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Go with the flow – Road­trip durch Slowenien

„Hey, hey, was geht’n ab? Packt eure Sachen, wir heben ab“, summe ich vor mich hin, als wir lang­sam vom Hof rol­len. Im Gepäck, gespannte Erwar­tung und jede Menge Lust auf neue Ein­drü­cke. Unter­wegs zwi­schen Alpen und Adria – mit vier Rädern zum Glück.

Wir sind unter­wegs in Slo­we­nien. Seit Jah­ren hängt Katha­rina mir in den Ohren, das kleine Land im ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wien zu berei­sen. Die Rei­se­be­richte klin­gen gut, auch die Fotos sehen toll aus. Trotz­dem wollte der Funke aus irgend­ei­nem Grund bis­her nicht über­sprin­gen. Bis jetzt. Die­sen Som­mer fand Katha­rina näm­lich ein Argu­ment oder eher ein „Lecker­chen“, dem ich ein­fach nicht wider­ste­hen konnte: „Wir fah­ren nach Slo­we­nien mit einem Cam­per!“ Und so nahm dann alles sei­nen Lauf…

Unser Trip beginnt an einem Frei­tag­mor­gen in Mün­chen. Hier befin­det sich der süd­li­che von zwei Stand­or­ten unse­rer Cam­per-Ver­mie­tung. Van­to­pia ist der Name der jun­gen Com­pany, die sich auf die Fah­nen geschrie­ben hat, ein etwas ande­res, ent­spann­tes und unkom­pli­zier­tes aber vor allem auch ziem­lich ein­zig­ar­ti­ges Van­life-Gefühl zu ver­mit­teln. Unser Cam­per für die nächs­ten 10 Tage wird ein VW T6 „Drea­mer“ sein. Anders als bei ande­ren Ren­tal Cam­pern ist der Innen­aus­bau nicht von der „Cali­for­nia-Stange“, son­dern 100% indi­vi­du­ell. Man merkt sofort, dass hier erfah­rene Bulli-Lieb­ha­ber am Werk waren. Viel ver­bau­tes Echt­holz sowie lie­be­volle Acces­soires machen den Cam­per zu einem ech­ten Wohl­fühl-Gefährt: Aus­rei­chend Stau­flä­chen und eine hoch­wer­tige und extrem gut durch­dachte Aus­stat­tung mit Dop­pel-Koch­mo­dul, das auch easy nach Drau­ßen ver­la­gert wer­den kann, Hän­ge­matte und Lich­ter­kette, Kis­sen und Kuschel­de­cke, ver­nünf­tige Schnei­de­mes­ser und Wein­glä­ser, Solar­licht und sogar eine Pola­roid­ka­mera für Schnapp­schüsse unter­wegs sind stan­dard­mä­ßig dabei – neben der regu­lä­ren Aus­stat­tung mit Auf­stell­dach, Cam­ping­tisch- und Stüh­len usw. Cam­ping-Dusche, BBQ Star­ter Kit, die Slack­line und sogar ein Work- and Tra­vel-Set mit Power­sta­tion, Solar­pa­nel und Daten-SIM kön­nen on top dazu gebucht wer­den. Ganz ehr­lich – so kom­for­ta­bel und umfang­reich aus­ge­stat­tet war unser alter T4 damals nicht. Wir sind schwer ange­tan und mehr als bereit für die­sen Trip.

Zur Sonne, zur Freiheit…

Nach einer unkom­pli­zier­ten Ein­wei­sung geht es end­lich los in Rich­tung Süd-Osten. Der Plan ist, zunächst im Nor­den Slo­we­ni­ens die Juli­schen Alpen und den Tri­g­lav Natio­nal­park zu erkun­den und dann wei­ter ins Lan­des­in­nere zu fah­ren, um unter ande­rem die Haupt­stadt Ljubljana zu besu­chen, bis zur Adria­küste, bevor wir wie­der den Heim­weg antreten.

Abge­se­hen von zu vie­len ande­ren Fahr­zeu­gen auf der Salz­bur­ger Auto­bahn und den damit ver­bun­den klei­nen Staus ver­läuft die erste und gleich­zei­tig längste Etappe bis zur slo­we­ni­schen Grenze rei­bungs­los. Wir sind extrem urlaubs­mo­ti­viert und kön­nen es kaum erwar­ten, end­lich den Wagen in Kran­jska Gora abzu­stel­len und uns hei­me­lig einzurichten. 

Klar, als Win­ter­sport-Fan habe ich den Namen des Ortes schon ein­mal gehört und habe auch eine vage Vor­stel­lung, was mich erwar­tet. Über den Wur­zen­pass von Kärnten/​Villach kom­mend, bleibt mir dann aber den­noch kurz die Luft weg beim ers­ten Blick auf das wun­der­schöne Bergpanorama.

