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Ursachen und Symptome, Auswirkungen und Behandlung

Fernweh – Ein Krankheitsbild

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Die Ursachen.

Ich habe chronisches Fernweh. Wirklich, kaum zurück von einer Reise könnte ich direkt wieder los. Mich hält hier nicht viel. Dafür habe ich gesorgt, wenn auch nicht bewusst. Nein, rückblickend kann ich nicht behaupten, dass mir klar war, welche Folgen meine Entscheidungen haben würden.

Mir war nicht klar, was es bedeuten würde, ein Großstadtleben zu führen, bevor ich nach Berlin zog. Mir war nicht klar, dass ich mit dem Verzicht auf ein Studium auch auf die Möglichkeit verzichten würde, Wurzeln in die Erde zu schlagen. Mir war nicht klar, wie meine Langzeitreisen das Bedürfnis nach einem routinierten Arbeitsleben von 9 bis 5, von Montag bis Freitag, von jetzt bis zur Rente ruinieren würden. Mir war nicht klar, wie merkwürdig es sein würde, nach jeder dieser Reisen wieder im Alltag anzukommen. Mir war nicht klar, dass ich anfangen würde, mir Fragen über diese Welt zu stellen. Fragen, deren Antworten da draußen gesucht werden wollen. Mir war nicht klar, dass ich mich irgendwann in geschlossenen Räumen nicht mehr wohl fühlen würde und dass mich das Unterwegs-Sein so prägen würde, dass ich nun nicht mehr still stehen kann. Aber jetzt isses so. Mein Name ist Gesa Neitzel und ich habe Fernweh.

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Die Symptome.

Es ist für mich undenkbar geworden, für den Rest meines Lebens unter der Woche einen Bürojob auszuüben, an den Wochenenden auszuspannen und nur im zweiwöchigen Urlaub mein Fernweh zu lindern. Nein, lange wird das nicht mehr gut gehen. Die Symptome sind längst chronisch geworden. Nur eine dauerhafte Luftveränderung kann noch Heilung versprechen.

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Die Auswirkungen.

Also reise und reise und reise ich. Und schmiede Pläne und lasse den Blick in die Ferne schweifen und kriege hibbelige Füße, kaum dass die wieder unterm Bürotisch feststecken. Gleichzeitig merke ich aber, dass ich so nicht mehr allzu lange weitermachen will. Allein und ankerlos durch die Welt zu ziehen und zwischendurch die Tage bis zum nächsten Abflug zu zählen – das war doch nie der Plan. Wenn überhaupt, dann war ich doch immer unterwegs, um einen Platz zu finden, an dem ich bleiben möchte. Ich habe Fernweh, aber eigentlich habe ich Heimweh.

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Die Behandlung.

Mit fortgeschrittenem Krankheitsverlauf nimmt mein Fernweh andere Formen an. Reisen nur um des Reisens willen ist mir längst nicht mehr genug. Schließlich hat jede noch so lange Selbstsuche irgendwann mal ein Ende. Doch es gibt ja genug andere gute Gründe, hinaus in die Welt zu ziehen. Das Fernweh werde ich wohl nicht mehr los. Darum wird es höchste Zeit, einen Weg zu finden, mich mit meiner Krankheit zu arrangieren. Und ich glaube, ich weiß endlich wie. Ich weiß endlich, wie ich meine Geschichte erzählen möchte. Natürlich habe ich noch keine Ahnung, was in den kommenden Kapiteln genau passieren wird. Aber ich habe endlich genug Vertrauen in mich selbst und in die Fügung, um mich auf die nächsten Seiten freuen zu können. Mein Leben wird vielleicht nie wieder so spannend sein wie jetzt. Und nicht zu wissen wohin die Reise führt, ist mein größter Ansporn weiterzuziehen und es herauszufinden.

