Andacht in Ruinen

Seit Jah­ren hat­te ich mit glü­hen­den Augen Berich­te über Ang­kor ver­schlun­gen. Die Rui­nen­stadt, die nach ihrem Nie­der­gang von Dschun­gel über­wu­chert wur­de, zog mich magisch an.

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Von den vier­tau­send Inseln im Süden von Laos fuhr ich über 20 Stun­den bis in den Wes­ten Kam­bo­dschas. Siam Raep liegt direkt vor den Toren Ang­kors. Der Stadt ist deut­lich anzu­mer­ken, wie rasant sie in den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten gewach­sen ist, seit zu Beginn der 90er-Jah­re die Demo­kra­ti­sie­rung der kam­bo­dscha­ni­schen Gesell­schaft ein­ge­setzt hat. Wenn ich die gewal­ti­gen Haupt­ver­kehrs­adern ver­ließ und mich mit dem Fahr­rad auf eine Erkun­dungs­fahrt in die klei­nen Gas­sen trei­ben ließ, lan­de­te ich schnell in Vier­teln, die fast länd­lich anmu­ten. Was­ser­büf­fel kreuz­ten mei­nen Weg. Der Kon­trast zwi­schen den herr­schaft­li­chen Hotel­an­la­gen und den ärm­li­chen Behau­sun­gen, die nur einen Stein­wurf ent­fernt lie­gen, erschlug mich glatt. Das Nacht­le­ben stieß mich ab. Die Pub Street kam mir wie eine Minia­tur­aus­ga­be der Kao­san Road vor. Bei mei­nem Besuch bekam ich so lan­ge Koka­in und Frau­en von zwie­lich­ti­gen, schmie­ri­gen Gestal­ten ange­bo­ten, bis ich ange­ekelt das Wei­te such­te.

Längst ist Ang­kor wie­der eine der meist­be­such­ten Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen Süd­ost­asi­ens. Der Tou­ris­mus boomt so sehr, dass den Rui­nen der erneu­te Ver­fall droht; sie sind dem Ansturm nicht mehr gewach­sen.

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Mich beein­druck­te von Anfang an die Freund­lich­keit der meis­ten Kam­bo­dscha­ner. Ich hat­te ver­mu­tet, dass ich nach dem Frie­den von Laos mit dem Land frem­deln wür­de. Zwar bestä­tig­te sich, was ich gehört hat­te: Das Leben war tat­säch­lich hek­ti­sche­rer; aber die pul­sie­ren­de Kraft des Lebens zog mich uner­war­tet stark an. Wäh­rend ich im Kon­takt mit Lao­ten oft das Gefühl hat­te, erst das Eis bre­chen zu müs­sen, um wirk­lich in Kon­takt zu tre­ten, so erschie­nen mir die Khmer offe­ner und direk­ter. Stän­dig blieb ich ste­hen, unter­hielt mich mit Moto- und Tuk-Tuk-Fah­rern, mit Händ­lern, Sol­da­ten und behin­der­ten Men­schen, die von Minen ver­stüm­melt wor­den waren. Vie­le erzähl­ten erstaun­lich offen vom Krieg und ihrem Schick­sal. Die Groß­el­tern-Gene­ra­ti­on war wäh­rend der Schre­ckens­herr­schaft der Roten Khmer in einem bes­tia­li­schen Geno­zid dezi­miert wor­den. Wer auch nur im Ver­dacht stand, ein Intel­lek­tu­el­ler zu sein, war sei­nes Lebens nicht mehr sicher. Mit Gewalt sie­del­te Pol Pot die Bevöl­ke­rung wie­der aufs Land und träum­te von einer kom­mu­nis­ti­schen Bau­ern­ge­sell­schaft. Nicht mal die Roten Khmer selbst waren im Stru­del von Miss­trau­en und Denun­zia­ti­on vor den Scher­gen aus ihren eige­nen Rei­hen sicher. Pol Pot hat­te das denk­bar grau­sams­te Regime geschaf­fen. Noch heu­te ist das dunk­le Kapi­tel nicht auf­ge­ar­bei­tet. Der aktu­el­le Pre­mier­mi­nis­ter ist frü­he­rer Offi­zier der Roten Khmer und alte Seil­schaf­ten haben noch immer Bestand. Die beacht­li­chen Ein­nah­men die Ang­kor ein­bringt gehen größ­ten­teils an eine pri­va­te Fir­ma. Trotz­dem schien mir die Hoff­nung vie­ler jun­ger Men­schen auf eine bes­se­re Zukunft groß. Sel­ten habe ich eine dyna­mi­sche­re Jugend erlebt – trotz läh­men­der Kor­rup­ti­on und him­mels­schrei­en­der Unge­rech­tig­kei­ten. Die jun­gen Khmer bli­cken nach vor­ne und sind extrem offen für Ein­flüs­se von außen.