Wir che­cken ein auf dem Cam­ping­platz Spik. In unse­ren Van­life-Jah­ren vor Mik­kels Zeit haben wir um solch stär­ker fre­quen­tierte 4‑S­terne-Plätze eher einen Bogen gemacht. Mit Kids im Gepäck läuft es aber doch etwas anders, und so erfreuen wir uns über alle Annehm­lich­kei­ten der schö­nen Anlage: Strom am Platz, moderne sani­täre Ein­rich­tun­gen, Super­markt und Co. Beson­ders aber über gleich­alt­rige Kids und die coo­len Ange­bote für die Klei­nen. Unser „Schlaf­auto“ wie Mik­kel es nennt, wird einen Stein­wurf ent­fernt vom Kin­der-Hoch­seil­gar­ten geparkt – und unser Mini ist nach zwei Minu­ten dort ver­schwun­den, auf eige­ner Ent­de­ckungs­reise von Holz­platt­form zu Holz­platt­form han­gelnd. Zeit für die Eltern, die Cam­ping­stühle aus­zu­pa­cken, den Grill anzu­schmei­ßen und das coole „Cof­fee­l­over-Set“ zu testen.

Ihr habt rich­tig gele­sen. Das Bundle bestehend aus Kaf­fee­mühle, Espres­so­ko­cher, Milch­auf­schäu­mer und 3 ver­schie­de­nen Sor­ten Espres­so­boh­nen ist optio­nal bei Van­to­pia mit im Paket. Herrlich!

Dank mil­der Tem­pe­ra­tu­ren am Abend las­sen wir den ers­ten Rei­se­tag ent­spannt vor unse­rem Van aus­klin­gen. Junior schläft bereits selig im unte­ren Bereich auf einer gro­ßen Lie­ge­flä­che, die sich mit nur weni­gen Hand­grif­fen leicht ein­rich­ten lässt. Wir schmie­den Pläne für die fol­gen­den Tage und schmö­kern in unse­rem Rei­se­de­pe­schen Rei­se­füh­rer (den wir euch übri­gens wärms­tens emp­feh­len kön­nen). Katha­rina zieht es in Rich­tung Gip­fel und freut sich auf die aben­teu­er­li­che Fahrt über den Vršič Pass, ich freue mich hin­ge­gen am meis­ten auf das Soča-Tal, von dem ich schon so viele tolle Fotos gese­hen und mich natür­lich frage, ob der Fluss­lauf wirk­lich so eine inten­sive Farbe hat.

Am Ende wer­den wir alle auf unsere Kos­ten kommen…

Juli­sche Alpen, Natio­nal­park Triglav

Unsere Ent­de­ckungs­reise im Natio­nal­park beginnt am nächs­ten Mor­gen mit einem ers­ten kur­zen Stopp am nahe­ge­le­ge­nen Zel­enci Natur­re­ser­vat. Hier bekommt man einen Vor­ge­schmack auf das, was die Region alles zu bie­ten hat. Vom Park­platz aus füh­ren ver­schie­dene Wan­der­wege über höl­zerne Stege durch ein Sumpf­ge­biet, das eine geo­lo­gi­sche Beson­der­heit dar­stellt. Wir steu­ern den klei­nen See mit sei­ner irren sma­ragd­grü­nen Farbe an, aus dem kleine Quel­len empor­spru­deln. Forel­len zie­hen vor­bei und um das Bild abzu­run­den, spie­geln sich auf der Was­ser­ober­flä­che die Berge am Hori­zont. Von der höl­zer­nen Aus­sichts­platt­form hat man einen wun­der­ba­ren Blick über die Sze­ne­rie. Mik­kel würde am liebs­ten gleich ins Was­ser sprin­gen. Er wird sich jedoch noch ein wenig gedul­den müssen.

Der bes­sere Ort zum Baden – mit eben­falls tür­kis­far­be­nem Was­ser und einem nicht weni­ger beein­dru­cken­dem Berg­pan­orama vor den Toren Kran­jska Goras – ist der Jasna-Berg­see. Hier gibt es nette kleine Cafés und Bars am Ufer, Bade­stel­len, einen SUP-Ver­leih, und, und, und. Defi­ni­tiv ein guter Ort für die ganze Fami­lie. Gleich dane­ben erstreckte sich ein brei­tes Fluss­tal mit viel Geröll und einem seich­ten Gebirgs­fluss – per­fekt, um die Füße abzu­küh­len oder für Klein­kin­der zum Plant­schen, sollte es am See mal zu tru­belig werden.

Wir fah­ren jedoch erst ein­mal wei­ter gen Wes­ten und über­que­ren nach weni­gen Minu­ten die Lan­des­grenze. Dies­mal aber nicht nach Öster­reich son­dern nach Ita­lien. Allzu viele Stra­ßen gibt es im Natio­nal­park näm­lich nicht, und da wir uns den Vršič Pass mit sei­nen rund 50 Haar­na­del­kur­ven für spä­ter am Tag auf­he­ben, wäh­len wir vor­erst die Route durch bella Ita­lia. Am Lago del Pre­dil machen wir noch ein­mal kurz Rast und mer­ken schnell: Wer baden will braucht Cojo­nes! Oder anders for­mu­liert, das Was­ser ist wun­der­schön klar – und saukalt.

