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Zwischen Lava und Lorbeerwald: Warum Teneriffa mit Kindern mehr ist als nur ein Inselurlaub

Der kanarische Kontrast – Lernen zwischen Feuer und Grün

Als ich mit mei­ner Fami­lie im ers­ten Mor­gen­licht auf Tene­rif­fa lan­de, sitzt Ben schon mit der Nase am Flug­zeug­fens­ter. „Ist das ein Vul­kan?“, fragt er, noch bevor wir über­haupt gelan­det sind. Ich läch­le – und ahne, dass die­se Rei­se mehr wird als ein klas­si­scher Fami­li­en­ur­laub auf Tene­rif­fa.

Die Insel ist ein Ort der Gegen­sät­ze. Im Süden domi­nie­ren tro­cke­ne, fast mars­ähn­li­che Land­schaf­ten, wäh­rend im Nor­den dich­te, grü­ne Wäl­der wach­sen. Für Mila ist das wie zwei Wel­ten auf ein­mal. Für mich als Geo­gra­fie­leh­rer ist es ein sel­te­nes Geschenk: eine Insel, auf der Natur­pro­zes­se sicht­bar, greif­bar und vor allem erklär­bar wer­den.

Hier ler­nen Kin­der nicht aus Büchern. Sie lau­fen über erstarr­te Lava, spü­ren die feuch­te Luft uralter Wäl­der und beob­ach­ten Tie­re aus aller Welt. Genau des­halb ist Tene­rif­fa mit Kin­dern mehr als nur ein Rei­se­ziel – es ist ein leben­di­ges Klas­sen­zim­mer.

Loro Parque – Wo Naturschutz erlebbar wird

Unser ers­ter Aus­flug führt uns bewusst nicht an den Strand, son­dern nach Puer­to de la Cruz. Ich woll­te den Ein­stieg in die­sen Rei­se­füh­rer Tene­rif­fa bewusst so wäh­len, dass die Kin­der sofort ver­ste­hen, wor­um es auf die­ser Rei­se geht: ent­de­cken, ver­ste­hen, stau­nen.

Der Loro Par­que ist dabei weit mehr als ein klas­si­scher Tier­park. Er wur­de von Tri­p­Ad­vi­sor bereits zwei­mal als einer der bes­ten Zoos der Welt aus­ge­zeich­net – und die­ser Ruf kommt nicht von unge­fähr. Was hier sofort auf­fällt: Der Fokus liegt klar auf Natur­schutz, For­schung und Bil­dung.

Mit über 40.000 Tie­ren aus mehr als 600 Arten wirkt der Park zunächst über­wäl­ti­gend. Doch statt rei­ner Viel­falt steht die Qua­li­tät der Lebens­räu­me im Mit­tel­punkt. Die Anla­gen sind so gestal­tet, dass sie die Öko­sys­te­me der fünf Kon­ti­nen­te mög­lichst rea­li­täts­nah wider­spie­geln.

Wir betre­ten einen Bereich, der einem tro­pi­schen Regen­wald nach­emp­fun­den ist. Die Luft ist feucht, Pflan­zen wach­sen dicht, und irgend­wo über uns raschelt es im Blät­ter­dach. Mila bleibt ste­hen und flüs­tert: „Das fühlt sich echt an.“

Genau hier pas­siert etwas Ent­schei­den­des: Kin­der beob­ach­ten nicht nur Tie­re – sie begrei­fen Zusam­men­hän­ge. War­um bestimm­te Arten nur in bestimm­ten Kli­ma­zo­nen leben. Wie Pflan­zen und Tie­re von­ein­an­der abhän­gen. Und war­um Natur­schutz nicht abs­trakt ist, son­dern not­wen­dig.

Ich mer­ke, wie vie­le Fra­gen ent­ste­hen. Und ich mer­ke auch, dass ich weni­ger erklä­ren muss als gedacht. Orte wie der Loro Par­que schaf­fen es, Wis­sen ganz selbst­ver­ständ­lich ent­ste­hen zu las­sen.

Für uns wird die­ser Besuch zu einer Art Welt­rei­se an einem Tag – und zu einem der ein­drück­lichs­ten Erleb­nis­se unse­res Fami­li­en­ur­laubs auf Tene­rif­fa.

Siam Park – Adrenalin, das verbindet

Nach so viel Natur und Wis­sen folgt der Per­spek­tiv­wech­sel. „Heu­te kei­ne Schu­le, oder?“, fragt Ben am nächs­ten Mor­gen vor­sich­tig. Ich grin­se: „Heu­te Phy­sik in Bade­ho­se.“

Der Siam Park, laut Tri­p­Ad­vi­sor zehn Jah­re in Fol­ge zum bes­ten Was­ser­park der Welt gewählt, ist ein Erleb­nis, das selbst skep­ti­sche Eltern über­zeugt. Doch es ist nicht nur die Grö­ße oder die spek­ta­ku­lä­ren Rut­schen.