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Wer sich auf die Stan­dard­tour begibt und sich nur einen Tag Zeit nimmt, um die Tem­pel in einem Rund­um­schlag zu besu­chen, dem ent­geht fast zwangs­läu­fig viel von dem Zau­ber, der von den Bau­wer­ken aus­geht. Der wird immer noch stau­nend vor den gigan­ti­schen Tem­peln ste­hen, aber es wird schwie­rig, inmit­ten von Men­schen­mas­sen, Geschnat­ter und Blitz­licht­ge­wit­ter ein Gefühl von Mys­tik zu emp­fin­den. Am Abend mag man dann in einer Bar sit­zen und der Mei­nung sein, für die nächs­ten zehn Jah­re genug Tem­pel gese­hen zu haben. Die 1000 Bil­der ver­schwin­den in der Schub­la­de. Nur ein wei­te­rer Strich auf der Bucket List.

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Als ich am zwei­ten Abend los­zog, um den Son­nen­un­ter­gang zu betrach­ten, wuss­te ich end­gül­tig, was ich nicht woll­te. Der Tem­pel, den alle Tou­ris­ten ansteu­ern, liegt auf einer Anhö­he. Eini­ge nut­zen den Ser­vice, auf einem Ele­fan­ten nach oben getra­gen zu wer­den. Von oben hat man einen wun­der­ba­ren Blick auf den Dschun­gel und die Tem­pel­an­la­ge von Ang­kor Wat. Man bekommt einen guten Ein­druck von den immensen Dimen­sio­nen. Alles wäre wun­der­bar, stün­de man nicht in einer Men­schen­trau­be. Unter die­sen Umstän­den kommt kaum Atmo­sphä­re auf. Ich hat­te mir hin­ge­gen eine exis­ten­ti­el­le Erfah­rung erhofft und nahm mir daher alle Zeit, die Erha­ben­heit der Kulis­se auf mich wir­ken zu las­sen. Ich buch­te ein Ticket, das mir inner­halb einer Woche drei Tage Ein­tritt ver­schaff­te.

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Ich begann die Tem­pel in mei­nem ganz eige­nen Rhyth­mus zu erkun­den. Es gelang mir immer wie­der, den Mas­sen zu ent­ge­hen, die die Tem­pel wie die Lem­min­ge besich­tig­ten, indem ich die Tem­pel in ande­rer Rei­hen­fol­ge erkun­de­te. Ich fand güns­ti­ge Momen­te, in denen ich die Tem­pel fast allei­ne erkun­den konn­te.

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Wenn mir doch eine Grup­pe in die Que­re kam, die mit gro­ßen Bus­sen ein­fal­len, war­te­te ich gedul­dig ab, bis sie wei­ter­ge­zo­gen war und ich mich wie­der in die Atmo­sphä­re ver­sen­ken und sie tief in mich ein­zu­sau­gen konn­te.

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Ich kehr­te zum Hotel zurück, wenn ich genug in mich auf­ge­so­gen hat­te und ließ die Impres­sio­nen lan­ge auf mich wir­ken und zog erst dann wie­der los, wenn das Feu­er in mir loder­te. Die Wahl ein­sa­mer Streif­zü­ge an der Sei­te eines freund­lich-zurück­hal­ten­den Fah­rers, der gedul­dig vor den Tem­peln war­te­te, war Gold wert.

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Beim letz­ten Besuch habe ich die Rui­nen mit dem Fahr­rad erkun­det. Die­se Erfah­rung erschien mir die indi­vi­du­ells­te Mög­lich­keit, die Rui­nen­stadt zu erle­ben. Auf die­se Wei­se erschließt sich einem die wah­re Grö­ße am ein­drucks­volls­ten.

Mich berausch­ten schon die Fahr­ten auf dem Rück­sitz mei­nes Fah­rers: wir fuh­ren gemäch­lich durch die Dschun­gel­land­schaf­ten und weit­läu­fi­gen Tem­pel­an­la­gen; dabei lausch­te ich den Klän­gen des Sound­tracks von Into the wild – Musik, die mich tief im Inne­ren berühr­te. Die Zei­len die Eddie Ved­der in socie­ty vor­trug, schie­nen wie für mich geschrie­ben wor­den zu sein:

 

“It’s a mys­tery to me
We have a greed with which we have agreed
You think you have to want more than you need
Until you have it all you won’t be free

When you want more than you have
You think you need
And when you think more than you want
Your thoughts begin to bleed

I think I need to find a big­ger place
›Cau­se when you have more than you think
You need more space