Über die Pan­ora­ma­straße SS54 geht es wei­ter, zurück über die Grenze nach Slo­we­nien und auch zurück in die Berge in Rich­tung des 2.864 Meter hohen Tri­g­lavs, Namens­ge­ber des Natio­nal­parks. End­lich steu­ern wir auch den berühmt-berüch­tig­ten Vršič Pass an.

„Ein­zig­ar­tige Aus­bli­cke von ein­drucks­vol­len Berg­rie­sen, grüne Alpen­tä­ler, plät­schernde Bäche und kris­tall­klare Seen, die das Blau des Him­mels wider­spie­geln, und eine viel­fäl­tige Tier- und Pflan­zen­welt. Nein, das ist kein Traum!“, so der Wer­be­text des loka­len Tou­ris­mus­ver­bands. Doch, was soll ich ande­res sagen, es ent­spricht ein­fach der Realität.

Kurve um Kurve – die Route über den Vršič Pass 

Wir genie­ßen die Fahrt auf der kur­ven­rei­chen Straße mit allen Sin­nen. Mein Blick schweift per­ma­nent in die Land­schaft, dabei sollte man sich wirk­lich auf das Fah­ren kon­zen­trie­ren. Immer wie­der sind die Kur­ven spitz und schwer ein­zu­se­hen, und auch die zahl­rei­chen Motor­rad- und Fahr­rad­fah­rer erfor­dern Auf­merk­sam­keit. Ich bin mir sicher, daß alle das glei­che „Pro­blem“ haben: Genieße ich das Crui­sen auf der wirk­lich coo­len Straße, oder mache ich Halt, um aus­zu­stei­gen, tief ein­zu­at­men oder Erin­ne­rungs­fo­tos zu schießen?

Etwas nei­disch bli­cke ich auf die Renn­rad­fah­rer, die die­ses land­schaft­li­che Juwel NOCH inten­si­ver spü­ren als wir, sich die Stei­gun­gen Meter für Meter hin­auf­schrau­ben und mit einer schier end­lo­sen Abfahrt belohnt wer­den. Katha­rina sieht das etwas anders. Die Vor­stel­lung, bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren die stei­len Keh­ren des Vrsic Pas­ses hin­auf auf 1.600 Meter zu stram­peln ist für sie eher ein Alp­traum. Und zuge­ge­ben, wer mit dem Auto unter­wegs ist, hat mehr Zeit für die vie­len loh­nens­wer­ten Stopps, Aus­sichts­punkte und Wan­der­wege ent­lang des höchs­ten Pas­ses Slo­we­ni­ens. Die Straße wurde, wie so viele Alpen­pässe, einst zu mili­tä­ri­schen Zwe­cken erbaut. Einige Haar­na­del­kur­ven haben sogar noch das alte Kopfsteinpflaster.

Wir par­ken unse­ren Van ganz oben auf dem Pass und wan­dern vor­bei an der Ticar-Hütte, den Über­res­ten eines Bun­kers und dem “Fel­sen­ge­sicht” Ajdovska deklica zu einem klei­nen Gip­fel mit welt­bes­tem Ausblick.

Der Vršič Pass ist von Kran­jska Gora defi­ni­tiv die beein­dru­ckendste Route ins Soča-Tal und die ein­stün­dige Fahr­zeit (ohne Pau­sen und Foto­stopps) ein Aben­teuer der beson­de­ren Art.

Einer der schöns­ten Flüsse der Alpen

Eines kann ich gleich vor­weg­neh­men: Die Soča ist ein Fluss, den man nicht so schnell ver­gisst. Ob es die krasse Farbe ist, die Viel­sei­tig­keit – mal plät­schert sie flach und ent­spannt dahin, mal rauscht sie durch enge Fels­schluch­ten, bil­det sma­ragd­far­bene Tröge und tiefe Gum­pen – oder die Natur­be­las­sen­heit? Ver­mut­lich ist es das Gesamt­pa­ket, das sich auf über 100 Kilo­me­tern durch den Natio­nal­park schlängelt.

An vie­len Stel­len ent­lang des fla­chen Ufers kann man baden, manch­mal auch in einem der natür­li­chen Bade-Pools und tür­kis­far­bene Becken. Ich fand es hier ein­fach nur wun­der­schön und total ent­schleu­ni­gend. Denn gibt es etwas Bes­se­res als an einem Som­mer­tag inmit­ten der Natur mit der Fami­lie Zeit zu ver­brin­gen? Stun­den­lang fla­che Stein­chen sprin­gen zu las­sen oder mit dem Junior große „Plat­scher“ zu erzeu­gen, immer wei­ter in das (wirk­lich sehr) kalte klare Was­ser zu waten, viel­leicht auch mal bib­bernd unter­zu­tau­chen, um sich dann nach dem Kälte-Schock von der Som­mer­sonne wie­der auf­wär­men zu las­sen? Das Handy in den Untie­fen des Ruck­sacks zu igno­rie­ren, statt­des­sen zu Lachen, zu Erzäh­len oder gemein­sam zu Chil­len – und ein­fach mal nichts zu machen?

