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Kampot, Kambodscha

Ein Tag im Zoo

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Auf Cici ist wirklich Verlass. Denn heute hat er sein Versprechen wahr gemacht und ist mit Klys in den Zoo in Kampot gegangen. Nachdem sie an der Kasse die Eintrittskarten gekauft haben (Khmer 1 $, Foreigner 4 $), sehen sie sich die bunte Schautafel an, auf der man Krokodile angeln kann. „Ich will zuerst die Elefanten besuchen!“, ruft Klys aufgeregt.

Gesagt, getan. Kurze Zeit später bestaunt Klys die riesengroße Elefantenmutter und ihr auch ziemlich riesengroßes Elefantenkind. Zack! Mit dem Rüssel umklammert die große Elefantin das Bein von Klys und will ihn mit ihren großen Stoßzähnen erstechen. Klys hat keine Bananen gebracht! Immer näher zieht sie Klys an die Gitterstangen…! „Guten Appetit!“, ruft Cici ihr freundlich zu. Sie schlagen den rauen Rüssel hart, härter, härter… und endlich lässt sie das Bein los.


Da war sie noch brav…

Bei den Affen ist die Hölle los, denn diese putzigen Kerle spielen gerade ihr Lieblingsspiel! Sie hängen gemütlich ab oder laufen im Kreis. Klys ist begeistert! Ganz nahe geht er an die winzigen Zellen heran um das muntere Treiben besser beobachten zu können… und: Schwupps! schon schnappen ein paar haarige Finger nach seiner Kamera. Schnell stolpert er ein paar Schritte zurück. „Du bist ein richtiger Teufelskerl!“, sagt Klys. „So lange Finger wie du möchte ich auch mal haben.“ Cici lacht fröhlich.

Gleich neben den grauen Elefanten hat das braune Vielfraß sein gemütliches Zuhause. Cici ist fasziniert: „Ist es tot? Ist es tot?“ Ah, nein, es lebt noch. Seine Barthaare haben sich etwas bewegt.

In den Bereich, in den Cici und Klys nun kommen, befinden sich weitere kleine Käfige. Vögel aus allen Teilen der Welt sitzen auf dem Boden und blicken Klys streng in die Augen. Ein großer Geier plumpst von einer Stange auf den Beton, um etwas aus einer Pfütze zu trinken. „Diese Vögel sehen aber merkwürdig aus. Können die sprechen?“, fragt Klys. „Halt den Schnabel“, antwortet der Geier.

Langsam nähert sich der aufregende und sehr interessante Zoobesuch von Cici und Klys seinem Ende. Doch nein, der kleine Vergnügungspark muss auch noch erkundet werden! „Du brauchst wirklich keine Angst zu haben.“, sagt Cici und setzt sich in das Riesenrad. Hoch und höher schwingt es, sie haben einen wunderschönen Blick über das Zoogelände.

„Ein Karussell! Ein Karussell!“ ruft Klys und rennt zu der fröhlichen Musik. „Ich will ein Pferdchen!“, jauchzt er und schwingt begeistert seine Hände im Takt. Cici wählt ein Motorrad und rundherum geht es! Ewig könnte es so weiter gehen, finden die Beiden.

Doch der Abend bricht schon herein, und so spazieren sie beschwingt vorbei am Fischteich („Schau mal, ein Fisch.“) zum Ausgang. Der Wärter lächelt und winkt zum Abschied. „Das war ein toller Tag! Danke Cici!“, sagt Klys.

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Achtung: Video!

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Mehr fiese Fauna und olles Spielzeug aus Kampots Zoo gibt’s hier

Als Graf von und zu Klys sieht sich der Verfasser nicht in der Position, Quellen kenntlich zu machen.
Na gut, doch: Mein Kinderbuch. Tolles Ding!