Socie­ty, you’­re a cra­zy breed
I hope you’­re not lonely wit­hout me”

 

Ang­kor war vom 9. bis zum 15. Jahr­hun­dert das Zen­trum des Khmer-König­reichs Kam­bu­ja. Als das Khmer-Reich durch Land­ge­win­ne in fort­wäh­ren­den Krie­gen mit Cham, Thai und Viet­na­me­sen sei­ne größ­te Aus­deh­nung erreich­te, umfass­te es neben Kam­bo­dscha Tei­le der moder­nen Staa­ten Thai­land, Viet­nam, Laos und Myan­mar. Das mäch­ti­ge Impe­ri­um erstreck­te sich über ein Drit­tel des süd­ost­asia­ti­schen Fest­lan­des. Schrift­li­chen Auf­zeich­nun­gen haben nicht über­dau­ert. Ein­zig die detail­lier­ten Berich­te chi­ne­si­scher Diplo­ma­ten, Händ­ler und Rei­sen­der und die Stein­re­li­efs  geben Zeug­nis über das Leben in der Stadt. IMG_2086

Ang­kor liegt in einer Ebe­ne nörd­lich des Ton­le-Sap, einem See im Wes­ten Kam­bo­dschas. Eine ganz wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die blü­hen­de Hoch­kul­tur Ang­kors war der Bau eines aus­ge­klü­gel­ten und weit­ver­zweig­ten Bewäs­se­rungs­sys­tems. Das Wet­ter in der Regi­on hängt vom Som­mer­mon­sun ab. Der meis­te Regen fällt zwi­schen Juni und Novem­ber. Ent­spre­chend kurz ist die Wachs­tums­pe­ri­ode für die Pflan­zen. Dazu kom­men erheb­li­che jähr­li­che Schwan­kun­gen. Manch­mal bleibt der Mon­sun ganz aus. So sind Miss­ern­ten durch Dür­ren oder Über­schwem­mun­gen die Regel. Die Lösung bestand in gigan­ti­schen Was­ser­spei­chern, um den Regen in feuch­ten Jah­ren zu spei­chern und in tro­cke­nen wie­der abzu­ge­ben.

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Bei dro­hen­den Über­schwem­mun­gen konn­te man das Was­ser schnell in den Ton­le-See ablau­fen las­sen. Die­se Anla­ge ist ein Meis­ter­werk der Inge­nieur­kunst und bis heu­te sind nicht alle Geheim­nis­se ihrer Funk­ti­ons­wei­se gelüf­tet. Der Ton­le-See, der in der Tro­cken­zeit dem Mekong zufließt, kehrt unter den Was­ser­mas­sen des Mon­sun­re­gens sei­ne Rich­tung um und die Flä­che des Sees ver­grö­ßert sich immens. Es ent­ste­hen Über­schwem­mungs­ebe­nen – idea­le Vor­aus­set­zun­gen für den Anbau von Reis. Der gewal­ti­ge Fisch­be­stand im See stellt zudem eine wich­ti­ge Pro­te­in­quel­le dar. Die­se Fak­to­ren boten die Vor­aus­set­zung für die Khmer, inten­si­ven Reis­an­bau zu betrei­ben und damit die die Grund­la­ge für ihre Hoch­kul­tur zu schaf­fen. Nur mit meh­re­ren Reis­ern­ten konn­te solch ein gro­ßes Volk ernährt und Über­schüs­se erzielt wer­den. Han­del blüh­te auf, der den Bau der Tem­pel­an­la­gen finan­zier­te.

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Ich war vom ers­ten Moment an gebannt von Ang­kor. Beim Streif­zug durch die Tem­pel ergriff mich tie­fe Andacht. Ich war wie geblen­det von der außer­ge­wöhn­li­chen Archi­tek­tur. Auf eine merk­wür­di­ge Wei­se fühl­te ich mich, als wür­de ich heim kom­men. Ich emp­fand Demut vor der Schöp­fungs­kraft der Erbau­er. Sie hat­ten sich über Jahr­hun­der­te mit immer gewal­ti­ge­ren Tem­peln, Bewäs­se­rungs­an­la­gen und Paläs­ten gegen­sei­tig über­trumpft. Trotz aller Bewun­de­rung, soll­te man sich nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass es am Ende Skla­ven und ein­fa­che Bau­ern waren, die sich zu Tode schuf­te­ten, um die Visio­nen der Mäch­ti­gen wahr wer­den zu las­sen.

 

Ang­kor Wat ist rein von den Dimen­sio­nen das ein­drück­lichs­te Bau­werk. Schon der ers­te Blick aus der Fer­ne sprengt jeg­li­che Vor­stel­lungs­kraft, egal wie oft man Bil­der oder Vide­os gese­hen hat. Die Spit­zen der Tem­pel ragen lockend über die Umfas­sung der Außen­mau­er. Der Tem­pel­kom­plex liegt da wie eine Insel – umschlos­sen von einem gewal­ti­gen Was­ser­gra­ben. Er scheint über­mäch­tig und unein­nehm­bar.

