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Belize

Belize it or not… aber et is nich allet Gold wat glänzt!

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Malena begruesst mich mit ner herzlichen Umarmung als ich ins Hostel trete. Ich schau mich kurz um. Keiner da, nur ich. Die Runzeln auf meiner Strin beantwortet sie mit “Its the highpeak of the low season…welcome Christian”. Kein Ding, wusst ich nur nicht, hat mir keiner gesagt und planen tu ich ja seit Monaten eh nix. Ich mach es mir im Sofa gemuetlich, kuck Spiderman I & II auf Spanisch und hab am ersten Tag ein 8 Mann Raum fuer mich alleine. Dann geht die Tuer auf und Marc aus Neuseeland stapft pitschnass ins Zimmer. Er sieht genause ueberrascht aus wie ich am Tag zuvor. Es ist verdammt heiss, aber es regnet wie aus…wat weiss ich, wie dat regnet. Zwei Paaerchen aus Taiwan sind noch am Start, als wir durch (ohne Scheiss!) knietiefe Fuetzen zum naechsten Supermarkt waten. Lachen is angesagt. Kurze Zeit spaeter knacken wir etliche Dosen Corona in der Hostelkueche und stossen mit Mezqual an. Ein hoch auf die internationale Getraenkequalitaet. Geht doch.

Welcome to Mexico Wieder mal kurz vorm Regen Happa Happa, ein fuer Mama, ein fuer Papa! Marc checkt auch noch in Traum Mails...

Alle haben eines gemeinsam: Suedostasien hinter sich und nun Mittelamerika vor der Brust. Ich beschliesse das es in Mexiko schoen ist. Die kleinen Gassen in Downtown Cancun erinnern mich an Barcelona, das Essen ist der Wahnsinn, mein Magen fuehlt sich nicht mehr wie Stein an, der Regen fuehlt sich an wie auf Sumatra und die Menschen sind wie Asiaten, nur doppelt so dick. Ich steige in ein Minivan. Erkundungstour. Rammsteins Du Hast droehnt aus den Boxen. Das ich mitsingen kann, bringt ein Grinsen in die Gesichter der anderen Fahrgaeste. Dann ist Endstation und ich erstmal total verloren…  Ich stelle mich erneut unter und geniesse im Nirgendwo den Karibikblick: “Nun seh ich Dich auch mal endlich…”.

Meine Fischtortillas ...und rein damit! Downtown Cancun...nix mit grossen Hotels! Bevor der Termin beginnt, noch schnell n Doeschen getrunken...

Eine Bar in Tulum. Marc drueckt die Limone in den Flaschenhals, die Tacos waren die Besten, ich nippe am schlanken Tequillaglas als mich Freundeskreis mit Mit Dir ueberrascht. Als dann noch Die Eine von der Die Firma laeuft, verschluck ich mich fast. Das Lied fand ich schon immer arg schlimm, aber irgendwie geniess ich es jetzt. Deutschland taucht im vorderen Gehirnlappen auf… Das Anstossgeraeusch von Glas an Glas reisst mich zurueck ins Jetzt. Wieder da, mit mir 10 weitere Reisende. Ipods werden an die Anlage angeschlossen, die Feier dauert an. Ein gutes Fest, danach sehnte ich mich. Mayatempel stehen noch auf dem Programm, das Sonnenloch wird gekonnt fuer ne Strandeinlage genutzt, prompt verbrennen meine Arme wie Breulerbollen. Hab gedacht das ich noch genuegend angebraeunt waer, war wohl nix.

Mayatempel am Strand in Tulum Ja ja, die Mayas... YO Fiechers Dat sieht jetzt nicht sooo schlecht aus... Hot Dog Toni! Der mir nach Mitternacht, noch Mittag macht.

Per Hangoverexpress gehts weiter Richtung Sueden. Nach nem kurzen Nickerchen werde ich von der Sonne geweckt. Laguna Bacalar taucht am linken Fenster auf und mir faellt die Kinnlade runter. Kristallklares Wasser, weisser Sand, Palmen, ein klitzekleiner Ort, wir steigen aus und bleiben. Hier sind wir nun wirklich die einzigen Touristen und zum ersten mal schlage ich mich wacker mit gebrochenem Spanisch zum Hotel durch. Daran muss auf jeden Fall gearbeitet werden. Ich gehe schwimmen, Marc zieht ein E-Mail checken vor. Als er dann ploetzlich mein Rufen hoert kommt auch er ans Wasser. Eine 2 m Python schaut genause scheisse wie ich. Hat wahrscheinlich sogar noch mehr schiss und zieht sich dann schleunigst auf nen Ast im Gebuesch zurueck, welcher nach einigen Minuten unter ihrer Last nachgibt.

Laguna Bacalar Morning swim... Sonne Das kleene Biest...