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25 Kommentare

  1. Der Zooliebhaber, am

    Bravo Klys! Endlich zeigst Du die notwendige Einsicht. Vor einiger Zeit habe als Zooanhänger deine Daktari-Romantik leidenschaftlich kritisieren müssen. Ich wäre niemals darauf gekommen, dass Du auf den Pfad des zivilisatorischen Fortschritts lächelnd und einsichtsvoll zurückkehrst.
    Deine Zoo-Impressionen strahlen eine gewaltige Ruhe aus! Wo sonst können Fische aus purer Lebensfreude auf dem Rücken schwimmen und die untergehende Sonne genießen?
    Es ist beindruckend, wie die Besucherströme durch moderne Steuerungskonzepte kanalisiert werden und der Reisende den subjektiven Eindruck erhält, der Zoo gehöre ihm allein.
    In Zeiten globalisierter Hektik und überschäumenden Individualismus kann es dem gewöhnlichen Affen nur gut tun, wenn seine Lebensbahnen begrenzt und der Alltag eine wohlmeinende Strukturierung erfährt.

    Diese modernen adrenalingestützen Orgasmusraketen in den vielen Europa- und Asienparks dieser Welt sind Betrug am eigentlichen Kern des Menschen. Dir ist es als sensibler Kenner des wahren Schöpfungsgrundes ist es natürlich nicht entgangen, dass das Karussell DAS Symbol für die Sehnsucht des Menschen nach der unbegangenen Leichtigkeit der Seele darstellt. Danke für dies starken Impressionen, die einen nachhaltigen Eindruck auf die plagiatsverseuchten MitbürgerInnen auslösen werden.
    Da Du nun ein zoologischer Mitbruder bist, möchte ich Dir als Dank nach Deiner Rückkehr zu den Irdischen einen gemeinsamen Nachmittag in einem regional ansässigen Zoo schenken und Dir bei dieser Gelegenheit bei einer Kugel Schokoladeneis persönlich alles Gute zum Geburtstag wünschen.

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    • klys, am

      lieber zooliebhaber,
      ich freue mich schon sehr auf einen gemeinsamen, meditativen zoobesuch bei meiner rückkehr!
      danke!

  2. Susie, am

    Susie … is deeply falling in love with the Orang-Utan.
    Ich hoffe, dem Großen und seinen Kumpanen geht es gut??
    Sowohl Karussel als auch der muntere Fischteich haben einen sehr eigenen, morbiden Charme.
    „Riesenrad“ : Wenn da mal der TÜV kommt ….
    Liebe Grüße, du alter Quatschkopp, und einmal mehr danke für den wunderbaren Beitrag!

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  3. Philipp, am

    Bravo Klys, endlich zeigst Du die notwendige Einsicht (Zooliebhaber, in: reisedepesche.de, Ein Tag im Zoo, Kommentar vom 03. März 2011), so beginnt ein Beitrag eines der Kommentatoren Deines Beitrages. Ich möchte mich diesem „Bravo“ anschließen. Dass Deine Zoo-Impressionen eine gewaltige Ruhe ausstrahlen (vgl. Zooliebhaber, in: reisedepesche.de, Ein Tag im Zoo, Kommentar vom 03. März 2011), das erfühle auch ich in meinem tiefsten Inneren, lieber Klys!
    So möchte ich schließen mit den Worten „Liebe Grüße, du alter Quatschkopp, und einmal mehr danke für den wunderbaren Beitrag!“ (Zitat: Susie, in: reisedepesche.de, Ein Tag im Zoo, Kommentar vom 03. März 2011), denn so sehe ich das nämlich auch.
    Harharharharhar…

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    • Detlev O., am

      Sie haben manches gelernt, Sie ungehobelter Strolch. Aber es reicht noch nicht aus für die ganz große Karriere. Werden Sie erst einmal Jurist und ölen Sie sich die Haare nach hinten, solange es noch möglich ist.
      Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf: Investieren Sie in eine gute aussehende Partnerschaft mit entsprechender Körbchengroße und Enthaarungscreme.
      Falls ich das hier noch einmal erleben muss, dann wende ich mich an den Administrator. Sie werden schon sehen, was Sie davon haben, mit ihren hochtrabenden unakademischen Gesülze.
      An die Arbeit. Nur so kann unsere Welt besser werden!
      Ihr
      Detlev O.