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Gebannt lief ich auf einem 300 m lan­gen Damm über den mäch­ti­gen Was­ser­gra­ben. Er sym­bo­li­sier­te den Ur-Oze­an und dien­te zugleich als Was­ser­re­ser­voir. Die Außen­mau­er ist mit leb­haf­ten Reli­efs bedeckt, die gan­ze Mythen­zy­klen von Kriegs­zü­gen, Ritua­len und All­tags­le­ben der Khmer am Königs­hof und auf den Märk­ten dar­stel­len.

IMG_2078 IMG_2083 IMG_2084 IMG_2088 Ich ließ den ers­ten Wall hin­ter mir, und stand nun auf einem wei­ten Vor­platz.

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Unwill­kür­lich frag­te ich mich, wie es mög­lich war, sol­che monu­men­ta­len Anla­gen zu errich­ten. Was hat­te die Herr­scher zu sol­chen Visio­nen inspi­riert? Doch das wäre, als woll­te man die grie­chi­sche Anti­ke ohne die Kennt­nis ihrer Mythen und phi­lo­so­phi­schen Tex­te ver­ste­hen.

Nach eini­gen hun­dert Metern gelang­te ich zum zen­tra­len Kom­plex. Ich betrat fünf kon­zen­tri­sche und recht­wink­li­ge Höfe mit Tür­men in Form von Lotos­blü­ten, die Brah­ma, den Schöp­fer­gott sym­bo­li­sie­ren.

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Von hier aus gelangt man ins Zen­trum der Anla­ge, dem Aller­hei­ligs­ten. IMG_1995

Im Zen­trum steht der mit 65 Metern höchs­te Turm.

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Dar­in befin­det sich das Haupt­hei­lig­tum für den Gott Vish­nus – den Erhal­ter der Welt. Der Turm sym­bo­li­siert den Berg Meru aus der Hin­dum­y­tho­lo­gie, den Mit­tel­punkt des Uni­ver­sums. Er ist ein Abbild des Kailash in West­ti­bet.

Die Tem­pel­an­la­ge ist gespickt mit Dar­stel­lun­gen, die in den Stein gemei­ßelt sind.

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Unweit von Ang­kor Wat befin­det sich das Are­al von Ang­kor Thom (die gro­ße Stadt). Mit die­sem Macht­zen­trum hat­te Ang­kor sei­ne größ­te Aus­deh­nung erreicht. Im Groß­raum Ang­kor sol­len etwa 750 000 Men­schen gelebt haben – eine für die dama­li­ge Zeit unvor­stell­ba­re Zahl! Noch ein­drück­li­cher als die Ein­woh­ner­zahl war die gigan­ti­sche Aus­deh­nung der Stadt. Man gelangt über gewal­ti­ge Tore hin­ein, die einst für Ele­phan­ten gedacht waren.

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Das inter­es­san­tes­te Bau­werk von Ang­kor Thom ist das Haupt­hei­lig­tum – der Bayon.

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Es besteht aus gewal­ti­gen Skulp­tur-Tür­men, die auf allen vier Sei­ten mit dem Ant­litz Bud­dhas geschmückt sind. Man ver­mu­tet, dass die Gesich­ter gleich­zei­tig den Herr­scher Jaya­va­ram VII. dar­stel­len. Die Köni­ge des Khmer-Rei­ches betrach­te­ten sich als irdi­sche Inkar­na­ti­on der Göt­ter. Es ist erstaun­lich, welch leben­di­ge Aus­drucks­kraft in die­sen aus mas­si­ven Stein­blö­cken zusam­men­ge­füg­ten Gesich­tern liegt. Mir schien die Mimik der Gesich­ter tie­fe Güte, Anmut und Weis­heit aus­zu­strah­len.

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Beson­ders zur Zeit des Son­nen­un­ter­gangs kam ich regel­mä­ßig hier­her. Die meis­ten Tou­ris­ten ström­ten zum Aus­sichts­punkt für den Son­nen­un­ter­gang; am Bayon wur­de es ange­nehm ruhig. Im schwin­den­den Licht war die Majes­tät des Bau­werks am ein­drück­lichs­ten. Die Gesich­ter schie­nen in der gol­de­nen Abend­son­ne zu lächeln. Dann ver­wan­del­ten sie sich in Sche­men. Im Däm­mer­licht ver­wisch­ten sich Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart.

