Berlin auf eigene Faust

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Berlin auf eigene Faust

Dieser Bericht stammt aus dem Jahr 2019. Im Oktober 2026 haben wir die Angaben zu Museen und Orten aktua­li­siert. Preise und Lokale können sich seitdem geändert haben.

Ganz klassisch, das Brandenburger Tor: Ich glaube bei der Aussage dass das Brandenburger Tor zu einem Berlin-Trip dazu gehört würde mir jeder zustimmen. Es zieht die Touristen nur so an. Ich habe mich an meinem ersten Tag in einen Starbucks mit Blick auf das Tor gesetzt und habe, während ich einen Milchshake getrunken trank, dem Trubel vor dem Tor zugeschaut. Dort fiel mir direkt auf, wie viele verschie­dene Menschen ihren Weg nach Berlin finden. Überall schaut man in inter­es­sante Gesichter und hört verschie­dene Sprachen.

Klamotten in Hülle und Fülle: Um mal so richtig seine Shoppingliebe auszu­leben, muss man in die „Mall of Berlin« gehen. In Berlin-Mitte, am Leipziger Platz direkt neben dem Potsdamer Platz, findet man eine riesige Anzahl von Geschäften. Auf drei Stockwerken findet man nicht nur Klamotten sondern auch viele Fast-Food Restaurants und ein Buchgeschäft in dem ich es mir mit einem Buch gemüt­lich gemacht hab, um eine Pause zu machen. Nachmittags würde ich eine Tasse heiße Schokolade im Lindt-Geschäft empfehlen. In dem Einkaufszentrum kann man, wenn man die Energie dazu hat, gut einen ganzen Tag verbringen.

Für alle Geschichtsinteressierte: In Berlin findet man sehr viel zur deutschen Geschichte. An vielen Orten verteilt stehen Mauerstücke der Berliner Mauer. Viele sind bemalt und am Potsdamer Platz steht sogar eines, was mit Kaugummis übersät ist. Dort erfährt man auch viel zu der Geschichte der Mauer. Ein beson­deres Mauererlebnis ist die East-Side-Gallery in Berlin-Friedrichshain. Dort kann man sich gar nicht sattsehen an den Kunstwerken, die Künstler an das mit 1,3 Kilometern längste erhal­tene Teilstück der Mauer mit Graffiti gesprüht oder gemalt haben. Auch inter­es­sant ist das Jüdische Museum, wobei hier mehr Wert auf die Architektur als auf die Ereignisse der Juden im zweiten Weltkrieg gelegt wurde. Nicht nur Informationen, sondern beson­ders die Architektur der Räume sollen Gefühle auslösen. Seit 2020 zeigt das Museum eine neue Dauerausstellung über jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland, der Eintritt dazu ist frei.

Essen in Berlin: In Berlin gibt so gut wie an jeder Straßenecke Möglichkeiten zu essen. Ich habe einige Imbissbuden, Restaurants und Cafés auspro­biert. Wenn man billige und leckere Pizza essen möchte, muss man zu „Pane e Vino« in Pankow gehen. Lustige Bedienung und leckere Pizza. Was will man mehr. Beim Warten wird einem nicht langweilig, da überall an den Wänden Sprüche und Bilder sind, die Kunden gemalt haben.

Sehr empfeh­lens­wert ist auch das Café Extrablatt, das mich mit seinem tollen Frühstücksbuffet überzeugt hat. Damals durfte man für knapp neun Euro sich den ganzen Vormittag am Buffet bedienen. Croissants, Bacon und Spiegelei, Schokopudding, Obstsalat und noch vieles mehr findet man dort.

Und jetzt fehlt natür­lich noch die Currywurst. Viele Buden bieten das typisch berli­ne­ri­sche Essen an. Ich habe eine bei „Die Bude« gegessen und fand sie dort sehr lecker. Einen richtigen Unterschied zu der Currywurst die ich schon in anderen Städten gegessen habe, habe ich aber nicht geschmeckt.

Film ab: Das beste Erlebnis war für mich das Filmmuseum am Potsdamer Platz. (Update Oktober 2026: Die Deutsche Kinemathek hat ihre Ausstellung am Potsdamer Platz dauer­haft geschlossen und im Januar 2026 ein Zwischenquartier im E‑Werk in der Mauerstraße 79 eröffnet.) Für zwei Euro können Schüler dort alles zum Thema Hollywood und der Filmindustrie lernen. Der Aufbau des Museums ist auch ziemlich cool. Man kommt erst in einen Raum mit Spiegeln und kann dann durch die Ausstellungen laufen und sich alles anschauen. Jeder Raum ist verschieden aufge­baut und zeigt entweder etwas zu bestimmten Schauspielern oder zu einzelnen Filmen bis in die heutige Zeit.

Bei meiner Reise ist mir vor allem aufge­fallen, wie viele verschie­dene Menschen in Berlin leben. Außerdem ist Berlin eine bunte Stadt voller Kunst und inter­es­santen Orten. In den sieben Tagen konnte ich nur einen Bruchteil der Orte besuchen, die sich für mich nach Spaß angehört haben. Ich hoffe, ich kann noch oft zurück kommen und mehr erleben.


Kommentare

  1. Avatar von Berta Heike

    Ehrlich gesagt bin ich ganz beein­druckt, dass du solche Ziele schon hast, wenn du nur 15 Jahre alt bist! Wunderbar! Weiter so liebe Louisa. Wünsche dir nur viel Erfolg!

  2. Avatar von Ulla

    Super geschrieben und bebil­dert, Louisa!! Du hast mir echt Lust auf Berlin gemacht…!! Toll, wie du das alles auf eigene Faust erkundet hast…!!

  3. Avatar von Eckhard Schaefer
    Eckhard Schaefer

    Auf eigene Faust mit 15 Jahren. Toll.
    Was ich schon wusste, wurde beim Lesen bestä­tigt: Berlin ist eine Reise wert. Und wenn man großen Hunger hat, sollte man vor Reiseantritt unbedingt diesen Bericht lesen. Hinweise auf Kultur und Geschichte fehltn aber auch nicht.
    E.Schaefer

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