10_068_EG_Aswan_049

Abu Simbel

Ramses II lässt liebe Grüße ausrichten

1

Drei Uhr in der Frühe, der Klys ist schon längst wach! Denn gleich wird er abgeholt von einem Minibus, der ihn fast 300 Kilometer durch die Wüste nach Abu Simbel bringt, zusammen mit einer Minibusladung anderer Touristen. In einem Konvoi, der vielleicht hundert Busse und Autos umfasst, denn anders ist es nicht erlaubt. Das macht der Klys eigentlich nicht so gerne, aber manchmal geht’s nicht anders. (Von dem Konvoi sah man allerdings nach fünf Minuten nichts mehr, das zu dem Sinn der „Sicherheitsmaßnahme“.)

Abu Simbel liegt fast an der Grenze zum Sudan, am südwestlichen Ufer des Lake Nasser. Der kleine Ort ist nicht von Belang, doch der Tempel von Ramses II sucht seinesgleichen! Von vier kolossalen sitzenden Statuen von Pharaonen flankiert, die auf den Nil (heute den See) hinausblicken, tritt man in die aus dem Berg geschlagenen Tempelhallen, die sich ineinander verzweigen… ein Ort, den sich kein Art Director eines Abenteuerfilms besser hätte ersinnen können. Lara Croft & Co lässt grüßen. Fotos waren mal wieder nicht erlaubt, ein paar habe ich frecherweise trotzdem gemacht, ganz heimlich wie ein Dieb in der Nacht. Aber die werden diesem Ort leider absolut nicht gerecht…


Besonders ist allerdings auch, dass diese Anlage eigentlich einige Meter unter dem Seewasser liegen würde, wenn… ja, wenn nicht die beiden Tempelberge in riesige Blocks zerschnitten und Stein für Stein auf einen höher liegenden Platz gebracht worden wären! 40 Millionen Dollar hat das gekostet, 1968 vollendet, und wurde bei 9 anderen Tempeln auch gemacht. Kann man auch nicht glauben, wenn man‘s sieht.



Zurück in Aswan schlendert Klys müde, aber vergnügt im auch hervorragenden Tempel der Isis herum, der vor den steigenden Fluten auf eine kleine, höher liegende Nilinsel gerettet wurde. Auch sehr hübsch!

Und um den Tag standesgemäß ausklingen zu lassen, gibt es das BigMac-Menü mit Blick auf den Nil im freundlichen McDonald’s. Klys ist also doch ein guter Tourist!

Kommentieren? Sehr sehr gerne!

  • (will not be published)

Ein Kommentar