Jetzt, wenn das Licht den neuen Tag langsam erhellt, beginnt das Konzert.
Westlich fließt der Okavango nach Botswana, im Osten bildet der Zambezi die Grenze nach Sambia und Simbabwe. Vor meiner Veranda liegt der verschlungene Kwando, ein Meer aus Schilf, schon nach wenigen Metern verbirgt sich der Fluss darin wie eine Schlange im Gras.
Steinig und trocken ist Namibia am Ende des Winters, vor allem dieses Jahr, wo es überhaupt nicht regnete. Hier, ganz oben im Norden, in diesem Wurmfortsatz, den man Caprivi Zipfel nennt (oder offiziell neuerdings Zambesi), hier ist es immer grün.
Hier gibt es Wasser. Wasser!
Und mit dem Wasser kommt das Konzert: Ein Quietschen, Pfeifen und Hämmern, Krächzen und Jammern, Heulen und Jubilieren – so unterschiedlich singen mir die unzähligen Vögel ihre Lieder vor, dass es ganz erstaunlich ist. Auch die Affen gackern vergnügt in den Ästen, und dann und wann grunzt ein Nilpferd, oder ein Elefant trompetet in der Ferne eine Fanfare.
Ein Auftritt ganz nach meinem Geschmack.

















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