Ja, es gibt sie, diese „Happy Places“, und einige habe ich bereits in Nor­we­gen, Kanada, auf Hawaii oder auch in Frank­reich oder Por­tu­gal gefun­den. Mit der Soča wurde nun ein wei­te­rer Pin auf mei­ner Map of Hap­pi­ness gesetzt. Und das Beste: Auch wenn das Soča-Tal kein Geheim­tipp ist und jeden Som­mer von vie­len Tou­ris­ten besucht wird – es gibt sie, die Buch­ten und Kie­sel­ufer, die ihr ganz allein für euch habt.

High­lights im Tal sind übri­gens die “Gro­ßen Soča-Tröge” (Velika korita Soče), wo der Fluss auf einer Länge von etwa einem Kilo­me­ter immer wie­der tiefe Natur­pools bil­det, der Šunik-Was­ser­hain, der Slap Virje – ein Was­ser­fall mit Bade-Pool – und auch der Höh­len­was­ser­fall Kozjak.

An einem beson­ders hei­ßen Nach­mit­tag ent­schie­den wir uns, in den Schat­ten der Tol­min-Klamm im Süden des Natio­nal­parks zu flie­hen und dort die Füße im kal­ten Fluss­bett abzu­küh­len. Eine extrem gute Idee, wie sich dann her­aus­stellte… Zunächst ver­läuft der schmale Wan­der­weg durch ein Wäld­chen. Zwi­schen den üppi­gen, dich­ten Blät­tern gibt es immer wie­der Lücken, die die Sicht auf das leuch­tende Blau am Fuße der Klamm frei­ge­ben. Ist man am Fluss ange­kom­men wird klar warum die­ser Ort ein wei­te­res High­light ist. Post­kar­ten­mo­tiv links. Post­kar­ten­mo­tiv rechts. Post­kar­ten­mo­tiv beim Blick nach oben…

Ein Rund­wan­der­weg mit zahl­rei­chen Brü­cken über und neben der Klamm führt zu einer Ther­mal­quelle, die unter steil auf­ra­gen­den Fel­sen sanft tür­kis blub­bert, es gibt eine Höhle, einen hän­gen­den Stein und ein hohes Via­dukt, das hoch über der Schlucht erbaut wurde.

Für unsere Rei­se­gruppe ist die gemein­same Zeit in Slo­we­nien on the road im Cam­per fast genauso schön, wie die Stun­den unter­wegs in der Natur. Mik­kel hat sich auf der Rück­bank mit Bil­der­bü­chern, Tonie-Box und Kuschel­tiere sein eige­nes Reich ein­ge­rich­tet, wir zwei Gro­ßen genie­ßen vorn die gemein­same Zeit mit guten Gesprä­che. Zeit, die im Ber­li­ner All­tag so oft zu kurz kommt. Unser Van ist uns nach nur weni­gen Tagen abso­lut ver­traut und Teil der Out Of Office Crew gewor­den und wir erwi­schen uns dabei, daß wir in regel­mä­ßi­gen Abstän­den dar­über phi­lo­so­phie­ren, ob so ein Fahr­zeug viel­leicht doch noch mal ange­schafft wer­den sollte. Ich fände es natür­lich groß­ar­tig und sehe uns schon mor­gens am See, mit einem damp­fen­den Becher Kaf­fee in der Hand…

Aber nun geht es erst ein­mal wei­ter auf die­ser Reise und wir ver­las­sen nach drei erleb­nis­rei­chen Tagen den Tri­g­lav Natio­nal­park. Mit kur­zem Zwi­schen­stopp am Blen­der See für ein wirk­lich pit­to­res­kes Post­kar­ten-Motiv, düsen wir wei­ter in Rich­tung Ljubljana und Küste.

Will­kom­men in der Drachenstadt

Mit gerade mal 290.000 Ein­woh­nern ist sie nicht nur das Herz, son­dern auch die größte Stadt des Lan­des. Die „Dra­chen­stadt“ Ljubljana über­rascht uns mit einem bun­ten Mix aus medi­ter­ra­nen Ein­flüs­sen, einer guten Prise öster­rei­chisch-ita­lie­ni­schem Flair und einer bild­hüb­schen Alt­stadt. Neben zahl­rei­chen (aus­ge­zeich­ne­ten) Restau­rants gibt es viele kleine Shops zu ent­de­cken, in denen sich neben dem übli­chen tou­ris­ti­schen Nip­pes auch echte lokale Schätz­chen und moder­nes Design prä­sen­tie­ren. Durch die Alt­stadt schlän­gelt sich der Fluß Ljublja­nica, an des­sen grü­nen Ufern sich zahl­rei­che Bars und Cafés ange­sie­delt haben. Mit am bes­ten hat mir der Markt Odprta Kuhna gefal­len. In den Som­mer­mo­na­ten fin­det jeden Frei­tag von 10 bis 21 Uhr auf dem gro­ßen Platz im Zen­trum der Stadt eine Mischung aus läs­si­gem Open-Air-Street­food-Fes­ti­val und anspruchs­vol­ler Gour­met-Küche statt.

Es bleibt bei einem kur­zen Ken­nen­ler­nen mit der Stadt, wir haben heute noch viel vor. Wir sagen „nas­vi­denje“ und sind uns einig, dass wir noch ein­mal mit mehr Zeit wie­der­kom­men werden.