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38 Kommentare

  1. Carina, am

    Oh. Ertappt.
    Erst diese Woche musste ich mir auf mein „Ich muss wieder weg“, erstmal wieder bewusst werden, dass ich gerade erst von der letzten Reise zurück gekehrt bin.
    Du beschreibst es ganz recht- eigentlich ist es kein Fernweh, sondern Heimweh, die Suche nach dem Ankommen.
    Ein wundervoller Beitrag, Gesa. Und ich bin gespannt wo unsere Reise uns hinführt.

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    • Gesa, am

      Vielen Dank, Carina. Das tut so gut! Zu wissen, dass ich mit dem Gefühl nicht allein bin…
      Viel Glück und viel Segen auf all unsren Wegen. Oder so ähnlich. Haha.

    • Stefan, am

      Mir geht es genauso. Gerade erst nach acht Wochen Asien heimgekehrt, schon würde ich am liebsten wieder den Rucksack packen. :-)

    • Gesa, am

      Hallo Tabitha,

      Danke für deinen Text! Scheint, als hätten dich da gestern ganz ähnliche Gedanken beschäftigt.
      Wie es bei mir weitergeht, wird bald gelüftet.

      Lieben Gruß auch an dich und einen schönen Sonntag.

  2. Nina, am

    Ich bin ja normalerweise eher stille Mitleserin, aber jetzt muss ich es doch mal loswerden: ich finde Deine Texte immer wundervoll! Auch wenn ich ein ganz anderes Leben führe, nämlich das mit dem Studium, den Wurzeln und dem Bürojob, sprechen Deine Texte exakt diesen Sehnsuchtsteil in mir an, der auf all das gar nicht so scharf ist. Manchmal träume ich davon, auch einfach loszuziehen, aber dann hab ich auch Angst davor, nicht mehr zurück zu wollen. Oder zurück zu wollen, aber nicht mehr anzukommen.
    Seit wenigen Wochen habe ich nun ein kleines Baby bei mir. Und für mich selbst gar nicht nachvollziehbar, doch seitdem treibt uns als Familie noch mehr das Fernweh um. Wir wollen diesem Menschen die ganze Welt zeigen und statt mehr zu verwurzeln, juckt es uns mehr denn je loszuziehen. Wer weiß, was die Zukunft bringt…
    Auf jeden Fall alles Liebe für Deine Pläne!
    Nina

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    • Gesa, am

      Hallo Nina,

      schön von dir zu hören, du stille Mitleserin :-)
      Ich bin mir sicher, ihr werdet einen Weg finden, um alle drei gemeinsam die Welt zu entdecken. Bis dahin wünsche ich dir erstmal alles, alles Gute für das größte Abenteuer deines Lebens – ein neuer Mensch! Wie großartig!!

  3. Annika, am

    Hallo Gesa,
    ich habe einen 9 bis 5 Job und leide unter unheimlichem Fernweh. Ich zähle fast stündlich die Tage bis zum nächsten Urlaub und meist werde ich gegen Ende der Reise unheimlich traurig und fange noch im Ausland an die nächste Reise zu planen. Aber egal wie schön der Urlaub war, es ist trotzdem immer wieder schön nach Hause zu kommen und sich darauf zu freuen den Lieben alles von der Reise zu erzählen und dann auch wieder den nächsten Urlaub ausgiebig zu planen.

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  4. Conny, am

    Ein wunderschöner Text, der mir aus tiefster Seele spricht – ganz besonders gut gefallen hat mir dein kleines Wortspielchen „Ich habe Fernweh aber eigentlich habe ich Heimweh“. Erst als ich das gelesen hab, konnte ich richtig verstehen was mich die ganze Zeit plagt. Die Suche nach einem zu hause, etwas wo ich gehalten werde und wo man sich (auf Dauer) lebendig und glücklich fühlen kann. Danke dafür Gesa!