Die ältes­ten Tem­pel im Stadt­ge­biet von Siam Raep ist die Rou­los-Grup­pe, die weit außer­halb des archäo­lo­gi­schen Parks liegt und von deut­lich weni­ger Tou­ris­ten besucht wird:

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Beson­ders fas­zi­nie­rend fand ich die Anla­ge von Ban­tey Srei, die sich eben­falls eini­ge Kilo­me­ter abseits der Haupt­hei­lig­tü­mer befin­det. Sie wur­de der Legen­de nach von einem Brah­ma­nen in Auf­trag gege­ben – als Pries­ter und Gelehr­ter Ange­hö­ri­ger der höchs­ten indi­schen Kas­te. Er war der Guru eines Herr­schers von Ang­kor. Die Tem­pel sind mit leben­di­gen Dar­stel­lun­gen aus der Mahab­ha­ra­ta geschmückt, einem der Epen in den Veden, den Ursprungs­tex­ten, auf denen der Hin­du­is­mus basiert. Mytho­lo­gi­sche Bil­der mit Tem­pel­tän­ze­rin­nen, Göt­tern und Dämo­nen schmü­cken die Tem­pel genau­so wie All­tags­sze­nen.

SAMSUNG DIGITAL CAMERA SAMSUNG DIGITAL CAMERA SAMSUNG DIGITAL CAMERA SAMSUNG DIGITAL CAMERA Der Hin­du­is­mus gelang­te durch Händ­ler und Brah­ma­nen von Indi­en aus nach Kam­bo­dscha. Für mich war span­nend, der indi­schen Kul­tur in den Tem­peln von Ang­kor zu begeg­nen. Genau die­ser Rou­te war ich gefolgt: von den Höhen des Hima­la­ya bis nach Süd­ost­asi­en. Immer dabei: Lord Shi­va

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Shi­vas Reit­tier Nan­di:

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Erst spä­ter wur­den die Hei­lig­tü­mer Ang­kors in bud­dhis­ti­sche Wats (Klös­ter) umge­wan­delt.

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Dabei ver­misch­ten sich hin­du­is­ti­sche und bud­dhis­ti­sche Ele­men­te mit den frü­her vor­herr­schen­den von Geis­tern und Dämo­nen.

 

Mei­ne Lieb­lings­tem­pel waren Ta Prohm und Pre­ah Khan. Im Gegen­satz zu den meis­ten ande­ren Tem­peln lässt man hier zu, dass Baum­rie­sen auf den Mau­ern und Tem­peln wach­sen. Das erweckt den Ein­druck, als erobe­re sich der Dschun­gel die Tem­pel zurück, und ver­mit­telt ein Gefühl davon, wie Ang­kor gewirkt haben muss, als es nach sei­nem Nie­der­gang voll­stän­dig vom Dschun­gel über­wu­chert war. Gera­de das grü­ne Laby­rinth des Dschun­gels trägt erheb­lich zur mys­ti­schen Atmo­sphä­re bei, einer Aura ver­gan­ge­ner Zei­ten und einer ver­gan­ge­nen Welt. Die Natur zeigt deut­lich, wie schnell sie sich nach dem Nie­der­gang einer Hoch­kul­tur zurück­holt, was ihr der Mensch in Jahr­hun­der­ten abge­run­gen hat.

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Ich mein­te zu erah­nen, wie sich Hen­ri Mouhot gefühlt hat­te, als er 1860 auf die­se unglaub­li­chen Bau­wer­ke inmit­ten des Dschun­gels stieß. Sein Bericht mach­te Ang­kor in Euro­pa bekannt. Ang­kor war jedoch nie in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Die Khmer wuss­ten auch nach dem Nie­der­gang um die Exis­tenz der alten Tem­pel. Ang­kor Wat wur­de durch­gän­gig ver­ehrt, das Umland von Reis­bau­ern und Fischern bewohnt.

Immer wie­der ließ ich mich in ein­sa­men Nischen nie­der und genoss die wun­der­vol­le Atmo­sphä­re für eini­ge Stun­den: Ich lausch­te den Klän­gen des umge­ben­den Dschun­gels; ich war umge­ben von mäch­ti­gen Bäu­men, Tem­peln und Mau­ern, fühl­te mich erfüllt und glück­lich. Ich spür­te, wie sich tie­fer inne­rer Frie­den in mei­nem Her­zen aus­brei­te­te. Ich gab mich die­sem Gefühl voll hin.