Ich bestell uns Huehnchentortillas und Bohnen am Busbahnhof in Chetumal. Ein paar Stunden noch, dann legt das Boot nach Belize ab. Also Zeit satt. Die Grenzkontrolle ist hart, der Hund zieht an meiner Tasche und mir rutscht das Herz in die Hose. Sollten die Kraeuterzigarren die ich aus Indonesien importiert hab schuld sein? Wie ich merke ist das fettige Bandana, welches um den Halteriemen geknotet ist die Ursache seiner Attacke. Zu oft habe ich mir damit in Indonesien nach fettigen Huehnerbeinen die Haende abgerieben. Der Hund beruhigt sich nach einigen Knabberproben wieder, ich mich auch. Dann liegt sie vor mir. Die Insel. San Pedro begruesst uns mit Golf Cars und Karibikflair. Das Wetter macht leider nur ein paar Stunden mit. Ich trinke ne eiskalte Gingerfanta am Strand direkt vorm Hotel. Marc schreit Hunger, erneutes Huehnchen und Reis folgen. Ich rechne grob nach und schaetze meinen “Chicken Death toll” der letzten Monaten auf weit ueber 100. Warum bin ich kein Vegetarier? Weils schmeckt! Am Abend droehnt mir Lambada aus den Boxen einer Bar entgegen als ich am Belikin nukkel. Bitte mehr davon!

Blick vom Balkon... Warten bis der Himmel seine Pforten oeffnet! Wolken Mittag machen! Und grillen koennen die auch noch... @ work

Und es gibt noch mehr. Belize ist Karibik, nix Spanisch. Gangstaenglisch a la Inglewood. Whats up bro? How ya doin` pal? Dreadlocks und Rastas ueberall, Reggae Musik an jeder Ecke, ab und an schweben verdaechtig richende Rauchschwaden durch die Luft. Bevor wir per Speedboot nach Belize-City abreisen machen wir noch eine Schnorchel Tour im Hurricane. Von Hai ueber Baracuda bis Muraene und Schildkroete ist alles dabei. Frank, der Capitain schreit mich aus dem Wasser als es nun bedenklich dunkel wird, die Wellen bis aufs Boot klatschen und der naechste Tropensturm den Strand verwuestet.

On the boat again... N miesser Zackenbarsch uf jeht et! nicht zu beeindrucken unbeobachtet Kleine Nurse-Sharks ...und rein da! Schiss hat er... Der Stingray kommt mir dann doch zu nah... Superzelle a la Tornado Alley, nur ueber Wasser halt. Dieses mal...

Belize-City? Man stellt es sich anders vor. Von nun an glaube ich den Bildern im Internet nicht mehr. Belikin gibts trotzdem, nur aus dem Guesthouse trau ich mich dann abends auch nicht recht…

Unser Guesthouse fuer nur 25 US$ Nette Seitengasse. Thats Belize-City

Weiter geht die wilde Fahrt und Punta Gorda, PG wie es alle hier nennen, ist der naechste Stop nach 7 Stunden im Bus. Ich trau mich wieder raus, hoere beim Feierabendpils das es in Belize-City am Hafen einige Schiessereien am Vorabend gab. Die Schuesse hatte ich nicht gehoert, war aber auch nur 1 Block entfernt. Nice. Fischburger, Burritos und kleine Shrimptortillas stehen auf dem Program und ein satter 12-Stunden-Schlaf. Die Sonne traut sich endlich mal fuer mehr als 5 Stunden raus, ich liege in der Haengematte, schaue dem relaxten Treiben am Ufer zu und “Mama” macht frische Mintschokalade fuer mich. Lecker Leben.

Unser Reggae Bus Fruehstueck @ Punta Gorda Ich liebe dieses Hotel. WIFI included! "Mama" macht Schocklade... Produktionsschritte Lecker!

 

 

 

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7 Kommentare

  1. Sabine Frost, am

    Hey Cici,

    wie witzig ist das, das du in Belize bist… haettest du mir mal vorher gesagt, hab da schliesslich zwei Jahre gewohnt.. hast aber die ganzen schoenen Plaetz wohl nicht gesehen??? Wie lange bleibst du denn da??
    SToss einmal mit nem lecker Belikin am STrand auf mich an… Fehlt mir alles sooooooooooooooo sehr…

    Willi

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  2. Dirk Bleckmann, am

    Hallo Cici,

    wieder so ein toller Bericht.

    Ich genieße sie,
    – tauche ein – in „deine“ Welt – und vergesse Zeit und Raum.

    Danke für diese Momente.
    Dirk

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  3. Conny, am

    Cici! 25 Dollar die Nacht! Du erinnerst Dich! Dafür verbringst Du in Asien fast ´ne ganze Woche! Ok, vielleicht nicht gerade in Singa. ;)

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  4. lisa, am

    hallo,
    kannst du dir vorstellen, das ich in guat gearbeitet habe. die fahrt zur arbeit im bus dauerte immer ewig und ne gasmaske wäre auch nicht schlecht gewesen…
    waffen spielen in mittelamerika ne große rolle und alkohol, wenn beides zusammen kommt …, na ja bist ja groß, trotzdem vorsicht.
    bin 2x im bus beraubt worden, also besser 2 geldbeutel.

    wolltest du nicht immer tauchen lernen.
    war 6 wochen in honduras. auf ner nachbarinsel von utha, oder so ähnlich, kann mich nicht mehr erinnern, und da waren unwarscheinlich viele tauchstationen die sehr preisgünstig waren.
    merkt man an den stränden nix von der oelkatastrophe?
    viel spaß noch
    lisa

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    • Cici, am

      Na das Oel ist gen Norden gezogen, also hat eher das Land der Ursache getroffen, die USA. Aber was noch krasser war, die haben doch so viele Chemikalien ins Meer gekippt das sich das Oel aufgeloest hat, soll ja nichtmal schaedlich fuer die Umwelt sein… Is klar! ;-) wers glaubt… Und ja, Alk und Waffen….Ohoh….