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  5. Julia, am

    endlich jemand der das gleiche Leiden hat :-) ich fühle mich oft sehr eingeengt in diesem Alltag und fühle mich am vollkommensten wenn ich unterwegs bin.
    Im TV laufen fast nur Beiträge über Reiseziele oder ähnliches.:-)

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  6. Jana, am

    Hallo Gesa,
    dein Beitrag ist schon etwas älter aber ich habe gerade einfach in Google „Fernweh“ eingegeben, denn ich hatte keine Ahnung was sonst dieses leere Gefühl in mir beschreiben soll. Hätte es nicht besser schreiben können!
    Ich bin vermutlich zu jung um an Fernweh zu leiden, allzu viel gereist bin ich auch noch nicht, doch ich halte es hier zuhause kaum noch aus und brauche einen Tapetenwechsel. Vielleicht liege ich richtig und ein Auslandsjahr ( wofür ich jedoch ein Stipendium brauche :/ ) wäre meine Rettung.
    Ach ja, die Sehnsucht nach dem Unbekannten … Mal sehen was uns erwartet :)

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  7. Nela, am

    schön zu wissen dass man nicht der einzige Mensch mit dieser „Krankheit“ ist ;) … wunderschön geschrieben! Du sprichst mir aus der Seele :)

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  8. Sotsuo, am

    Auch ich habe nach „Fernweh“ in Google gesucht. Irgendwo will man doch sehen, dass man nicht alleine da steht. Was ja eigentlich auch generell unmöglich ist, bei so vielen Menschen. Es ist wie ein Kloß im Hals – man könnte glatt Heulen. Als würde man ein Teil von sich, ständig zurück lassen, als hätte man was vergessen. Besonders merkt man es, wenn man älter wird und die Eltern natürlich auch älter werden. Irgendwann ist eben Schluss, mit dem zusammenreisen. Jedenfalls Teilweise. Andererseits, habe ich hier meinen Kater. Von mir kann ich behaupten das ich hin und her gerissen bin. Man will hin, aber auch wieder nicht. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht das alles erledigen konnte, was ich gern getan hätte. Oder es ist wieder der Gedanke, man ist wieder im beschissenem Alltag. Ungesunder Stress und so. Oder es fehlt einfach die Frau an der Seite. Alleine Urlaub machen, kann ich mir garnicht vorstellen.

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  9. Sarah, am

    Wahnsinn…

    das ist wirklich sehr gut geschrieben.
    Hätte nicht wirlich gedacht, dass es wen gibt der exakt genauso denkt und fühlt.
    Passt wirklich alles… ebenso das mit dem Bürojob.
    Der schweifende Blick raus in den Himmel und der Wunsch die Welt zu erkunden; frei sein.

    Danke für den schönen Text.

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  10. Jaina, am

    Irgendwie erkenne ich mich in deinem Beitrag voll wieder … Ich komme gerade aus dem Urlaub wieder. Und muss heute erste Mal wieder in die Spätschicht , arbeite im Einzelhandel.. Aber am Liebsten würde ich doch meinen großen Reiserucksack packen und zurück in die Berge. Scheine auch noch nicht angekommen zu sein. Liebe Grüße aus Leipzig

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  11. Sophi, am

    Hallo Gesa!

    Ich habe gerade einfach mal „Fernweh“ gegoogelt, weil ich dachte das könnte der Grund für meinen Gemütszustand sein. Ersteinmal vielen Dank für Deinen Text! Er ist wirklich toll geschrieben.
    Mich würde interessieren, was für Strategien Du entwickelt hast um den Alltag etwas erträglicher zu machen. Und an welchem Punkt hast Du gemerkt, dass Du chronisch erkrankt bist?
    Auch ich würde mich am liebstem davon machen, um irgendwo meine Identität vielleicht zu entdecken. Nachdem mein Reisekoffer ein halbes Jahr lang unausgepackt blieb (immer bereit für einen spontanen Ausflug ;) ), habe ich mich auch gefragt warum und merke, dass es vor allem kulturell und geografisch bedingte Aspekte sind, die in mir Sehnsüchte bereiten (meine Tätigkeit daheim zB macht mir sehr viel Spaß). Ich frage mich inwieweit Dir früher das Reisen geholfen hat Dich selbst zu finden und die Frage der eigenen Identität zu klären.

