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Petra, Jordanien

Endlich: Indiana Klys findet auch mal nen heiligen Gral!

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Petra. Vor zweitausendundirgendwas Jahren haut ein arabisches Volk eine Stadt in rote, unwirtliche Sandsteinberge. Dann waren die Römer da, und dann schaut lange, außer ein paar Erdbeben, niemand mehr vorbei. Letztens kamen Steven Spielberg und Harrison Ford, drehten dort dreißig Sekunden ihres Films „Indiana Jones and the last crusade“, mit vielen fiesen Nazis und einer quatschigen Handlung um die Suche nach dem heiligen Gral, und seitdem ist Petra wohl die Haupteinnahmequelle des jordanischen Staatshaushalts (ab November schlappe 50 Euro die Tageskarte).

Harrison Ford als Indiana Jones

Erst kürzlich wurde es zu den sieben neuen Weltwundern gewählt, und dementsprechend wird auch täglich eine mächtige Touristenmeute vor den Toren Petras ausgespuckt. Italiener, Franzosen, Deutsche, Amis, Japaner und Chinesen, aus der ganzen Welt steigen sie aus ihren frostigen Reisebussen.

Doch trotz der schnatternden Massen und dem schnöden Kommerz (ein Pferderitt ist im Ticket „enthalten“, ohne Bakschisch schwingt aber kein Gaul seine Hufe) bleibt Petra einer der faszinierenden Orte der Erde. Verborgen in roten, wild geformten Felsbergen durchschreitet man einen schmalen Canyon („Sik“), über einen Kilometer lang, der seit jeher der Zugangsweg zu diesem mysteriösen Ort war.

Bis schließlich, und diesen Augenblick kennt jeder Indiana-Jones-Fan, sich die Schlucht auf einen großen, von Felsen umschlossenen Platz hin öffnet und ich die geniale Fassade der „Schatzkammer“ erblicke, die sich in der Mitte der senkrechten Felswand vor mir aufragt. Ein wirklich erhabener Anblick. Den anderen zwei Millionen Touris gefällt‘s auch.

Petra ist aber viel mehr als das, drei Tage verbringe ich dort, es gibt ein aus dem Fels gehauenes Theater, durch Erdbeben zerstörte Tempel und unzählige Grabstätten. Ich klettere abseits der Hauptwege (plötzlich ganz allein) durch die bunt marmorierten Felsen und genieße die Panoramen dieser kargen Gegend.

One night in Petra

Und ich darf „Petra by night“ erleben (nochmal 12 Euro): Kerzen erleuchten den Weg durch den Sik bis zur Schatzkammer. Es ist sehr romantisch. Irgendwas fehlt, ah stimmt, die Frau, egal. Die Ethno-Show verpassen meine zwei Kumpanen und ich „leider“ und genießen den stillen Gang durch die Schlucht… also fast perfekt!

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12 Kommentare

  1. Anita, am

    Die Kerzen wirken wie kleine aus dem Boden wachsende Leuchtstalagmiten.

    Schöne Bilder (kannst du diesen Kommentar überhaupt noch “hören” ;) *träumt ein bisschen vom Indiana Jones Ruhm*

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  2. Lukas, am

    Lustig: Indy kam diesen Sonntag im deutschen TV. Hab teilweise zugeschaut (kenne die Filme sonst nicht) und habe genau die Szene erwischt vor dem Säuleneingang. Dachte mir da beim betrachten: “Wow, da haben die Bühnebildner lange Pappmache zusammenkleben müssen, bis sie dieses surreale gebilde zusammen hatten…”

    Nun ja, da hab ich mich wohl getäuscht :) Danke für die (unbeabsichtigte) Aufklärung

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  3. Alex der Schwede, am

    Wow es gab keine Petra by Night als ich dort war…Schade…Es ist etwas besonderes..Krusty deine Bilde sind genau als ich mich vorgestellt habe…Fabelhafte :))

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  4. Josh, am

    Wow, sieht das super aus bei Tag und bei Nacht erst…überwältigend! Konntest du da einfach so im Schlafsack übernachten!? Grüsse, Josh

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    • klys, am

      leider nicht, die sind ziemlich streng. um 6 uhr abends ist schluss. aber es gibt menschen, die sparen sich den eintritt und kommen vor 6 uhr morgens… ich mach sowas ja nicht! :-)