Dieses Grün! Ein Leuchten, fast albern, als hätte sich Mutter Natur in einem übermütigen Moment ein Späßchen erlaubt. Grüner als Grün, sozusagen. Nichts ist vergleichbar mit der Farbe eines jungen Reisfelds. Beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Die letzten Tage im Garten Eden.
Wir sind in die Berge gefahren, und steile Hänge sind wohl denkbar schlechte Voraussetzungen, um Reis anzubauen, der ja die ganze Zeit in Wasser stehen muss. Der erfindungsreiche Mensch ließ sich schon vor 2.000 Jahren nicht beirren und baute im Norden der philippinischen Hauptinsel Luzon ein geniales Terrassensystem, das die natürlichen Wasserquellen, Bäche und den Niederschlag perfekt nutzt. So gut war die Idee, dass es heute immer noch sehr ähnlich betrieben wird.
Batad, ein kleines Örtchen umgeben von hohen Bergen, ist nur über einen schmalen Trampelpfad erreichbar. Im Gegensatz zu uns beiden sind die Menschen gewohnt, Waren bergauf, bergab zu tragen, und als wir schweißtriefend das Dorf erreichen, hat uns so mancher Mann mit einem ausgewachsenen Baumstamm auf dem Rücken munter plaudernd überholt – wir haben noch nicht mal unsere Rucksäcke dabei…
Es ist herrlich. Kein Motorenlärm unterbricht das Zirpen der Grillen, mal kräht ein Hahn. Ein Hund bellt, denn es ist sein Job. Wir sitzen, genießen den Blick über die majestätischen Terrassen, und quatschen.





























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