    • Philipp, am

      Hallo Detlev O.
      Du überrumpelst mich mit Deinem unkontrollierten Anfall. Ich kann Dir nur empfehlen, auch in Körbchengrößen und vorallem Enthaarungscreme zu investieren, damit auch aus Dir etwas werden kann. Denn scheinbar weißt Du ja, wie es geht! Also auf zum großen Geld, zu Macht und Einfluss! Alles was man braucht liegt dann zum Greifen nah, Detlev O. – ist das nicht wundervoll? Ich möchte Dich nicht aufhalten. Guttenberg hat doch alles so richtig gemacht, nur die miesesten Miesmacher ließen sich nicht vom gleissenden Sonnenlicht blenden. Ich konnte immer klar sehen, war nie geblendet. Deshalb bin ich nur von Dir, Detlev O., überrascht. Aber das ist das Salz in meiner bescheidenen Suppe am heutigen Abend. Sei gegrüßt!

    • Detlef, am

      Zunächst: Dieses joviale Du ist nicht meine Sache. Da wir uns nicht kennen, scheint mir ein wenig förmliche Distanz angemessen. Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber ein wenig Höflichkeit in Stil und Ton würde der Jugend und den angehenden §§ ganz gut tun.
      Zur Sache: Heben wir das Glas auf den, der uns Anlass gibt, hier über Stil- und Tonfragen den einen oder anderen Akzent zu setzen.
      Zum Wohl! Möge der Ritter des Edelmutes uns gnädig sein.

      Ihr
      Detlef Ohnesinger

      Detlef O.

    • Philipp, am

      Hallo Herr O., da ich vermutete, dass Sie aus Ihrer schäbigen – entschuldigen Sie: distanzwahrenden Anonymität heraus nicht verbergen können, zu meinem Bekanntenkreis zu gehören – und ich Sie bei Aufdeckung der Identität zumindest außerhalb dieser Seiten hier sehr schätze würde – werde ich in diesem kleinen Wortscharmützel „der hohlen Phrasen“ nunmehr zum Sie zurückwechseln. Sie werden mir meine platte Art verzeihen müssen.
      Zur Sache: auch ich erhebe das Glas auf den hier so wichtigen Gönner – muss allerdings gerade noch mit den Folgen aller gestern erhobenen Gläser fertigwerden. Aber das ist ja eine zu vernachlässigende Kleinigkeit. Ja, hochverehrter Detlev O., ich habe also Ihre mehr oder weniger weisen Worte zur Kenntnis genommen und werde mich bessern. Im Gegenzug erwarte ich weitere gleichermaßen intelligente wie auch nützliche Tipps und Tricks für eine bessere Welt. Adieu für den Moment.

    • Tobias, am

      es ist wohltuend zu sehen, dass es noch juristen gibt, die den wert fremden geistigen eigentums zu schätzen wissen und durchaus eigenständige collagen fremder ergüsse zu etwas eigenem zusammenstellen, und das ohne dass die durchaus existierenden fußnoten irgendwie störend oder diminuierend wirken. das rettet dann doch mein vertrauen in die zunft. ;)

    • Hermann Lignatz, am

      Lieber Tobias,
      nur wer sich traut, auch wirre Gedanken zu äußern, ist in der Lage, ohne Gedöns eine Flasche Mineralwasser zu bestellen, wenn es im Leben wirklich darauf ankommt.
      Ich habe zwar meine Zweifel, ob Juristen wirklich der humanitas verpflichtet sind, aber wir sollten es versuchen, an die Hoffnung zu glauben.
      Können wir nicht froh sein, dass auch morgen die Sonne scheinen könnte, wenn es nicht wieder einmal regnet?
      Ich stimme Christoph aus B. ausdrücklich zu, dass menschliches Trachten immer stückwerk sein wird, wenn wir die Revolution nicht vor Augen haben.
      Danke Tobias für das, was gesagt werden sollte!!!!

  4. Philipp, am

    Na, und jetzt, wo ich noch verzückt von dem eben gesehenen Video auf den Bildschirm meines Notebooks starre, noch ein selbstausgedachtes „Ich liebe Dich für dieses Video“ hinterher. Piffpaffpeng – der Kusäng.

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  5. Christoph aus B., am

    Leute, ich fange gleich an zu heulen! Vertragt Euch doch.
    Proletarier müssen zusammenhalten. Es ist nicht die Zeit der zwischenmenschlichen Zwistigkeiten!
    Schaut nach Agypten, Tunesien, nun auch Lybien.
    Die Revolution ist nicht mehr fern. Macht Euch bereit und habt euch lieb!

    Christoph aus B.

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