    Das sind jetzt zwar sehr intime fragen, aber ich würde mich freuen, wenn Du mir helfen möchtest!

    Liebe Grüße!

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  12. Aylin, am

    Ich lese gerade deinen Artikel während ich von Hamburg nach Hause fahre,ich sitze grad mal 30 min. Im zug und hab schon fernweh :( und zieh ein miesws gesicht ich merke einfach das ich ein Großstadtkind bin.

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  13. Michi, am

    Oh ja, das kenne ich.. Mich zieht es immer wieder in das sehr weit entfernte Vietnam… ich wünschte, ich könnte dort einfach leben und von dort aus alle umliegenden asiatischen Länder besuchen.. Es ist ein so grauenhaftes Gefühl hier auf der Arbeit zu sein und zu wissen, dass man hier eigentlich nicht hingehört, sondern nach draußen in die Freiheit. Jeden verfluchten Tag verbringe ich damit in den Himmel zu blicken und mich zu fragen, wann ich endlich wieder aufbrechen kann..

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  14. Carolin (Sprachchamäleon), am

    Wow, das ist mal wieder ein Artikel, der mir komplett aus der Seele spricht! Sehr gut geschrieben!
    Obwohl ich erst seit dreieinhalb Jahren „so wirklich“ reise (und das bisher auch nur in den Semesterferien), bin ich schon an dem Punkt angekommen, dass ich mir ein Arbeitsleben von 9-5, Montag-Freitag nicht mehr vorstellen kann. Jede weitere Reise prägt mich einfach so sehr, jedes Mal bekomme ich so viele neue Eindrücke und erlebe so viele Dinge, dass ich das vermutlich niemals wieder eintauschen möchte.
    Du hast absolut Recht: Man fängt an, sich „Fragen über diese Welt zu stellen“ – und wohin genau mich diese (innere) Reise in den nächsten Jahren führt, weiß ich auch noch nicht.
    Aber ich glaube, ich möchte es auch gar nicht wissen und freue mich stattdessen auf jeden Tag, der noch kommt :)

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  15. Cloudy Cavapo, am

    Ich glaube das ist die Sehnsucht nach Leben, WIRKLICHEM Leben. Im Alltag funktioniert man nur, macht was man machen muss, was von einem erwartet wird.
    Ich war schon immer anders, habe meinen eigenen Kopf, passe nicht in Schema F. Werde in der Familie oft müde belächelt, nicht für voll genommen. Höre oft Sätze wie „Mann muss doch“, „Das ist aber so“
    FORGET IT!!!
    Ich muss raus, Freiheit spüren… LEBEN :-)))
    In meinem Kopf war schon immer die weite Welt, habe schon immer die Sehnsucht in mir, suche die Verbindung.
    Inzwischen bin ich Ehefrau und Mutter dreier wundervoller Kinder. Aber auch sie müssen mit meiner Unstetigkeit leben. Ich hoffe sie tragen keinen bleibenden Schaden davon… wie z. b. Fernweh ;-)
    Mein Mann ist zum Glück genauso abgedreht wie ich. Wir planen schon unsere Reisen für später, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind. Bis dahin tun es die jährlichen Urlaube und unsere Fahrräder. Hauptsache raus!
    Geheimtipp: Musik. Kopfhörer auf und in eine andere Welt entfliehen.