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Ich lieb­te es, durch die dunk­len Räu­me zu schlei­chen, jeden Win­kel zu erkun­den, dem Schat­ten­spiel zu fol­gen und dann wie­der im glei­ßen­den Licht der Son­ne zu ste­hen und auf den Dschun­gel zu bli­cken; wann immer ich die Tem­pel durch­streif­te, emp­fand ich kind­li­ches Stau­nen und Ehr­furcht; Das Gefühl von Zeit­lo­sig­keit und Frie­den war voll­kom­men. Die Grö­ße der Herr­scher Ang­kors war lan­ge ver­gan­gen; aber sie haben etwas geschaf­fen, was uns noch heu­te tief im Inne­ren berührt und uns dar­an erin­nert, wel­che Schöp­fer­kraft wir in uns tra­gen. Die Fra­ge ist nur, wie wir sie ein­set­zen: zum Wohl oder zum Ver­derb der Mensch­heit.

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Der Ver­fall der Bau­wer­ke, die noch heu­te sol­che Andacht aus­lö­sen kön­nen, war einer der ein­drück­lichs­ten Erfah­rungs­ho­ri­zon­te für mich: Welt­rei­che gelan­gen zu Grö­ße, Macht und Ruhm. Sie ent­wi­ckeln außer­ge­wöhn­li­che Kul­tur. Doch die­se Kon­zen­tra­ti­on an Macht war nur mög­lich, weil sie auf dem Rücken vie­ler Men­schen aus­ge­bil­det wur­de, die viel Ver­ach­tung, Unter­ord­nung und Leid kann­ten. Irgend­wann ist jedes Groß­reich durch sei­ne Deka­denz zugrun­de gegan­gen. Auch die Gesell­schaft von Ang­kor war kol­la­biert. Es war wohl eine gan­ze Rei­he von Fak­to­ren, die zum schlei­chen­den Unter­gang des Khmer-Rei­ches geführt hat­ten. Schon lan­ge waren die Bäu­me an den stei­len Hän­gen der nahen Kulen-Ber­ge im Nor­den der Stadt voll­stän­dig abge­holzt wor­den. Ero­si­on führ­te zu Über­schwem­mun­gen; Sedi­men­te setz­ten sich in den Bewäs­se­rungs­ka­nä­len fest. Es kam zu einem Kli­ma­wan­del. Sowohl die Dür­ren als auch die Über­schwem­mun­gen wur­den immer ver­hee­ren­der. Es gelang nicht mehr, das Was­ser­sys­tem an die­se Extre­me anzu­pas­sen. Das Khmer-Reich stell­te sich neu auf und ver­la­ger­te sei­nen Schwer­punkt von der Land­wirt­schaft in den Ebe­nen von Ang­kor auf den See­han­del mit Indi­en, Chi­na und der isla­mi­schen Welt von Pnom Penh aus, bis die Viet­na­me­sen die Khmer über­flü­gel­ten. Schließ­lich konn­te man dem Druck der Thai aus dem Wes­ten und den Viet­na­me­sen aus dem Osten nichts mehr ent­ge­gen­set­zen.

 

Viel­leicht lie­gen die­se Wel­len­be­we­gun­gen in der Natur der Schöp­fung: Geburt, Auf­stieg, Grö­ße, Über­maß und Nie­der­gang. Welt­rei­che sind ent­stan­den und wie­der ver­gan­gen. Doch nie­mals zuvor besaß die Mensch­heit solch zer­stö­re­ri­schen Waf­fen und einen solch (selbst)destruktiven Lebens­stil. So stellt sich mir die Fra­ge, ob wir als gan­ze Spe­zi­es vor dem Unter­gang ste­hen, ob sich die Natur über­haupt noch von unse­rem dro­hen­den Kol­laps erho­len kann oder ob wir nicht doch einen Weg fin­den, aus den wie­der­keh­ren­den Feh­lern der Geschich­te zu ler­nen und eine wei­te­re Stu­fe in der Evo­lu­ti­on zu erklim­men, und zu einem Gleich­ge­wicht fin­den, das uns auch in Zukunft Exis­tenz ermög­lich.


Antworten

  1. Avatar von Mat
    Mat

    Sehr schö­ner und aus­führ­li­cher bericht!

    Wür­dest du denn sagen das die tem­pel mehr ath­mo als die indi­schen haben? Und:
    – kann man in der anla­ge auch sel­ber mit einem moped rum­fah­ren ? ($?)
    – wie sind die ein­tritts­prei­se ca.?
    Dan­ke dir,
    mat

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Vie­len Dank, Mat!

      Da die Tem­pel von Ang­kor stark indisch beein­flusst sind, ist das unmög­lich zu beant­wor­ten, zumal das Wahr­neh­men der Atmo­sphä­re auch immer stark von den inne­ren Gefüh­len abhängt. AM ehes­ten könn­te ich Ang­kor mit Ham­pi in Süd­in­di­en ver­glei­chen (dazu kommt auch noch ein Beriht bei gele­gen­heit). Bei­de Orte haben mich auf unter­schied­li­che Wei­se ähn­lich stark ange­zo­gen.
      Mit dem eige­nen Moped die Tem­pel zu erkun­den, ist nicht erlaubt, bleibt die Wahl eines Moto­rol­ler-Fah­rers oder das Fahr­rad. Bei mei­nem letz­ten Besuch galt noch 1 Tag 20 Us-DOl­lar, 3 Tage 40 US-Dol­lar. Scheint noch aktu­ell zu sein.