Da bei die­ser Reise durch Slo­we­nien die Inter­es­sen und Wün­sche aller Fami­li­en­mit­glie­der berück­sich­tigt wer­den, fah­ren wir am Nach­mit­tag wei­ter in Rich­tung Küste und zu einem Ort, den unser klei­ner Pfer­de­freund unbe­dingt sehen will. Nahe der ita­lie­ni­schen Hafen­stadt Tri­est liegt die Grenz­stadt Lipica mit sei­nem welt­be­rühm­ten Gestüt. Die Geschichte die­ser slo­we­ni­schen Pfer­de­zucht reicht bis ins 16. Jahr­hun­dert zurück. Bekannt wurde es durch die wei­ßen Lipiz­za­ner-Pferde, die der ein oder andere viel­leicht eher mit der Hof­reit­schule in Wien ver­bin­det. Es ist das älteste Gestüt in Europa, das – bis heute – unun­ter­bro­chen nur diese eine Pfer­de­rasse züch­tet. Und den kilo­me­ter­lan­gen Kop­pel­zäu­nen zufolge, an den wir mit unse­rem Auto vor­bei­kom­men, ist es wohl auch eines der größten.

Das Gestüt von Lipica

Allzu große Erwar­tun­gen hatte ich als beken­nen­der Nicht-Pferde-Fan an die­sen Besuch nicht. Unterm Strich ist es dann aber ein doch sehr beson­de­res Erleb­nis. Ruhig ist es in Lipica. Mir gefällt die Weit­läu­fig­keit des Gelän­des. Ich mag es, wenn wir eine große Herde weit ent­fernt im Schat­ten der Bäume gra­sen sehen und durch die his­to­ri­schen Gebäude und die pracht­vol­len Alleen nahezu allein und völ­lig frei ent­lang spa­zie­ren, um der Geschichte des Gestüts nachzuspüren.

Mik­kel freut sich vor allem über die Vor­füh­run­gen und den Besuch in den alten Stal­lun­gen, wo er mit den Pferd­chen auf Tuch­füh­lung gehen darf. Und über sei­nen neuen bes­ten Freund, ein klei­nes Kuschel­pony, das nach dem Besuch im Sou­ve­nir­la­den des Muse­ums zu uns stößt…

Wer schon ein­mal mit einem Cam­per­van Urlaub gemacht hat weiss um den hohen Stel­len­wert des nächt­li­chen Stell­plat­zes. Ich will am Abend im bes­ten Fall gemüt­lich und unge­stört vor dem Auto sit­zen und noch in Ruhe den ein oder ande­ren küh­len Drink genie­ßen – und auch am nächs­ten Mor­gen einen schö­nen Aus­blick genie­ßen, wenn ich schlaf­trun­ken aus der mobi­len Her­berge krab­bele. Viel­leicht ist der Stell­platz ver­gleich­bar mit dem Bal­kon dei­nes Hotel­zim­mers. In einer idea­len Welt ist die­ser schön groß, nach Süden aus­ge­rich­tet, für andere Gäste nicht ein­seh­bar, teil­weise über­dacht und hat natür­lich einen unver­bau­tem Meer­blick. Pre­mium also…

Einen solch per­fek­ten Ort zu fin­den erfor­dert meist etwas Recher­che und manch­mal braucht es ein auch wenig Glück, ins­be­son­dere, wenn man legal über­nach­ten möchte. Die offi­zi­elle Erlaub­nis ist lei­der näm­lich oft der Show­stop­per. In Slo­we­nien ist „wil­des Cam­pen“ ins­be­son­dere in den Natio­nal­parks strikt ver­bo­ten. Wer außer­halb eines offi­zi­el­len Cam­ping­plat­zes erwischt wird, muss mit einer Geld­strafe von bis zu 500 Euro rech­nen. Auch auf öffent­li­chen Park­plät­zen oder auf Stra­ßen ist das Über­nach­ten nur sel­ten erlaubt. Glei­ches gilt natür­lich für Pri­vat­grund­stü­cke. Wenn du jedoch vor­her freund­lich nach­fragst, kannst du auf eini­gen Bau­ern­hö­fen oder Pri­vat­grund­stü­cken ganz wun­der­bar für eine Nacht cam­pie­ren. Teil­weise auch mit dem erhoff­ten Meer­blick. Und wenn diese Pri­vat­per­son dann zufäl­lig auch noch Wein anbaut, dann kann das auch schon mal ein ech­ter Traum­platz sein!

Auf ein Glas Slo­we­ni­schen Vino

Das erste Wein­gut, an dem wir unser Lager für eine Nacht auf­schla­gen, ist kein zufäl­lig gewähl­ter Spot, son­dern eine wei­tere Emp­feh­lung aus unse­rem Beglei­ter „Rei­se­hand­buch Slo­we­nien. Geheim­tipps von Freun­den“ von Magda Leh­nert, die auf ihrem eige­nen Blog Wanderfolk.de übri­gens noch mehr tolle Geschich­ten aus Slo­we­nien und der Welt erzählt.

