1. Grundlagen
Madagaskar ist nach Grönland, Neuguinea, Borneo und der Blumeninsel Mainau die viertgrößte Insel der Welt. Vor kurzem lebten dort noch keine Menschen, die kamen erst vor knapp 2.000 Jahren auf einem Einbaum von Indonesien herüber, und paarten sich später in einigen Nestern mit Piraten. Sie brachten unter anderem einen Sack Reis mit; immer noch Sättigungsbeilage Nr. 1.
2. Kommunikation
Die Madagassen sprechen Malagasy. Eine faszinierende Zunge: Ein großer König Ende des 18. Jahrhunderts beispielsweise hieß Andrianampoinimerinandriantsimitoviaminandriampanjaka, der Sohn von Ranavalonanandriambelomasina und Andriamiaramanjaka. Übersetzt bedeutet das erstaunlich knapp »Prinz im Herzen der Merina«. Seine Freunde nannten ihn aber kurz und liebevoll Andrianampoinimerina (tut mir den Gefallen und sprecht das mal laut aus). Der Hauptstadtname Antananarivo ist dagegen ein Zungenschlag-Klacks.
Viele Madagassen sprechen auch französisch wie ihre letzten Kolonialherren. Ich kann natürlich auch französisch. Einmal: »Vin rouge s’il vous plaît«. Und: »C’est bon, geramont geramont«. Oh lala.
3. Dekoration
Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren vom indischen Subkontinent getrennt. Das ist verdammt lange her, und weil die insel sich dann auch nicht mehr mit einem anderen Kontinent einlassen wollte machte sie ihr eigenes Ding. Deswegen gibt es etwa 70 bis 80 Prozent der Pflanzen und Tiere hier – äh… nur hier.
4. Transportation
Ob Taxi-Brousse, Pousse-Pousse oder der von Zebus gezogene Holzkarren – das verrückteste Verkehrsmittel ist gerüchteweise die staatliche Fluglinie Air Madagascar. Gemeinhin wird sie nur »Air Mad« genannt. Mehr muss ich auch nicht sagen, denke ich.
5. Zusammenfassung
Ich schau mir das mal an. Geil.
Fotos: Alex Dunkel (Visionholder); Philippe-Auguste Ramanankirahina; EmmanuelFAIVRE



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