Märkte sind ganz beson­dere Orte. Nir­gends bekommt man als Besu­cher schnel­ler einen tref­fen­den Ein­druck von Land und Leu­ten, Life­style und natür­lich den kuli­na­ri­schen Vor­lie­ben des Rei­se­lan­des. Im bes­ten Fall sind Märkte magi­sche Plätze, die Leute zusam­men brin­gen und ver­bin­den, an denen man sich ver­lau­fen und ver­lie­ren, Neues schme­cken und ent­de­cken kann. So wie auf dem Cen­tral Mar­ket in Adelaide.

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Der Cen­tral Mar­ket liegt mit­ten im Stadt­zen­trum von Ade­laide. Er ist der bedeu­tendste Markt im Bun­des­staat South Aus­tra­lia und der größte „under­co­ver“ Frisch­wa­ren­markt der süd­li­chen Hemi­sphäre. Vor 140 Jah­ren wurde er in dem roten Back­stein­ge­bäude eröff­net. Öff­nungs­zei­ten sind von Diens­tag bis Sams­tag, täg­lich von früh mor­gens bis spät nachmittags.

Mark Glee­son, Mana­ger  von Cen­tral Mar­ket Tours ist über­zeugt, dass es in Süd-Aus­tra­lien und vor allem in Ade­laide die bes­ten Pro­dukte und das beste Essen Aus­tra­li­ens gibt, vom fri­sches­ten Sea­food wie Muscheln und Thun­fisch aus Port Lin­coln, bis zu bio­lo­gisch ange­bau­ten Quit­ten aus dem nahe gele­ge­nen Barossa Val­ley, oder sünd­haft lecke­rem Backwerk.

Cen­tral Mar­ket Tours bie­ten seit 10 Jah­ren die ver­schie­dens­ten Tou­ren an und besit­zen dazu noch eine Koch­schule, die sich eben­falls auf dem Markt­ge­lände befin­det. The­men­schwer­punkte der Rund­gänge sind etwa Sea­food, die Kan­to­ne­si­sches Küche, Wein oder eine Tour über den gan­zen Markt. An aus­ge­wähl­ten Stän­den wer­den Klei­nig­kei­ten ver­kos­tet und ein Blick hin­ter die Kulis­sen gewährt.

Wer sich für einen ech­ten Foo­die und Exper­ten hält, kann an der Mar­ket Chal­lenge teil­neh­men, bei der es Auf­ga­ben zu bewäl­ti­gen gibt, die Geschmacks­sinn und kuli­na­ri­sches Fach­wis­sen auf den Prüf­stand stellen.

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Aber natür­lich lässt sich das weit­läu­fige Markt­areal auch auf eigene Faust erkun­den. Über 80 Ver­kaufs­stände reprä­sen­tie­ren die kuli­na­ri­sche Viel­falt die­ser mul­ti­kul­tu­rel­len Region.

Als ers­tes pro­biere ich an einem korea­ni­schen Stand Bin­dae­dok, eine Art gefüll­ter Pfann­ku­chen aus Mung­boh­nen. Yummy!

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Ade­laide ist eine junge, sty­li­sche Stadt, vol­ler geschmack­voll ein­ge­rich­te­ter Cof­fee-Stores, Wine­bars und Design­lä­den. Auch die Markt­stände sind per­fekt gestal­tet und die Wände mit Kunst­wer­ken und Streetart geschmückt.

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Die Insti­tu­tion des Mark­tes ist Lugias. In drit­ter Genera­tion wird hier von ehe­ma­li­gen Ein­wan­dern aus Süd­eu­ropa feins­tes ita­lie­ni­sches Soul­food und bes­ter Kaf­fee feil­ge­bo­ten. Die Karte und die Ein­rich­tung von Lugias wur­den seit Bestehen noch nie geän­dert. Lugias ist wohl das bekann­teste Café in ganz Ade­laide und defi­ni­tiv einen Besuch wert.