Das Bou­tique Wein­gut Lepa Vida liegt im male­ri­schen Vipava-Tal, ca. 10 Minu­ten ent­fernt von Nova Gorica. Geführt wird es von Irena und ihrem Mann Matija und ist – wie sie es for­mu­lie­ren – das Ergeb­nis von drei Gene­ra­tio­nen har­ter Arbeit, hand­werk­li­chem Kön­nen und Hin­gabe an die Her­stel­lung hoch­wer­ti­ger Weine. Ihre Geschichte begann mit der Erlaub­nis, Wein unter einem eige­nen Label zu pro­du­zie­ren und zu ver­kau­fen. Kurz nach der Grün­dung ent­warf der renom­mierte slo­we­ni­sche Indus­trie­de­si­gner Oskar Kogoj eine Reihe von Fla­schen für slo­we­ni­sche Win­zer, zu denen auch die Lepa Vida-Fla­sche gehörte. Sie hat die Form eines weib­li­chen Kör­pers mit brei­ten Hüf­ten, die die Frucht­bar­keit sym­bo­li­siert, und als Kom­pli­ment an die tap­fe­ren jun­gen Frauen namens Alek­sand­rinke ent­wor­fen wurde, die Slo­we­nien ver­lie­ßen, um als Ammen in Ägyp­ten zu arbei­ten. Die exklu­sive Nut­zung die­ser Fla­sche wurde der Fami­lie Ipa­vec gewährt. Die Wein­kel­le­rei Lepa Vida war geboren.

Heute ent­spricht die Fla­schen­form wie­der der Norm, damit sie zur Aus­lie­fe­rung in Stan­dard-Kar­tons ver­packt wer­den kann. Die hübsch illus­trier­ten Eti­ket­ten erzäh­len jedoch die Geschichte des Wein­guts auch heute noch weiter.

Che­fin Irena ist ein ech­tes Juwel und wie es sich für eine gute Unter­neh­me­rin und Gast­ge­be­rin gehört auch irgend­wie omni­prä­sent. Sie begrüßt uns herz­lich und ver­sorgt uns gleich mit den wich­tigs­ten Infos zu den Stell­plät­zen, bevor sie sich wider den Gäs­ten der lau­fen­den Wein­ver­kos­tung wid­met. Am Abend dür­fen wir selbst eine wun­der­bare Ver­kos­tung genie­ßen und lau­schen gebannt der Geschichte des Wein­guts, die Irena uns erzählt. Spie­le­risch ver­mit­telt sie alles rund um den Wein­bau auf Eng­lisch, Ita­lie­nisch, Slo­we­nisch, Deutsch, … immer so wie es für ihr Gegen­über am ein­fachs­ten ist. Neben dem Pro­jekt Wein­gut ist sie auch Mut­ter von zwei Kid­dis, dem­entspre­chend lie­be­voll geht sie mit unse­rem Nach­wuchs um. Der fin­det die Ver­kos­tung näm­lich nur mäßig span­nend und würde am liebs­ten sofort wie­der zu sei­nem Lieb­lings­platz auf dem Gelände flit­zen: einem Tisch mit schau­keln­den Bänken.

Als wenn das ganze Set­ting nicht schon genial genug wäre, kommt Irena plötz­lich mit einem „Out Of Office“-Wein um die Ecke. Tat­säch­lich gibt es bei Lepa Vida einen Orange Wein mit O.O.O. Label. Wenn das kein Zufall ist! Natür­lich haben wir gleich mal eine Kiste davon in unse­ren Cam­per geladen!

Die Ver­kos­tung, die übri­gens nicht nur aus­ge­zeich­nete Weine, son­dern auch tolle lokale Lecke­reien beinhal­tet, fin­det in einem ele­gan­ten Glas­ku­bus statt, der vor eini­gen Jah­ren an das alte Bau­ern­haus der Fami­lie ange­baut wurde. Lepa Vida ist ein wun­der­ba­res Bei­spiel dafür, dass Tra­di­tion und Moderne sich ergän­zen und nicht aus­schlie­ßen, Bewähr­tes sich mit Trends ver­mischt und dar­aus etwas Neues, Schö­nes ent­ste­hen kann.

Am spä­ten Abend sit­zen wir noch bis tief in die Nacht mit zwei Köl­ner Cam­pern zusam­men und ent­kor­ken die ein oder andere wei­tere Fla­sche bei lauen Tem­pe­ra­tu­ren unterm Ster­nen­him­mel – natür­lich an dem gesel­li­gen Tisch mit den Schau­kel-Bän­ken. Dabei stellt sich her­aus: Auch die bei­den haben den Tipp, Lepa Vida zu besu­chen, im Rei­se­hand­buch des Rei­se­de­pe­schen Ver­lags ent­deckt. Noch so ein Zufall…

Am fol­gen­den Tag steu­ern wir erneut ein Wein­gut wei­ter süd­lich an. Die­ses ist zwar etwas ein­fa­cher und tra­di­tio­nel­ler als Lepa Vida, doch von der gro­ßen Stell­platz-Wiese haben wir einen wun­der­ba­ren Blick über die Adria. Bei guter Sicht, kann man angeb­lich sogar bis Vene­dig schauen. Der Abstand zum nächs­ten Cam­per­van beträgt gut und gerne 200 Meter, also Platz ohne Ende! Achso, das ganze ist übri­gens kos­ten­los – man kauft ledig­lich ein paar Fla­schen Wein nach eige­nem Ermessen.