Die gesam­te Anla­ge ist im Stil tra­di­tio­nel­ler thai­län­di­scher Archi­tek­tur gestal­tet – mit einer Detail­ver­liebt­heit, die man sel­ten sieht. Tem­pel­ar­ti­ge Gebäu­de, kunst­voll geschnitz­te Ele­men­te und üppi­ge Vege­ta­ti­on machen den Park zu einem ästhe­ti­schen Erleb­nis.

Was mich beson­ders beein­druckt: die Orga­ni­sa­ti­on. Trotz vie­ler Besu­cher wirkt alles durch­dacht. Wege sind logisch ange­legt, War­te­zei­ten gut gesteu­ert, und für jede Alters­grup­pe gibt es pas­sen­de Berei­che.

Wäh­rend Ben sich mutig an grö­ße­re Rut­schen her­an­tas­tet, ent­de­cke ich mit Mila die ruhi­ge­ren Zonen. Ein künst­li­cher Fluss, der uns gemäch­lich durch den Park trägt, wird plötz­lich zu einem Moment der Ent­schleu­ni­gung.

Am Ende des Tages sind wir erschöpft, aber glück­lich – und ich stel­le fest: Auch sol­che Orte haben ihren Platz in einem guten Rei­se­füh­rer Tene­rif­fa. Denn sie schaf­fen gemein­sa­me Erin­ne­run­gen.

Lava und Urwald – Die wilde Seite der Insel

Teide-Nationalpark – Im Inneren eines Vulkans

Der nächs­te Abschnitt unse­rer Rei­se führt uns ins Herz der Insel – in den Tei­de-Natio­nal­park. Die Land­schaft ver­än­dert sich mit jedem Kilo­me­ter. Bäu­me ver­schwin­den, die Far­ben wer­den erdi­ger, die For­men rau­er.

„Sieht aus wie auf dem Mond“, sagt Mila. Und sie hat nicht ganz unrecht.

Die Seil­bahn­fahrt wird für die Kin­der zum Aben­teu­er. Inner­halb weni­ger Minu­ten gewin­nen wir Höhe, und plötz­lich liegt die Insel unter uns wie eine Kar­te. Hier oben wird greif­bar, was ich sonst im Unter­richt erklä­re: wie Vul­ka­ne Land­schaf­ten for­men.

Ben stellt Fra­gen, die ich so im Klas­sen­zim­mer sel­ten höre. Viel­leicht, weil er hier selbst sieht, wor­um es geht.

Anaga-Gebirge – Der grüne Gegenpol

Kaum zu glau­ben, dass nur eine kur­ze Fahrt ent­fernt eine völ­lig ande­re Welt war­tet. Das Ana­ga-Gebir­ge wirkt wie ein Relikt aus einer längst ver­gan­ge­nen Zeit.

Dich­te Lor­beer­wäl­der, feuch­te Luft und ein fast mys­ti­sches Licht beglei­ten uns auf dem „Pfad der Sin­ne“. Der Weg ist ide­al für Fami­li­en: kurz, abwechs­lungs­reich und vol­ler klei­ner Ent­de­ckun­gen.

Die Kin­der hören bewusst auf Geräu­sche, füh­len unter­schied­li­che Ober­flä­chen und rie­chen an Pflan­zen. Es ist eine ein­fa­che Idee – aber unglaub­lich wir­kungs­voll.

Hier wird Natur nicht erklärt. Sie wird erlebt.

Wale beobachten – Respekt vor dem Meer

Ein letz­ter Höhe­punkt führt uns hin­aus auf den Atlan­tik. Die Wal­be­ob­ach­tung gehört zu den ein­drucks­volls­ten Erfah­run­gen die­ser Rei­se.

Wir sehen die Tie­re in frei­er Wild­bahn – nicht insze­niert, son­dern in ihrem natür­li­chen Lebens­raum. Beglei­tet von sach­kun­di­gen Erklä­run­gen ler­nen die Kin­der, war­um die­se Tie­re geschützt wer­den müs­sen und wie sen­si­bel das mari­ne Öko­sys­tem ist.

Mila schreibt spä­ter am Abend in ihr Notiz­buch. Ben malt Wale. Und ich mer­ke: Die­se Ein­drü­cke blei­ben.



Tipps für den Familienurlaub auf Teneriffa

Tene­rif­fa ist kein Rei­se­ziel, das man ein­fach kon­su­miert. Es ist eine Insel, die for­dert, über­rascht und belohnt.

Zwi­schen Lava­fel­dern und Lor­beer­wäl­dern, zwi­schen Bil­dungs­or­ten wie dem Loro Par­que und Erleb­nis­sen wie dem Siam Park ent­steht etwas, das sel­ten gelingt: eine Rei­se, die glei­cher­ma­ßen begeis­tert und bil­det.

Für Fami­li­en, die Wert auf Qua­li­tät, Natur­ver­ständ­nis und ech­te Erleb­nis­se legen, ist ein Fami­li­en­ur­laub auf Tene­rif­fa mehr als nur eine gute Idee – er ist eine Inves­ti­ti­on in gemein­sa­me Erin­ne­run­gen.

Und wäh­rend wir am letz­ten Abend auf den Atlan­tik schau­en, den­ke ich: Genau so soll­te Rei­sen sein.



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