Mein kur­zer Besuch in Mostar war extrem viel­fäl­tig – ein paar High­lights will ich euch nicht vorenthalten:

Stari Most

Stari Most, die alte Brü­cke – Iden­ti­tät von Mostar seit fast 500 Jah­ren.  Im Krieg 1993 zer­stört, wurde sie schon ab 1995 wie­der­auf­ge­baut und 2004 eröff­net. Warum da stän­dig Leute zum Spaß run­ter­sprin­gen ist damit aller­dings nicht abschlie­ßend geklärt.

Sniper’s Nest

Das Bank­ge­bäude im Zen­trum der Stadt. Der Bou­le­vard war die Front­li­nie, und das kom­plett ent­kernte Hoch­haus belieb­ter Ort, um rundum Leute abzu­knal­len. Im Erd­ge­schoß lie­gen noch die For­mu­lare auf dem Boden, in den obe­ren Stock­wer­ken die Patro­nen­hül­sen. Die bei­den Pen­ner, die unten ihre Siesta hiel­ten, waren über unse­ren unan­ge­kün­dig­ten Besuch nicht kom­plett begeistert…

Med­jug­orje

Med­jug­orje, ein gutes Plätz­chen für gele­gent­li­che Mari­en­er­schei­nun­gen. Als im (groß­ar­ti­gen) Jahr 1981 ein paar ver­wirrte Kin­der die Got­tes­mut­ter tra­fen und mit ihr ein Pläusch­chen hiel­ten, war die Freude groß. Was die Gute ihnen mit­teilte, durfte aller­dings nicht wei­ter­erzählt wer­den, was doch etwas schade ist, wie ich finde. Von den sechs Seher­kin­dern sagen drei, dass sie bis heute täg­lich Begeg­nun­gen mit der Got­tes­mut­ter haben, wäh­rend die drei ande­ren erklä­ren, Maria erscheine ihnen heute ein­mal im Jahr an einem von der Got­tes­mut­ter bestimm­ten Tag. Das ist doch ungerecht!

Beson­ders freuen sich heute aller­dings die Tou­ris­ten-Nepp-Her­stel­ler, die die unzäh­li­gen Bus­la­dun­gen von Gläu­bi­gen mit geschmack­vol­len Mari­en­fi­gür­chen ver­sor­gen. Skur­ril bis absurd.

Kra­vica Wasserfälle

Muss ich dazu noch etwas sagen? :D


Schwim­men, von Fel­sen sprin­gen, Rakia trinken…

Lucy und Anna aus Neu­see­land, mit Bata, dem äus­serst unter­halt­sa­men und gut­ge­klei­de­ten Füh­rer unse­rer Tages-Tour durch Bosnien…

Poci­telj

 

Schää

Sweet

Happy

Aus­ser­dem: sin­gende Der­wi­sche, Cevapi, bos­ni­sche Folk­mu­sik und noch nen Rakia…

More Pics.

Johannes Klaus

Johannes Klaus hängte seinen Job als Grafikdesigner an den Nagel, um 14 Monate um die Welt zu reisen. Seine Website Reisedepesche wurde 2011 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. In unbeobachteten Momenten streichelt er den Preis zärtlich, besteht ansonsten aber darauf, dass ihm so was völlig egal sei.

  1. wio says:

    tolle impres­sio­nen! du ziehst einen ja förm­lich in die atmo­sphäre dei­ner auf­ent­halts­orte hin­ein. find ich super, bin mit her­zens­lust dabei ;0)

  2. Imam says:

    Du hast nicht zuviel ver­spro­chen…!!! Abso­lut bein­dru­ckend bis teil­weise bedrü­ckend, aber hoch inter­es­sant und spannend!
    Was wirst Du wohl in Alba­nien erle­ben?! Paß gut auf Dich auf, mein Lieber!

  3. Kwaheri says:

    Ein Dum­mer auf Reisen,
    wird manch­mal zum Weisen;
    Ein Dum­mer zu Hause,
    bleibt sicher Banause.
    (W. Cowper)
    Ohhhh ich armer Banause!
    Wei­ter­hin alles Gute!!!!!!!!
    Schau dir in Alba­nien mal das Städt­chen Berat an,- naja wenns geht und du halt Lust hast.…

  4. HJK says:

    Das, was Du schreibst fin­det man in kei­nem Rei­se­füh­rer. Es macht Freude, mit Dir unter­wegs zu sein – viel beque­mer, aber noch viel mehr geht ver­lo­ren, wenn man nicht es selbst erlebt. Du machst es schon rich­tig, die Gele­gen­heit kommt nie wieder.
    Einige Impulse, die uns hier diese Woche beglei­ten und die Dich auf Dei­ner Tour bestä­ti­gen sollen:
    ICH GEHE GANZ LANGSAM ‚SCHRITT DÜR SCHRITT-GANZ ACHTSAM, AUFMERKSAM UND GESAMMELT UND ÜBE:
    – NUR DEN SCHRITT ZU TUN, DER JETZT GERADE DRAN IST,
    – IM GEGENWÄRTIGEN AUGENBLICK ZU LEBEN;
    – NICHT RÜCKWÄRTSGEWANDT AM ÜBERLEBTEN ZU KLEBEN;
    – NICHT VON ZUKUNFTSSORGEN AUFDGEFRESSEN ZU WERDEN;
    – IMMER NUR GERADE DEN SCHRITT ZU TUN,DER JETZT GERADE DRAN IST.
    Gute Reise V.

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