Im Rausch der Berge – zurück in die Schweiz

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Wohl kaum eine Jahreszeit polari­siert so stark wie der Winter. Viele lieben ihn – manch einer flüchtet lieber gen Süden »ins Warme«. Ich werde ab November von Tag zu Tag unruhiger. Dann will ich endlich wieder aufbre­chen. In die Berge. Für den weißen Rausch ist mir kein Weg zu weit.

Bald ist es wieder soweit: Powere Alert. In Gedanken fliehe ich schon heute aus der Großstadt, tausche die Skyline von Berlin gegen das Bergpanorama von Graubünden, urbanes Grundrauschen gegen das Geplätscher eines Bächleins, Grau gegen Weiß.

Mehr Winter geht nicht!

Ich erinnere mich noch gut an diesen einen Morgen im letztem Jahr. Draußen dämmerte es, der Tag war noch jung. Seit Stunden lag ich bereits wach in meinem Hotelbett, getrieben von einer inneren Neugier, von Vorfreude und Aufregung. Geweckt von diesem Kribbeln im Bauch und nicht durch das Vibrieren des Handy-Weckers, vom Lärmen der Müllabfuhr, Fußgetrappel oder Kindergeschrei aus der Nachbarwohnung. Lächelnd blickte ich aus dem Fenster und betrachte faszi­niert das konti­nu­ier­liche Rieseln der Schneeflocken. Das sollte ein guter Tag werden im Winterwonderland von Laax. Ich wünschte, jeder Tag könne so beginnen…

Über Nacht hatte über so viel geschneit, dass das Skigebiet nicht gleich geöffnet werden konnte. Ich wartete geduldig darauf, dass die Gondeln vom Schnee befreit wurden und sich schließ­lich auf den Weg machen konnten in Richtung Gipfel.

Vergiss nicht zu leben

Als ich dann durch den feinen Pulverschnee auf den Hängen des Bündner Vorab glitt, dachte ich an all jene, die lieber Karriereleitern als Berge hinauf klettern, Menschen, die ständig Instagram Fotos von beein­dru­ckenden Naturkulissen liken anstatt selber raus zu gehen, um die Welt zu entde­cken. Was nutzt all das hart verdiente Geld, wenn man keine Zeit mehr findet, es sinnvoll auszu­geben? Wie heißt es doch so schön: Collect moments not things. Ich rauschte auf meinen Brettern hinab in die Tiefe – und fühlte mich in diesem Moment wie der reichste Mensch den Welt.

Hier sitze ich nun, ein Getriebener, und sehne mich zurück nach Laax. Zurück in den Schnee. Oft werde ich gefragt: Aufbruch nach Feierabend, um zwei, drei Tage vor Ort zu verbringen? Lohnt sich das überhaupt – der ganze Aufwand für die kurze Zeit? Die Antwort fällt mir leicht und kommt ohne zögern über meine Lippen, ein breites Grinsen im Gesicht: Auf jeden Fall! Am Ende geht es doch vor allem darum, dem Trott zu entfliehen, dem Stress im Job etwas entge­gen­zu­setzen und das Leben out of office ganz bewusst zu genießen. Ist das anstren­gend? Manchmal. Bin ich müde vom Entdecken und Erleben? Niemals!


Kommentare

  1. Avatar von Helga

    Obwohl es Sommer ist, bekomme ich bei diesen tollen Aufnahmen direkt wieder Lust in den Schnee zu gehen! Neben Flims, Davos und der Lenzerheide ist Laax wirklich ein toller Ort in der Schweiz um den Schnee zu geniessen. Kann es kaum erwarten, dass der Winter kommt.

    Beste Grüsse aus der Schweiz
    Helga

    1. Avatar von Katharina

      Hey Helga,
      Das freut uns – auch wir sind schon voller Vorfreude auf den nächsten Winter!! Und Laax ist immer eine gute Idee 😉

      Liebe Grüße,
      Katharina & Henryk

  2. Avatar von Stefanie
    Stefanie

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für den Beitrag und die super tollen Bilder! Sieht richtig traum­haft aus! Mein Freund ist gerade auf der Suche nach schönen Skiresorten in der Schweiz…anscheinend gibt es aber so viele! – https://www.sport2000rent.com/skiverleih/standorte/schweiz/ Könnt ihr uns vllt paar Tipps geben? Wir suchen nach etwas, das eher ruhig und schön für Familienurlaub ist. Après-Ski-Parties sind nicht unser Ding 😀

    Vielen Dank im Voraus!

    Liebe Grüße,
    Stefanie und Max

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