.
  14. 2017 lief in Island die Online-Reality-Show „Keeping Up with the Kattarshians“: Ein Livestream zeigte rund um die Uhr Katzen in einem Puppenhaus, und Zuschauer*innen konnten ihren Alltag verfolgen.
  15. Trotz seiner geringen Bevölkerungszahl hat Island eine starke Modeindustrie, die von tradi­tio­nellen Strickwaren bis hin zu modernem Design reicht.
  16. In Island gibt es eine beson­dere Form der Improvisationstheater, die sich »spuni« nennt. Dabei impro­vi­sieren die Schauspieler Geschichten, die auf Vorschlägen aus dem Publikum basieren.
  17. Das islän­di­sche Phallologische Museum in Reykjavik beher­bergt die weltweit größte Sammlung von Penissen und penilen Teilen verschie­dener Säugetiere, einschließ­lich des Menschen.
  18. Isländer glauben an Elfen: In Island gibt es eine tief verwur­zelte Kultur und Tradition, die an die Existenz von Huldufólk (verbor­genes Volk) oder Elfen glaubt. Obwohl nicht alle Isländer an Elfen glauben, nehmen viele diese Geschichten und Überlieferungen ernst. Bei Bauprojekten werden manchmal Elfenbeauftragte konsul­tiert, um sicher­zu­stellen, dass keine Elfenheime zerstört werden. Es gibt sogar Fälle, in denen Bauvorhaben umgeleitet oder gestoppt wurden, um Elfenwohnstätten nicht zu stören.
  19. Island ist das am dünnsten besie­delte Land Europas. Diese geringe Bevölkerungsdichte hat die Entstehung einer starken Gemeinschaftskultur geför­dert, in der sich die Menschen gegen­seitig unter­stützen und zusam­men­ar­beiten, um ihre einzig­ar­tige Umgebung und Lebensweise zu erhalten.
  20. Das islän­di­sche Telefonbuch ist nach Vornamen sortiert: Aufgrund der patro­ny­mi­schen Namensgebung in Island, bei der Kinder den Vornamen des Vaters und ein Suffix erhalten, das auf »Sohn« oder »Tochter« hinweist, werden die Menschen im Telefonbuch nach ihren Vornamen aufge­listet. Dies vermeidet Verwechslungen und hebt die Bedeutung des Vornamens in der islän­di­schen Kultur hervor.
  21. Island hat eine geringe Kriminalitätsrate und führt den Global Peace Index seit 2008 als fried­lichstes Land der Welt an. Viele Isländer*innen lassen ihre Haustüren unver­schlossen, und Kinder spielen frei draußen. Gründe dafür sind das starke soziale Netz, die geringe Bevölkerungsdichte und die hohe Lebensqualität.
  22. Inzest-App: Die islän­di­sche Bevölkerung ist so klein, dass es seit 2013 die ÍslendingaApp gibt, um zu überprüfen, ob zwei Menschen verwandt sind, bevor sie sich auf einer tieferen Ebene kennen­lernen.
  23. Im Sommer hat Island mehr Schafe als Menschen: Mit den Lämmern weiden dann rund doppelt so viele Schafe auf der Insel, wie Menschen dort leben. Im Winter ist es fast ausge­gli­chen: 2020 zählte man rund 400.000 Schafe, Anfang 2026 hatte Island 394.324 Einwohner*innen, und die Zahl der Schafe sinkt seit Jahren. Schafe sind trotzdem ein wichtiger Teil der islän­di­schen Landwirtschaft, Kultur und Küche.

Island ist zweifellos ein Land voller Überraschungen und Entdeckungen!


Kommentare

  1. Avatar von p999
    p999

    Vielen Dank für die inter­es­santen Fakten über Island! Ich war selbst schon dort und liebe die beein­dru­ckende Natur und die freund­li­chen Menschen. Besonders der Tipp zur Mitternachtssonne hat mich begeis­tert! Ich werde auf jeden Fall mehr über die islän­di­sche Kultur lernen.

  2. Avatar von Petra Stacker
    Petra Stacker

    Sehr inter­es­sante Seite. Wir wollen nächstes Jahr Island besuchen

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