Außer dem im vori­gen Arti­kel bereits aus­ge­brei­te­ten prä­gen­den Erleb­nis hatte Ohrid natür­lich noch etwas mehr zu bie­ten. Es ist ein klei­nes Tou­ris­ten­städt­chen am Ohrid­see, der an der Grenze zu Alba­nien liegt, hübsch isses. Die ganze Stadt scheint sich ver­mie­ten zu wol­len, am Bus­bahn­hof war­tete bereits eine Meute wil­der Wei­ber auf uns. Zusam­men mit Mišo, dem Slo­we­nen, und Anton aus Zim­babwe, mit denen ich schon in Skopje eine gute Zeit und ein, zwei Bier hatte, sowie The­rese aus Schwe­den, die im Bus dazu stieß, bezo­gen wir zwei Zim­mer für fünf Euro pro Nase.

Ehr­lich gesagt gibt’s nicht viel zu berich­ten… ruhige Tage, herum spa­zie­ren, Fotos machen, Boot fah­ren, ein Bier­chen zum Sonn­un­ter­gang, eins zum Fuß­ball. Leute aus Skopje wie­der­tref­fen. Zwi­schen­durch hatte meine Ver­dau­ung das Bedürf­nis auf­zu­mu­cken. Brot, Bana­nen, Joghurt und Cola.

Am Ende noch was coo­les: Ich blieb eine Extra-Nacht, um im anti­ken Open­air-Thea­ter (200 BC) das rus­si­sche Natio­nal­or­ches­ter mit maze­do­ni­schem Kla­vier­vir­tuo­sen zu erle­ben! Tschai­kow­sky und Rach­ma­ni­nov, und der maze­do­ni­sche Prä­si­dent hielt die Eröff­nungs­an­spra­che (schreck­lich pathe­ti­sches Geblub­ber, abgelesen.)

Anschlie­ßend noch eine Licht-Tanz­show, und uhh!… ahhh!… Feu­er­werk. Für Lau, weil ich mit Mišo direkt über dem Thea­ter auf dem Hügel lag. Pre­mi­um­platz. (Mišo war schon auf dem Weg nach Alba­nien, als er merkte, dass er die Hälfte sei­ner Sachen ver­ges­sen hatte, umkehrte und noch ne Nacht blieb – ein Wink des Schicksals!)

Gerade gurke ich über zig Sta­tio­nen im Zick­zack durchs Land nach Athen. Scheiße, ist Grie­chen­land teuer! Hat mich ein eige­nes Taxi von Ohrid zur Grenze (gut über hun­dert Kilo­me­ter) zwan­zig Euro gekos­tet, kos­tete das Taxi von der Grenze zur nächs­ten Stadt (fünf­zehn Kilo­me­ter) fünf­und­zwan­zig Tacken. Es gibt keine Bus­ver­bin­dung über die Grenze. Und wollte mich ein­fach kei­ner mit­neh­men, diese grie­chi­schen Egoisten‑Ä****e! Sehe ich so furcht­erre­gend und anste­ckend aus?! Sol­len mich mal erle­ben, wenn ich gegen Staats­hil­fen für Grie­chen­land demons­triere. (Die Leute im Dorf waren dann aber trotz Sprach­bar­riere sehr hilfs­be­reit, und rie­fen mir ein Taxi. Darf nicht ver­schwie­gen werden.)

Naja, drei Tage in Athen, dann geht’s ne Woche in den Urlaub ( :-) ) auf Euböa mit den lie­ben Eltern! Das wird schön.

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  4. Mieke says:

    Dear Johan­nes,
    Mla­den gave me the address of your blog and since I am able to read Ger­man (aber schrei­ben ist etwas ande­res)… And what a great blog it is. Beau­ti­ful pic­tures of Ohrid. And I am a bit jea­l­ous you did go to the con­cert. Makes me wish I was tra­vel­ling again through Mace­do­nia, alt­hough I came there by accident.
    I wish you a won­der­ful time in Greece and wha­te­ver coun­tries you might visit, it was nice to meet you!

    1. klys says:

      hey mieke, what a nice sur­prise! thanks for the com­pli­ments! i hope you had a good time in istan­bul? i’m on my way there…
      yes, it was a great time in skopje and ohrid, and i’m glad we met! i wish you a good start in your job…

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