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How to build a raft from flotsam in Thailand and sink it

#diyraftventure

Im Rückblick hat sich unser Floss-Erlebnis im Grunde genau so aufgebaut, wie es Schreib-Ratgeber für eine gute Abenteuergeschichte empfehlen. Das aber konnte vor Ort natürlich noch keiner von uns ahnen…

Die gewagte Idee: Aus simplen Materialen ein Floss bauen. Eine Angel, einen Gaskocher und etwas Schlangenserum einpacken. Und dann für ein paar Wochen zu dritt den thailändischen Fluss Mae Ping in Richtung Süden hinunterschippern. Dabei zusehends brauner, schmutziger, bärtiger und wortkarger werden. Um schließlich triumphal mitten in der Hauptstadt Bangkok anzulegen. #diyraftventure

Die traurige Realität: Holz und Fässer sind in Nordthailand schwer zu bekommen und noch dazu ziemlich teuer. Mich bremst bei meiner Ankunft erst eine üble Grippe und gleich darauf noch eine bakterielle Ohrenentzündung aus. Noch viel schlimmer aber: Die Flüsse Südostasiens führen aufgrund einer außergewöhnlichen Dürre kaum Wasser. Und so ist auch der Mae Ping nicht mehr als ein stinkendes Rinnsal.

Der mediokre Plan B: Nach dem Abschütteln der Enttäuschung sowie ausgiebiger Überlegungen entscheiden wir uns schließlich für einen Road Trip quer durch Thailand. Eine Art Flossfahrt auf vier Rädern. Wir folgen zunächst dem Verlauf des Mae Ping. Und sehen so mehrfach die Dürre mit eigenen Augen, etwa am völlig ausgetrockneten See Doi Tao.

Die überraschende Reprise:
In einer touristisch völlig unberührten Gegend finden wir auf AirBnB ein Haus mit Privatstrand und mieten uns dort für sechs Tage ein. Beim ersten Blick auf die einsame Bucht voller Strandgut ist uns allen schlagartig klar: Das Schicksal hat uns eine zweite Chance für #diyraftventure geliefert! Wir besorgen in der nächsten größeren Stadt massenweise Proviant sowie Seil, Säge, Klebeband und ein Zelt. Und suchen uns spontan eine kleine Insel vor der Küste aus, die wir mit unserem Floss ansteuern, und auf der wir eine Nacht verbringen möchten.

Das dicke Ende: Erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. ;-)

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Ein Kommentar

  1. Nora, am

    Was für ein Abenteuer und was für ein tolles Video. So sieht die Freiheit aus – genau das vermisse ich gerade so sehr in meinem Leben. Und ich bin dir so dankbar für deinen Blog – er ist für mich ein Fenster in die Welt da draußen, wo ich so gerne hin will!

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