      Lie­be Grü­ße!

      Ole­an­der

  2. Avatar von Sylvia Schilling
    Sylvia Schilling

    Ein wun­der­ba­rer Bericht. Ich wer­de in zwei Wochen dort sein. Ich freue mich schon sehr!

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Vie­len Dank, Syl­via! Lei­der kam ich jetzt erst zu einer Ant­wort. Ich hof­fe Du hat­test eine wun­der­ba­re Erfah­rung in den Rui­nen! Ganz lie­be Grues­se! Ole­an­der

  3. Avatar von Michael Jahn

    Ein­fach Wahn­sinn, sehr schö­ner Bericht und beein­dru­cken­de Fotos von die­ser fas­zi­nie­ren­den Archi­tek­tur. Dan­ke!

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Dan­ke schön, Micha­el! Freut mich, dass Dir der Bericht und die Pho­to­gra­phien gefal­len! Die Archi­tek­tur ist in der Tat umwer­fend, das kön­nen die Bil­der nur ansatz­wei­se abbil­den. Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  4. Avatar von Claudia

    Vie­len Dank für den span­nen­den Bericht! Wir wer­den im kom­men­den März end­lich dort sein. Ich träu­me da auch schon seit Jah­ren von. Inter­es­sant fand ich, dass Dir Ta Prohm so gut gefal­len hat. Von den Fotos, die ich über die Jah­re gese­hen habe, reizt die­ser mich auch am meis­ten. Bin gespannt ob ich das dann vor Ort auch so sehe.
    LG, Clau­dia

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Sehr ger­ne, Clau­dia! Ich freue mich, dass der Bericht auch gele­sen wird. Im Ta Prohm gab es ein­fach einen Platz, an dem ich immer allei­ne sein konn­te und die Atmo­sphä­re voll auf mich wir­ken las­sen konn­te. Aber am Ende haben die Tem­pel jeder für sich sei­ne Rei­ze, min­des­tens so beein­dru­ckend fand ich die abend­li­che Atmo­sphä­re am Bayon und die schie­ren Aus­ma­ße von Ang­kor Wat. Manch­mal ist es aber auch ein allein ste­hen­der, kaum besuch­ter und ver­fal­le­ner Tem­pel im »Dschun­gel«, der die Phan­ta­sie beflü­gelt. Archi­tek­to­nisch außer­ge­wöhn­lich ist auch die Tem­pel­an­la­ge Ban­ta Srey. Es gibt ein­fach unheim­lich viel zu ent­de­cken und Ang­kor ist auch bei wei­tem nicht die ein­zi­ge Tem­pel­an­la­ge aus der Hoch­zeit der Khmer in Kam­bo­dscha. Für Kin­der ist das sicher auch ein unver­gess­li­ches Erleb­nis! Ich hof­fe, Ihr dürft ähn­lich fas­zi­nie­ren­de Erfah­run­gen machen! Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  5. Avatar von Philipp Laage

    Tol­ler Bericht, Ole­an­der. Sehr aus­führ­lich und mit viel Hin­ter­grund­wis­sen gespickt.

    Ich war im August in Ang­kor. Tat­säch­lich sind alle Men­schen am frü­hen Mor­gen an dem gro­ßen Teich ste­hen geblie­ben, um den Son­nen­auf­gang zu sehen bzw. zu foto­gra­fie­ren, was ja gar kei­nen Sinn ergibt, weil die Son­ne hin­ter den Rui­nen auf­geht und die­se dar­um nur schwarz erschei­nen. Jeden­falls hat­te ich die Haupt­an­la­ge von Ang­kor Wat unge­fähr eine Stun­de für mich allein.

    Durch­aus ein spi­ri­tu­el­les Erleb­nis, irgend­wie.

