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Weltreise-Planung

To Visum oder not to Visum

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Immer dieses leidige Thema! Als verwöhnter Europäer verdränge ich gerne mal die so gängige wie nervtötende Praxis aller Länder dieser Erde, jedem reisewilligen Erdenbürger ein mehr oder weniger schleimiges Bürokratie-Monsterchen vor die staubigen Füße zu wurschteln. Welches nur darauf wartet, mit seinen vielen kleinen spitzen Zähnchen an meinen dürren Waden zu knabbern. Als ob da was zu holen wäre.

Für uns Deutschländer ist es ja noch eine überschaubare Situation, denn wer einmal von den Hürden für Eingeborene ärmerer Länder gehört hat, die beispielsweise in die Kulturhauptstadt Europas 2020 (selbstverständlich Mannheim) reisen wollen… puhdipuh, kein Spaß.

Nun habe ich ja keine Lust, mich auf eine Reiseroute mit klaren Daten festzulegen, und kann mir also nicht noch in Deutschland meinen jungfräulichen XL-Reisepass mit Stempeln verzieren lassen. Und erfahrungsgemäß ist es eine lösbare (aber oft zeitraubende, nervenzehrende und geldbeutelerleichternde) Aufgabe, im jeweiligen Nachbarland ein Visum zu erstehen, oder im Premiumfall sogar direkt beim Grenzübertritt.

Aber es gibt Ausnahmen.

Beispielsweise Syrien. Alle offiziellen Quellen sind sich einig: Ein Visum gibt’s nur im Heimatland (also in meinem Fall in D.). Das ist ein Problem: Denn wenn ich in Syrien ankommen sollte, wäre die Gültigkeit des hier erstandenen Visums schon erloschen. Ich müsste also in der Türkei meinen Reisepass per Kurier nach Deutschland versenden, um dort ein Visum zu bekommen? Nicht gut.

Meine ausführlichen Recherchen haben aber ergeben, dass es Reisenden unregelmässig gelingt, doch ein Visum an der Grenze zu bekommen. Abhängig vom Verdauungsbefinden des Beamten und dem Schrei der Weißstörche beim Mittagsgebet.

Dann hoffe ich mal, dass er von Mutti was Gutes zu futtern bekommen hat.

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8 Kommentare

  1. wo kann ich, am

    „Ich müsste also in der Türkei meinen Reisepass per Kurier nach Deutschland versenden, um dort ein Visum zu bekommen? Nicht…“ – was meinst du damit?

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  2. Tina, am

    „Im Heimatland“ ist doch bloß eine Standardformulierung, die bedeutet: „bei einer unserer Botschaften oder Konsulate, möglichst in Deinem Heimatland“. Oder???

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  3. klys, am

    Wo-kann-ich-Mike und Tina,

    jedes Land hat da seine eigenen Spielchen; bei Syrien beispielsweise gilt folgende Info: „Das Visum ist grundsätzlich bei der Syrischen Botschaft in Berlin oder dem Syrischen Honorarkonsul in Hamburg zu beantragen.“
    Was nicht in jedem Fall bedeutet, dass es auch so gehandhabt wird… aber meistens eben doch.

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  4. David Melkenberg, am

    Hallo!
    ich finde das Wort „Arsch“ keinen guten Umgangston zwischen Menschen! Auch das sog. smiley nimmt nichts von der widerlichen Schärfe, die mir entgegenspringt!
    Wir versuchen in unserem Jungenprojekt durch eine werteorientierte Pädagogik junge Menschen darin zu fördern, respektvoll mit ihrern Mitmenschen umzugehen.
    Unterlassen Sie das bitte, Sie blöder Drecksack!
    Ihr David Melkenberg

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