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Klysens kleine Geschichtsstunde: Das mysteriöse Königreich Kush

Nach­dem die ägyp­ti­schen Pha­raos die Macht ihrer Dynas­tien über ein paar tau­send Jahre ohne große Ver­än­de­run­gen zum Bauen von Pyra­mi­den und ähn­li­chem Quatsch ver­wen­det hat­ten, um sich ihr Leben lang gründ­lich auf den süßen Tod vor­zu­be­rei­ten, ging es irgend­wann bergab. Von Nor­den und Süden über­nah­men neue, stär­kere Zivi­li­sa­tio­nen die Macht, das geschah so etwa ab 1.000 BC. (Seit­dem war Ägyp­ten bis zum Ende des bri­ti­schen Pro­tek­to­rats nie mehr völ­lig unter eige­ner Regierungsgewalt!)

Im Süden liegt Nubien, was über eine lange Zeit auch zum Ein­fluss­ge­biet Ägyp­tens gehörte. Unweit von dem Ort, wo der blaue Nil aus Äthio­pien und der weiße Nil sich tref­fen, über­nahm das legen­däre König­reich Kush die Macht. (Die Stadt am Zusam­men­fluss des Nils nennt sich heute Khar­tum und ist die Haupt­stadt des Sudan.)

Es gibt noch einige Rui­nen der nubi­schen Metro­pole Meroe, die, nach­dem sie von den Assy­rern aus Ägyp­ten raus­ge­wor­fen wur­den, ab 600 BC für etwa 900 Jahre das Zen­trum die­ses wenig bekann­ten Rei­ches war. Das meiste ist jedoch noch begra­ben unter dem Wüs­ten­sand, der heute weite Teile des Nord­su­dans  bedeckt.

Das bei wei­tem inter­es­san­teste ist mal wie­der der Fried­hof: Zahl­rei­che Pyra­mi­den, klein und spitz, von apri­cot­far­be­nen Dünen fast über­weht… teil­weise sind die Spit­zen her­ab­ge­brö­ckelt, bei man­chen kann man die Hie­ro­gly­phen im Innern betrach­ten. Und man kann drauf rum­klet­tern, zumin­dest gibt es nie­man­den der es mir verbietet… :-)
Begra­wiya, die Grab­stätte von Meroe, ist die viel­leicht ein­zige wirk­li­che Sehens­wür­dig­keit des Sudan. Also falls in der Gegend: Vorbeischauen!

  1. Alex der Schwede says:

    Ich liebte diese Platz. Wuss­test du dass die Ita­lie­ner hat die Gip­feln der Pyra­mi­den zerst­ort weil sie nach Guld suchten.…

  2. Gerd says:

    Hi Johan­nes, ich bewun­dere – neben der fas­zi­nie­rende qua­li­taet der Bil­der und den ein­drucks­vol­len Tex­ten – dei­nen inter­nen Memory Chip.
    Bei mir ist nach ein paar Tagen der Spei­cher in mei­nem kopf so voll, dass nix mehr rein­geht und ich erst­mal Pause machen muss.

    Aber bei dir reiht sich eine Sen­sa­tion naht­los am die andere.

    Viele wei­tere High­lights und keep Care

    Gerd

    1. klys says:

      lie­ber gerd,das ist aber sehr nett! ich nehm mir aber auch immer wie­der ne pause von ein paar tagen… das defrag­men­tiert die fest­platte ;-) grüße!

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