Für den abend­li­chen Sun­dow­ner und eine erfri­schende Abküh­lung im Meer steu­ern wir die zau­ber­hafte Hafen­stadt Piran an, die von unse­rem Stell­platz in den Wein­ber­gen nur eine kurze Fahrt ent­fernt ist. Auch, wenn die slo­we­ni­sche Küste mit weni­ger als 50 Kilo­me­tern ver­hält­nis­mä­ßig klein ist, lohnt sich der Abstecher.

Zum Sun­dow­ner nach Piran

Einem Tipp fol­gend par­ken wir unse­ren Cam­per auf einem Park­platz in Fiesa, etwas außer­halb von Piran. Zu Fuß lau­fen wir von dort aus knapp 20 Minu­ten der tief ste­hen­den Sonne ent­ge­gen einen hüb­schen Küs­ten­pfad ent­lang zum auto­freien his­to­ri­schen Hafen von Piran. Natür­lich nicht, ohne vor­her noch ein­mal ins kühle Nass zu sprin­gen. Das Was­ser ist ange­nehm warm, um uns herum plant­schen und lachen jede Menge Kids und Teens, die mit allem was schwimmt und Spaß macht im und am Was­ser unter­wegs sind. Mik­kel liebt es!

Piran wird die „weiße Perle“ genannt und gilt als Slo­we­ni­ens schönste Küs­ten­stadt. Ich habe zuge­ge­be­ner­ma­ßen kei­nen Ver­gleich, kann aber bestä­ti­gen das der Ort abso­lut bezau­bernd ist. In der Alt­stadt fla­nie­ren wir durch enge Gas­sen mit schma­len Häu­sern nach vene­zia­ni­schem Vor­bild. Irgend­wann lan­den wir auf dem beein­dru­cken­den Tart­ini-Platz, dem zen­tra­len Mit­tel­punkt, an dem sich ein Café an das nächste reiht und eine Bühne für abend­li­che Live­mu­sik auf­ge­baut wird.

Uns zieht es zum Hafen. Kleine Fischer­boote lie­gen dicht an dicht und schau­keln sanft in den Wel­len. Ein Duft von Knob­lauch und gebra­te­nem Fisch liegt in der Luft. Wir kön­nen gar nicht anders als uns nie­der­zu­las­sen, ein küh­les Pivo zu bestel­len und mit fang­fri­schen Tin­ten­fisch­rin­gen, Sar­di­nen und ande­ren Lecke­reien das medi­ter­rane Flair zu genie­ßen. Urlaubs­ge­fühl pur.

Als wir nach Son­nen­un­ter­gang auf­bre­chen, um zum Cam­per zurück zu keh­ren, fällt uns der Abschied von Piran und der slo­we­ni­schen Riviera nicht leicht. Mor­gen bricht bereits unser letz­ter Tag in Slo­we­nien an, bevor wir dem Land Lebe­wohl sagen. Ein letz­tes Mal wol­len wir ein­tau­chen in das grüne, wilde Herz des Lan­des mit sei­nen zahl­rei­chen Höh­len und Bur­gen. Hier leben noch Wölfe, Bären und Luchse in freier Wild­bahn! Tief in mir spüre ich, dass ich noch nicht bereit bin zu gehen. Ich will mehr Zeit am Meer und noch viel mehr Zeit in Slo­we­nien im Cam­per­van mit mei­nen bei­den Lieb­lings­men­schen verbringen!

Unser Fazit zu die­sem Roadtrip

Slo­we­nien ist ein klei­nes Land, gleich­zei­tig super viel­sei­tig und damit per­fekt für einen Family-Road­trip mit dem Cam­per geeig­net. Wir hat­ten nur eine knappe Woche vor Ort, zwei Wochen wären ver­mut­lich per­fekt, um wirk­lich tief in das Land „ein­zu­tau­chen“ und auch den sehens­wer­ten öst­li­chen Teil kennenzulernen.

Dazu steht für uns fest: Die­sen Road­trip kann man in jedem Fall per­fekt mit einem Zwi­schen­stopp in Öster­reich oder Ita­lien ver­bin­den – mit noch mehr Zeit könnte man wei­ter die Adria ent­lang, z.B. nach Kroa­tien, fahren.

Da wir zur Haupt­sai­son unter­wegs waren, haben wir im Übri­gen die meis­ten Plätze zur Über­nach­tung im Vor­feld ange­fragt und reser­viert. Das war nicht in jedem Fall nötig, ins­be­son­dere die Stell­plätze bei den Wein­gü­tern kann man auch spon­tan anfah­ren, im Tri­g­lav Natio­nal­park sind die Mög­lich­kei­ten hin­ge­gen begrenzt und einige Plätze waren bereits aus­ge­bucht, als wir ange­fragt haben. Da machen früh­zei­tige Reser­vie­run­gen sicher­lich Sinn.

