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Ramses II lässt liebe Grüße ausrichten

In einem Kon­voi, der viel­leicht hun­dert Busse und Autos umfasst, denn anders ist es nicht erlaubt. Das macht der Klys eigent­lich nicht so gerne, aber manch­mal geht’s nicht anders. (Von dem Kon­voi sah man aller­dings nach fünf Minu­ten nichts mehr, das zu dem Sinn der „Sicher­heits­maß­nahme“.)

Abu Sim­bel liegt fast an der Grenze zum Sudan, am süd­west­li­chen Ufer des Lake Nas­ser. Der kleine Ort ist nicht von Belang, doch der Tem­pel von Ram­ses II sucht sei­nes­glei­chen! Von vier kolos­sa­len sit­zen­den Sta­tuen von Pha­rao­nen flan­kiert, die auf den Nil (heute den See) hin­aus­bli­cken, tritt man in die aus dem Berg geschla­ge­nen Tem­pel­hal­len, die sich inein­an­der ver­zwei­gen… ein Ort, den sich kein Art Direc­tor eines Aben­teu­er­films bes­ser hätte ersin­nen kön­nen. Lara Croft & Co lässt grü­ßen. Fotos waren mal wie­der nicht erlaubt, ein paar habe ich fre­cher­weise trotz­dem gemacht, ganz heim­lich wie ein Dieb in der Nacht. Aber die wer­den die­sem Ort lei­der abso­lut nicht gerecht…



Beson­ders ist aller­dings auch, dass diese Anlage eigent­lich einige Meter unter dem See­was­ser lie­gen würde, wenn… ja, wenn nicht die bei­den Tem­pel­berge in rie­sige Blocks zer­schnit­ten und Stein für Stein auf einen höher lie­gen­den Platz gebracht wor­den wären! 40 Mil­lio­nen Dol­lar hat das gekos­tet, 1968 voll­endet, und wurde bei 9 ande­ren Tem­peln auch gemacht. Kann man auch nicht glau­ben, wenn man‘s sieht.



Zurück in Aswan schlen­dert Klys müde, aber ver­gnügt im auch her­vor­ra­gen­den Tem­pel der Isis herum, der vor den stei­gen­den Flu­ten auf eine kleine, höher lie­gende Nilin­sel geret­tet wurde. Auch sehr hübsch!

Und um den Tag stan­des­ge­mäß aus­klin­gen zu las­sen, gibt es das Big­Mac-Menü mit Blick auf den Nil im freund­li­chen McDonald’s. Klys ist also doch ein guter Tourist!

Johannes Klaus

Johannes Klaus hängte seinen Job als Grafikdesigner an den Nagel, um 14 Monate um die Welt zu reisen. Seine Website Reisedepesche wurde 2011 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. In unbeobachteten Momenten streichelt er den Preis zärtlich, besteht ansonsten aber darauf, dass ihm so was völlig egal sei.

  1. Stefan says:

    Hallo Klys :-),
    Deine Schil­de­rung kommt mir sehr bekannt vor. Die ganze Sache mit dem Kon­voi habe ich genauso erlebt. Erst wird alles tau­send Mal kon­trol­liert und bespro­chen, damit nur alles seine Ord­nung hat. Und schon nach weni­gen Minu­ten beginnt sich der Kon­voi in die Länge zu zie­hen und ist dann kei­ner mehr :-)
    Abu Sim­bel fand ich auch toll, nur die Atmo­sphäre um den Tem­pel herum ist eine ganz andere und nicht beson­ders „stim­mungs­voll“.
    LG
    Stefan

  2. Alex der Schwede says:

    Wow so unfass­bar Schon und gross­ar­tig!!! Bereue dass wir nach Hur­gada gefah­ren war statt diese Schon­heit zu besuchen.…

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