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Vie­len Dank, Phil­ipp, freut mich sehr, dass Dir der Bericht gefällt! Lei­der sind wir ja (noch) nicht dazu gekom­men, uns per­sön­lich über Kam­bo­dscha aus­zu­tau­schen.
      Schon lus­tig, was Grup­pen­dy­na­mik erzeu­gen kann und umso bes­ser, wenn Du das für Dich nut­zen konn­test, um Ang­kor Wat ganz für Dich allei­ne zu haben. Für mich war der Besuch eine sehr spi­ri­tu­el­le Erfah­rung! Das galt haupt­säch­lich für die Tem­pel, die von Baum­rie­sen über­wu­chert sind.
      Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  6. Avatar von Aylin

    Lie­ber Ole­an­der, Du ver­knüpfst wun­der­bar Geschich­te, Gegen­wart und Dei­ne eige­ne Sub­jek­ti­vi­tät. Vor allem Dein End­ge­dan­ke gefällt mir sehr gut! LG, Aylin

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Lie­ben Dank für Dei­ne tol­le Rück­mel­dung, Aylin! Gera­de der End­ge­dan­ke ist mir sehr wich­tig und ich hab mich sehr gefreut, dass Du dar­auf ein­ge­gan­gen bist und er Dich ange­spro­chen hat. Ganz lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  7. Avatar von ch.grygier

    Hal­lo… toll geschrie­ben und schön anschau­lich der Bericht. Konn­te vie­les gut nach­emp­fin­den, ging mir auch so als ich vor 3 Jah­ren selbst dort war und ziem­lich begeis­tert war von die­sen bau­wer­ken und der tat­säch­lich mys­ti­schen Stim­mung in die man gera­ten kann, nicht muss… Bes­te Grü­ße aus ber­lin *Chris­ti­an*, 48J

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Vie­len Dank, Chris­ti­an! Schön, dass Du Dich rein­füh­len konn­test. Mit einem 7‑Ta­ge-Pass hast Du den Besuch ja schön aus­ge­reizt. Ich bin auch der Mei­nung, dass 3 Tage das abso­lu­te Mini­mum sind, um die Aus­ma­ße der Tem­pel­an­la­gen rich­tig zu begrei­fen. Spi­ri­tua­li­tät oder Mys­tik kann man natür­lich nicht her­bei­zau­bern, umso schö­ner wenn man Zugang dazu fin­det. Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  8. Avatar von Nina Soentgerath via Facebook
    Nina Soentgerath via Facebook

    Sehr schö­ner Arti­kel. Ich war vor­letz­te Woche dort und habe mir einen lang geheg­ten Traum erfüllt!

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Dan­ke, Nina! Schön, dass Du Dir die­sen Traum erfül­len konn­test. Für mich hat der Besuch auch min­des­tens das gehal­ten, was ich mir erhofft hat­te und ich wür­de jeder­zeit noch­mal dort­hin rei­sen! Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  9. Avatar von Biene

    Ein tol­ler Bericht. Ich war erst im Okto­ber in Ang­kor – und selbst zur Haupt­zeit las­sen sich ruhi­ge Momen­te inmit­ten der erha­be­nen Bau­wer­ke erle­ben – man muss sie nur ein­ge­hend suchen und anti­zy­klisch vor­ge­hen.
    Dan­ke für die­se schön geschrie­ben Erin­ne­rung an ein tol­les Erleb­nis.
    Vie­le Grü­ße,
    Sabi­ne

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Vie­len Dank, Sabi­ne! Ich gebe Dir unein­ge­schränkt recht! Vie­le suchen aller­dings gar nicht danach, ihnen ist das eige­ne Kon­ter­fei vor den Tem­peln und das abend­li­che Besäuf­nis wich­ti­ger, was ich per­sön­lich sehr scha­de fin­de! Erst wer sich rich­tig ein­läßt, erkennt die wah­re Grö­ße die­ser unver­gleich­li­chen Bau­wer­ke.
      Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

  10. Avatar von Die See kocht via Facebook

    Ich war in der Regen­zeit 1998 dort und hat­te fast alle Tem­pel für mich allein. (Dank eines pri­va­ten Moped Taxi) trotz­dem schön, dass man die stil­len Momen­te noch fin­det.

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Ein Besuch in der Regen­zeit ist sicher auch heu­te noch die sichers­te Vari­an­te, um den Mas­sen zu ent­ge­hen; ich war jeweils im März da. Der Ansturm auf die Tem­pel hat seit dem Ende der 90er erheb­lich zuge­nom­men. Mit viel Geduld und krea­ti­ven Erkun­dungs­tou­ren kann man stil­le Momen­te glück­li­cher­wei­se auch heu­te noch erha­schen. Steu­ert man weni­ger bekann­te Tem­pel an, kann man stun­den­lang in der Atmo­sphä­re ver­sin­ken.

  11. Avatar von Peter Speit via Facebook

    …sehr schö­ner bericht. ich war zwei­mal in ankor.….…

    1. Avatar von Oleander Auffarth

      Herz­li­chen Dank, Peter! Mein Bericht basiert eben­falls auf zwei Besu­chen in Ang­kor in den Jah­ren 2011 und 2014. Lie­be Grü­ße! Ole­an­der

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