Was wir in jedem Fall unein­ge­schränkt emp­feh­len kön­nen (und sicher­lich auch in Zukunft noch mal nut­zen wer­den) sind die Vans von Van­to­pia. Der T6 mit Auf­stell­dach hat für uns drei gut aus­ge­reicht. Es gibt aber auch grö­ßere Wagen im Ver­leih. Was uns bei Van­to­pia am meis­ten begeis­tert hat, ist das sich sofort ein­stel­lende Van­life-Gefühl durch die sehr indi­vi­du­elle und extrem umfang­rei­che Aus­stat­tung. Das Gegen­teil von Stan­dard – mit ganz viel Liebe zum Detail sind die Vans wirk­lich durch­dacht aus­ge­baut und eingerichtet.

In jedem Fall hat die­ser Road­trip die Liebe zum Cam­per-Urlaub bei uns allen noch ein­mal ver­tieft und wir sind uns einig, dass dies nicht die letzte Reise die­ser Art war…

***

Hin­weis: Wir bedan­ken uns von Her­zen beim Team von Van­to­pia. Die­ser Arti­kel ist Teil einer Koope­ra­tion, beruht jedoch aus­schließ­lich auf eige­nen Ein­drü­cken und per­sön­li­chen Erfah­run­gen der Autoren.

Cate­go­riesSlo­we­nien
Katharina & Henryk

Aus dem Background der Berliner Medien- und Agenturwelt kommend wuchs in Katharina und Henryk in den letzten Jahren zunehmend der Gedanke, die bereits so häufig diskutierte Work-Life-Balance in Bezug auf ihr eigenes daily bizz kritisch zu hinterfragen. Ihr gemeinsamer Plan: Den statischen Office-Alltag zwischen Meetings, Calls und Pitches für einige Monate eintauschen gegen ein flexibleres Lebens- und Arbeitsmodell. Auf Reisen gehen, die Welt entdecken, Akkus aufladen – und gleichzeitig produktiv sein. Nun sind sie unterwegs!

  1. Wolfgang Stahl says:

    Hej Katha­rina & Hen­ryk, ein tol­ler Reise- & Erleb­nis­be­richt mit ein­drucks­vol­len Bil­dern. Genauso haben wir das fas­zi­nie­rende Slo­we­nien mit unse­rem Cam­per auch erlebt. Wir sind über Graz nach Slo­we­nien ein­ge­reist und haben unse­ren ers­ten Stop auf dem hüb­schen fami­li­en­ge­führ­ten Wein­gut Winez gemacht. Von dort haben wir auf­grund des Wet­ters einen Rei­se­tag ein­ge­legt und sind 270 km quer durchs Land nach Piran gefah­ren und stan­den zwei Tage auf dem Cam­ping­platz Fies­adi­rekt mit Meer­blick. Dann ging es auch für uns für eine Nacht ins Vipana Tal zum Wein­gut Rouna bevor es ins unbe­schreib­lich schöne Soča Tal ging. Ein Abste­cher zur atem­be­rau­ben­den Tol­min Klamm und dann ab nach Koba­rid auf den spor­ti­ven Cam­ping­platz Koren, von hier aus zum Koz­jak Was­ser­fall hoch. Nach einem Ruhe­tag ging’s wei­ter über Bovec mit Stop am Was­ser­fall Virje zum nächs­ten Stop auf dem Camp Jelinčič. Ein super freund­li­cher Fami­li­en­bau­ern­hof mit Cam­ping­platz direkt an der Soča in unmit­tel­ba­rer Nähe zu den Soča Trö­gen. Zwei Nächte mit etli­chen Spa­zier­gän­gen auf dem Soča Pot waren rich­tig erhol­sam. Am Abrei­se­tag führte uns unsere mor­gend­li­che Gas­si­runde zum Suni­kov Was­ser­fall im wun­der­schö­nen Lepena Tal. Die wei­tere Reise führte uns über den Vrsič Pass mit einer Kaf­fee­pause zwi­schen den Scha­fen auf 1640 Metern bis zum Bohinj See. Ein kur­zer Zwi­schen­stopp am Jasna See und ein län­ge­rer Spa­zier­gang von Mojs­trana zum Peri­c­nik Was­ser­fall run­de­ten den mit wun­der­vol­len Ein­drü­cken voll­ge­pack­ten Tag dann ab. Mor­gen geht es in die Region wo die wil­den Bären woh­nen. Zum Abschluss wol­len wir uns noch einen Sprung in das Ther­mal­be­cken der Kle­vevska Top­lica Quelle gön­nen, die Alt­stadt von Celje besu­chen und eine Etappe der Tour of Slove­nia mit­er­le­ben, bevor es – mit einem letz­ten Stop an unse­rem ers­ten Halt auf dem Wein­gut Winez – wie­der nach Hause geht. Ganz liebe Grüße vom ent­spann­ten Camp Bohinj Kers­tin & Wolfgang

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