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Singita

Luxus-Safari in Südafrika

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Wie kann man halbwegs klaren Verstandes so viel Geld für eine Safari ausgeben? Das war die Frage, die mir im Kopf herumschwirrte, als ich vorab ein wenig über mein Reiseziel in Südafrika recherchierte.

Singita Lebombo Lodge, soso, sieht ja schick aus. Schauen wir doch mal was das so kostet! Aha, etwa 13.300 Rand pro Nacht und Person. Alles inklusive. Wieviel ist das?

Knapp 1.200 Euro. Schluck.

Das ist happig. Wie lange bleibe ich? Vier Nächte.

Safari ist teuer, das wusste ich. Aber dies ist die Luxusversion. Günstige Komplettangebote inklusive Safaris gibt es auch ab 400 Euro die Nacht (für zwei Personen!). Und für Selbstfahrer mit Zelt geht es noch einmal deutlich günstiger. Weshalb also eine Luxuslodge wie Singita? Ich war sehr gespannt. Luxus-Safari in Südafrika.

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An einem Berghang liegen die einzelnen vollverglasten Lodges außer Sichtweite voneinander, im Tal schnauben Nilpferde um die Wette, die sich in einem Flußlauf vergnügen. Viel Holz und Glas bestimmen die sehr wertige, zurückhaltende Gestaltung.

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Schon geil. Leider ohne meine Freundin. Mist.

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Auf dem Balkon lässt es sich auch herrlich übernachten, die Helferlein richten alles schön hin. Hab ich mir nicht entgehen lassen!

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Ich habe drei (!) Möglichkeiten mich zu säubern: Diese Badewanne, eine Dusche, sowie das Highlight: Eine Dschungeldusche, auf einem kleinen Balkon! War mein Favorit, wo kann man sonst schon nackig über die Landschaft blicken, eine herrliche Dusche nehmen, und nur die Nilpferde schauen dabei zu?

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Es gibt einige gemeinsame Gebäude, eine Bar, das Restaurant und einen Pool, außerdem einen Spa-Bereich.

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Die Atmosphäre ist sehr ruhig, fast still. Auf dem Balkon sitzen, nur die Geräusche der Tierwelt hören, keinen Motorenlärm, keine Menschen: Es ist es eine fast meditative Erfahrung. Der freundliche und zurückhaltende Service ist äußerst angenehm. Ich habe das Gefühl, dass mir hier alle meine Wünsche erfüllt werden.

Aber was brauche ich denn eine Luxushütte, ich bin doch da wegen der Tiere!

Stimmt. In einem 15.000 Hektar großen Gebiet bewegen sich nur zwei oder drei Singita-Fahrzeuge auf Safari. Außerdem noch einige Scouts zu Fuß, die seltene Tiere wie Löwen oder Leoparden suchen. Optimale Safaribedingungen…

So, das ist ja alles sehr schön. Aber lohnt sich es?

Ehrlich? Das kommt drauf an. Und nicht nur auf den Geldbeutel.

Ich fand es ein ganz besonderes Erlebnis, wegen der tollen Tierbegegnungen, aber auch wegen der gesamten Stimmung. Was nicht bedeutet, dass eine günstigere Tour nicht ebenso beeindruckend sein kann. Aber ich muss zugeben: Luxus ist auch mal ganz geil! Würde ich es mir leisten? Nein. Ich weiß, dass ich auch mit wenig Geld fantastische Reisen machen kann. Und nebenbei hab ich eh keins. Das macht die Entscheidung erstaunlich einfach.

Aber jeder hat andere Träume. Ich verstehe jetzt besser, warum Mancher sich so ein Erlebnis gönnt.

So, und jetzt geht’s nach Johannesburg!

 

Singita hat mich und weitere Journalisten eingeladen, und ich sage „Danke“!  Es war toll!

Kommentieren? Sehr sehr gerne!

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16 Kommentare

  1. Manuela, am

    Waren wir im selben Land? Wieso musste ich Mäuse und Echsen aus meiner Unterkunft vertreiben? ;-)

    Sieht natürlich grandios aus, und auf das private Game Reserve bin ich schon ein wenig neidisch. Die Tierdichte ist da doch immer noch was anderes, mein Traum ist noch Sabi Sabi wegen der Leopardendichte :-)

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  2. Christina, am

    WOW! Von Singita habe ich vorher noch nie gehört. Wohl auch kein Wunder, da diese Preise nicht gerade ins Familienbudget passen.
    Aber das wir dir vor Ort geboten wurde, dass ich wohl gelinde gesagt DER HAMMER!

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  3. Cici, am

    Oha! Das sieht gaaanz fein aus. Ich denke da an meine Nächte im „Aloe Creek Game Park“…n bisschen Dreck, selber grillen und Affen die die Hütte stürmen…nix mit ner Mama die mir Cola-Rum mit Limetten serviert. Tauschen? Aber ist ja nix gegen unser Hotel auf Sumba, Kollega ;-)

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  4. Alex, am

    Das sind mal wieder ziemlich geile Fotos! Klar kann man sich es dort auch so richtig gutgehen lassen, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt. Aber mit Geld kann man nicht alles kaufen, nicht die vielen kleinen Abenteuer einer Reise und Bekanntschaften, die vielleicht das Leben verändern. Und da ist es egal, ob ich eine High-End-Reise buche oder mit TUI reise – das Ergebnis ist letztendlich das Gleiche: andere Leute bestimmen was Du siehst und erlebst.

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    • klys, am

      Ob es ganz das Gleiche ist, weiß ich nicht – bei er High-End-Reise hat man doch deutlich mehr Wahlmöglichkeiten. Aber ich gebe dir Recht: Auch für mich sind andere Komponenten einer Reise wichtiger…

  5. Anita, am

    Boah, das sieht aber schon sehr toll aus. Ich muss gestehen, wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich wohl immer so verreisen… Etwas Luxus unterwegs ist halt schon was Schönes. Ist aber momentan noch ausser Reichweite :-)

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  6. Antje, am

    Traumhafte Bilder – Safariluxus ist auf jeden Fall etwas Schönes :-)

    Aber das ultimative Buschfeeling lässt sich zum Glück auch ohne den ganz großen Luxus erleben. Die Nähe zur Natur erleben, den Geräusche der Nacht zu lauschen, den Safaristaub auf der Haut zu spüren, den Wind um die Nase wehen zu lassen, die Wildtiere in ihrer ursprünglichen Umgebung zu beobachten, die Weite zu genießen und vor allem auch die ganz kleinen und unspektakulären Details Afrikas zu bemerken – all das macht den Zauber einer Safari aus.

    Und wenn man all das erlebt hat, ja dann sollte man sich mal einen ultimativen Luxustag gönnen – und sich so richtig viel Zeit nehmen, den Luxus der Lodge in vollen Zügen zu geniessen. Das wäre wohl auch der einzige Grund für mich, auf eine Pirschfahrt zu verzichten und einfach nur einen luxuriösen Tag, ganz entspannt, in der Lodge zu verbringen :-)

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  7. Sven, am

    Na dass nenn ich doch mal feudal. Die letzten zwei Bilder könnten auch glatt für „erfrischenden Luxus“ stehen.
    „Wie kann man halbwegs klaren Verstandes so viel Geld für eine Safari ausgeben?“ Wie wahr…wir zahlten damals allein für unseren Mietwagen (4 Wochen) 1.200 Öcken und die Öcken waren noch DM.

    ABER: hat schon was!

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