    Antworten
    • Kerstin, am

      Da ich auch verheiratet und zwei Kinder 17 und 20 Jahre alt habe,hat mich dein Bericht gleich angesprochen.
      Ich reise seid meinem 16.Lebensjahr und bin froh,auch einen Partner gefunden zu haben,der mit mir mein Reisefieber teilt.
      Eigentlich dachte ich auch,daß mein Reisedrang irgendwann gestillt ist und ich ruhiger werde.
      Das ich noch lange nach einer schönen Reise davon zerren kann und mein Drang in die Welt hinaus zu wollen ersteinmal wieder gestillt wurde.
      Leider wird es immer schlimmer und auch ich könnte immer sofort wieder packen und neue Reisepläne schmieden.Meine Kinder sind auch infiziert und mein Mann zieht mit.Ansonsten stoße ich bei meiner restlichen Familie auch eher auf Unverständnis!Man kann das Geld ja schließlich sparen!!
      Oft tauche ich in meiner Gedankenwelt ab und male mir wieder einmal aus wie es ist länger unterwegs zu sein,packe gedanklich meinen Koffer und besorge mir einen Reisefüher von dem Land meiner Träume.
      Ich habe eine Vitrine mit schönen,kleinen, besonderen Mitbringseln und eine Holzkiste mit Post-und Eintrittskarten,Muscheln ,Prospekten und anderen Erinnerungsstücken.
      Wenn es mich dann mal wieder besonders packt,dann nehme ich mir die Zeit darin zu versinken.
      Auch ich bin auf die Seite gekommen,weil ich FERNWEH eingegeben habe,nachdem ich meinen Gefühlen auf den Grund gehen wollte.
      Nun bin ich sehr froh darüber,daß ich nicht alleine bin! DANKE

  16. Hannah, am

    Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, ich war in den letzten 12 Monaten in 10 verschiedenen Ländern und innerhalb Deutschlands unterwegs, sobald ich nur aus dem Flugzeug aussteige möchte ich wieder zurück. Ich habe nichts das mich hier hält, doch letzendlich sehne ich mich nur nach Geborgenheit. Es gibt viele die „neidisch“ darauf sind das ich so viel Reise, doch im Endeffekt bin ich nur glücklich, wenn ich frei bin, wenn ich reise und neue Leute kennenlerne. Ich glaube damit versuche ich nur zu kompensieren was ich in Deutschland nicht finde bzw. verloren habe. Alles hat, glaube ich, damit angefangen das mein damaliger Freund ins Ausland gegangen ist (und nach nun 2 Jahren immer noch im Ausland arbeitet).
    Seitdem versuche ich diese gewisse leere mit neuen Orten und Leuten zu füllen.
    Schön das ich nicht die einzige bin die so fühlt!

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  17. Josh, am

    Hallo Gesa,

    ich glaube Du sprichst vielen Menschen aus dem Herzen. Vielen Dank für Deinen tollen Blog und die offene und ehrliche Art in der Du schreibst.
    Kenne Dich nicht persönlich aber nach Deinen Fotos zu urteilen bist Du ein sehr freundlicher offener Typ und wirst überall auf der Welt willkommen sein.
    Wünsche Dir weiterhin alles Gute, viele neue Eindrücke und Du wirst Deinen speziellen Spirit in einem Land finden.
    Bei mir war es in Australien.

    Take care of you.

    Liebe Grüße
    Josh

    PS: Das Fernweh hat mich fast zerstört, schlimme Krankheit.

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  18. Mimi, am

    Ich bin seit ein paar Tagen aus dem Urlaub zurück und ich bin nur am weinen. Nur schlecht gelaunt. Das war letztes Jahr nach dem Urlaub auch schon schlimm. Aber nicht so schlimm, wie jetzt. Morgen fängt mein richtiger Alltag mit arbeiten usw wieder an und ich hab einfach eine so schlechte Laune. Es war oder ist schon immer mein Traum gewesen auszuwandern, irgendwo in den Süden. Leider ist es dort schwer Arbeit zu finden. Ich fühle mich hier so unwohl. Möchte hier nicht leben :(
    Und keiner