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Auch die deut­schen Ein­wan­de­rer haben Spu­ren auf Ade­lai­des Spei­se­kar­ten hin­ter­las­sen. Deut­sche gehör­ten zu den ers­ten Sied­lern in und um Ade­laide. So fin­den sich heute etwa noch viele Win­zer und natür­lich Bäcker mit ger­ma­ni­schen Wurzeln.

Beson­ders aber im Wurst­seg­ment tum­meln sich viele alte Bekannte aus Deutsch­land. Beliebt ist vor allem Mett­wurst. Diese gibt es in den wil­des­ten Varia­tio­nen. Anders als in Deutsch­land, wo man in ers­ter Linie die Streich­va­ri­ante kennt und bevor­zugt, isst man Mett­wurst in Aus­tra­lien in fes­ter Form. Ein wenig wie Salami.

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Nichts ist typi­scher für die aus­tra­li­sche Küche als Bar­be­cue. Aus­tra­lier lie­ben es zu Gril­len. Bei den hie­si­gen Tem­pe­ra­tu­ren ist das auch ganz­jäh­rig mög­lich. Daher ver­wun­dert es nicht, dass Fleisch in man­nig­fal­ti­ger Form der Ver­kaufs­schla­ger schlecht­hin ist. Beliebt sind Lamm und Rind, aber auch exo­ti­schere Spiel­ar­ten wie Kro­ko­dil und Kän­guru las­sen sich finden.

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Vege­ta­rier und Vega­ner kom­men auf dem Cen­tral Mar­ket eben­falls auf ihre Kos­ten. Feins­ter Käse aber auch Schman­kerl wie Kale Pesto gibt es zu ent­de­cken. Schwer im Trend ist eben­falls Pâté. Bei uns eher als ver­staub­tes Relikt aus ver­gan­ge­nen Zei­ten ver­kannt, kommt es hier in fescher Ver­pa­ckung in den ange­sag­ten Wine­bars auf den Tisch.

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Auf dem Streif­zug über den Markt wird jeder fün­dig. Design­freaks freuen sich an den lie­be­vol­len Details, Schle­cker­mäu­ler schlem­men an den Süßig­kei­ten­stän­den und der fri­schen Back­ware, auf Obst- und Gemü­se­freunde war­tet eine schier unend­lich gro­ßes Sor­ti­ment feins­ter Früchte, Knol­len und Co., gerne auch in der Bio-Variante.

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Keine Späße ver­ste­hen die Aus­sies wenn es um Kaf­fee geht. Aus­tra­lien hat eine der aus­ge­feil­tes­ten und ver­sier­tes­ten Kaf­fee­kul­tu­ren der Welt. Viele Trends, wie etwa der Flat White (Dop­pel­ter Espresso mit Milch­schaum) kom­men von Down Under.

Der Job des Barista ist hoch ange­se­hen. Es gibt unzäh­lige Cof­fee-Stores, Kaf­fee­rös­te­reien und Co. Die Latte-Art, mit zen­mä­ßi­ger Kon­zen­tra­tion in die Tasse gegos­sen, kommt klei­nen Kunst­wer­ken gleich. Ich pro­biere mich durch Espresso, Cap­puc­cino und Cold Brew, bis ich vor lau­ter Kof­fein schon zu zit­tern anfange. Auf mei­nem gesam­ten Trip habe ich in Aus­tra­lien aus­schließ­lich exzel­len­ten Kaf­fee getrun­ken. So schließe ich mei­nen Rund­gang über den Markt in einem der angren­zen­den Cafés und freue mich über all die schö­nen Pro­dukte, die ich erbeu­tet habe.

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Cen­tral Mar­ket Ade­laide: Stun­den­lang kann man sich hier trei­ben las­sen, stau­nen und schlem­men. Wirk­lich ein magi­scher Ort.

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Vie­len Dank an South Aus­tra­lia für die Einladung!

Cate­go­riesAus­tra­lien
  1. …„der größte Frisch­wa­ren­markt der süd­li­chen Hemisphäre“…hehe die ozzys und wir sind die größ­ten und bes­ten der.…südlichen hemisphäre…immer wie­der Lus­tig! Ade­laide ist schon die mit unter­schätz­teste stadt Aus­tra­li­ens, von wegen „boring city“

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