Freunde, heute werde ich euch mit einem Teil mei­nes Lebens bekannt machen, den ihr wahr­schein­lich noch nicht kennt. Einen Cha­rak­ter­zug, der viel­leicht viel eher mit Alex dem Schwe­den in Ver­bin­dung gebracht wird, der schon des Öfte­ren seine avant­gar­dis­ti­sche Seite prä­sen­tierte (siehe auch: Rio-Bade­hose, Schwe­den-Shirt, West­af­ri­can-Pop­star-Hemd). Ihr habt es sicher erkannt, das Thema unse­res heu­ti­gen Aufsatzes:

„Klys, ein moder­nes Fashion Icon – Teil 1: Historie“
(in wei­te­ren Tei­len dann: Theo­rie und Pra­xis der Klys‘schen Phi­lo­so­phie „Fashion Ultra“, Zukunftsüberlegungen).

His­to­rie
Klys musste als Klein­kind oft die Klei­dung sei­ner zwei älte­ren Brü­der tra­gen. Die­ses Trauma prägte seine Bio­gra­fie und wird von Exper­ten gerne als das Schlüs­sel­er­leb­nis für sei­nen bemer­kens­wer­ten Wer­de­gang gedeu­tet. Inter­es­sant: In Kly­sens ers­ten 30 Lebens­jah­ren hatte dies kei­ner­lei Aus­wir­kung auf seine prak­ti­sche Lebens­füh­rung (vgl. Rei­se­de­pe­sche, 2010 ff).

Und was mache ich nun auf der Fashion Week in Berlin?

Sehr gute Frage, aber eines ist klar: Ich find’s lustig.

Das Mann­hei­mer Mode­la­bel Schu­ma­cher macht schi­cke Sachen für Frauen, die es sich leis­ten wol­len (und kön­nen). Rich­tig schöne Kla­mot­ten, Schuhe und Hüte, Acces­soires, das ganze Paket. Mit viel Liebe zum Detail, das find ich gut. Damit zei­gen sich auch Hol­ly­wood-Cele­bri­ties, und wer sich etwas aus­kennt in der Mode­welt, kennt Doro­thee Schu­ma­cher, das Herz der Com­pany. Ich kannte den Namen auch. Nicht wegen mei­nem tie­fen Inter­esse am Fashion Busi­ness. Nein, eher weil ich drei Häu­ser neben dem Haupt­sitz in der Mann­hei­mer Indus­trie­straße die letz­ten Jahre vor der Reise in einer Wer­be­agen­tur gear­bei­tet habe, und immer wie­der mit gro­ßen Augen staunte, wie viele traum­hafte Mäd­chen dort aus- und ein­ge­hen. So nah und doch so fern… hach.

Als ich jetzt aus der wei­ten Ferne wie­der­kam, wurde das nahe Ferne unver­hofft ganz zugäng­lich. Über Chris­tiane, eine liebe Freun­din, ein­ge­fä­delt, schlen­dere ich das erste Mal in die loftar­tige Oase im his­to­ri­schen Indus­trie­ge­biet, so offen­sicht­lich unpas­send mit mei­nen aus­ge­tre­te­nen Flip-Flops (die mich seit Kuala Lum­pur beglei­ten), dass ich gar nicht erst in die Ver­le­gen­heit komme, mich anpas­sen zu wol­len – just ano­t­her world. Spon­tan wird aus­ge­macht: Ich komme mit auf die Fashion Week, und mach da was Coo­les. Einen Backstage-Film.

Und so bin ich eine Woche in Ber­lin, nicht mal zwei Wochen nach­dem ich das erste Mal deut­schen Boden betre­ten habe. Klys. Mit gro­ßer Mühe sich an geschlos­sene Schuhe zu gewöhnen.

Fashion Week. Back­stage. Wit­zig, die­ses Leben!

Cate­go­riesDeutsch­land
Johannes Klaus

Johannes Klaus hängte seinen Job als Grafikdesigner an den Nagel, um 14 Monate um die Welt zu reisen. Seine Website Reisedepesche wurde 2011 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. In unbeobachteten Momenten streichelt er den Preis zärtlich, besteht ansonsten aber darauf, dass ihm so was völlig egal sei.

  1. Jens says:

    viel Spaß mit den Mädels ;-)
    Und ver­giss nicht zurück nach Mann­heim zu fahren.…..die Welt ist groß und ruck­zuck fliegst du hin­ter den/dem Model(s) her!
    Viel spaß in Berlin!

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