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    • Vanessa, am

      Hallo mimi…
      Mir geht’s genauso. Waren letztes Jahr 1 Woche in Kroatien bei der Familie meines Mannes. Dieses Jahr waren wir 2 Wochen dort . Seit dem 1. 08. Sind wir zurück und uns geht’s schlechter als je zuvor . Ich kann kaum noch meinen Alltag bewerkstelligen. Zahle jetzt schon die Tage bis zum nächsten Urlaub. Seit wir wieder zurück sind überlegen wir uns wie wir hier weg kommen. Leider gestaltet es sich sehr schwierig denn obwohl mein Mann Kroate ist, kann er kaum kroatisch sprechen. Somit hat man es sehr schwer dort unten eine Arbeit zu finden. Ich mache gerade eine Ausbildung zur Altenpflege. Aber ohne die Sprache zu beherrschen kann man mit diesem Job da unten auch nichts anfangen. Uns geht’s nicht gut hier und das wissen, nichts dagegen tun zu können macht es noch schlimmer. Fühlt euch gedrückt. Eure mitleidende Vanessa

  19. Sili, am

    Hallo, ich bin auf die Seite gestoßen, weil ich es vor „Heimweh“ kaum mehr aushalte. Es ist echt ein wenig tröstlich zu lesen, dass es mehrere Leute gibt, denen es so geht. Fühle mich hier in einem kleinen Kaff extremst unverstanden und kann den Spruch , im Urlaub ist ist alles schöner , nicht mehr hören. Ich wollte seit Teeniezeiten immer weg von Deutschland, habe es erst mit 26 geschafft. Leider musste nach 3 Monaten zurück und kam nie mehr richtig hier an. Ich hangele mich von einem Kurztrip zum Nächsten. Bei mir ist es kein Fernweh, sondern ich habe den Platz gefunden, wo ich mich das erste Mal zu Hause fühle.Nun bin ich alleinerziehend mit 2 kids, was meine Auswanderungspläne nicht erleichtert. Ich muss realistisch noch einige Jahre hier ausharren… da heißt es Zähne zusammenbeissen und immer seine Träume im Auge behalten. Auch wenns manchmal schwer fällt. Also, Gesa, geteiltes Leid ist halbes Leid!! LG , Sili

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  20. Janina, am

    Du schreibst mir aus der Seele ;-)
    Ich habe ein Studium gemacht und jetzt einen Bürojob, aber trotz allem immer eine gewisse Unruhe mehr zu wollen. Mehr zu sehen, zu erfahren, nicht stehen zu bleiben…
    Ich liebe meine Familie, meine Freunde und sogar meine Arbeit, aber ich komme erst zur Ruhe, wenn ich davon weg komme. Als würde ich erst auf meinen Reisen „heim“ kommen! Ich konnte zu manchen Gelegenheiten, das erste Mal an einem (bis dahin) unbekannten Ort eine große innere Ruhe fühlen, die den Moment richtig und wertvoll gemacht hat.
    Heimweh/Fernweh sollte jeder für sich definieren. Wir kommen ganz einfach in der Ferne „nach Hause“ :-)

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  21. Luke, am

    ,,Ich habe Fernweh, aber eigentlich habe ich Heimweh.“ Dieser Satz sagt so viel aus, zumindest für mich. Ich habe ein zuhause und Fernweh, aber eigentlich habe ich nicht mal ein Zuhause, denn das ist doch da wo man sich wohlfühlt, oder?

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  22. Luke, am

    ,,Ich habe Fernweh, aber eigentlich habe ich Heimweh.“ Dieser Satz sagt so viel aus, zumindest für mich. Ich habe ein zuhause und Fernweh, aber eigentlich habe ich nicht mal ein Zuhause, denn das ist doch da wo man sich wohlfühlt, oder? PS: ich habe den Kommentar schon mal abgeschickt, aber kam nicht an, weil ich name und so vergessen hab, sry.

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  23. Jessica, am

    Ich bewundere euch,dass ihr euren Drang zur Ferne ein Stück weit auslebt.
    Ich spüre es immer wieder und schaffe es nicht,der Sehnsucht nach zu kommen und habe das Gefühl,es macht mich krank.immer wieder.

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